Nach verheerendem Brand in Brucker Autowerkstatt: Planungen für Wiederaufbau laufen

Es war ein schwarzer Tag für einen Autohändler in Bruck im Landkreis Schwandorf: Mitte März brannte dessen Werkstatt komplett aus. Auch mehrere Fahrzeuge wurden ein Raub der Flammen. Doch die Inhaber blicken mittlerweile wieder positiv in die Zukunft – und planen bereits den Wiederaufbau.
Für die zahlreichen Retter aus den umliegenden Ortschaften war es ein Großeinsatz: Rund 100 Feuerwehrleute eilten am 15. März gegen 10.30 Uhr zum Brandort in der Bürgermeister-Hölzl-Straße in Bruck. Eine dichte Rauchsäule wies ihnen dabei den Weg, zeitweise war sie sogar noch in Schwandorf zu sehen.
Vor Ort im Brucker Gewerbegebiet am Sand starteten die Einsatzkräfte sofort mit der Brandbekämpfung, schützten aber auch mittels Riegelstellung die umliegenden Gebäude, weil die Gefahr bestand, dass die Flammen auf die Nachbarschaft übergreifen würden.
Nachlöscharbeiten an Brucker Werkstatt dauerten mehrere Stunden
Dieses bedrohliche Szenario konnten die Einsatzkräfte glücklicherweise verhindern. Nach einer knappen Stunde gelang es ihnen dann auch, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Damit war der Einsatz aber noch lange nicht zu Ende: Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis in den Nachmittag hinein.

Der vom Feuer betroffene Betrieb ist seit mehreren Jahren im Gewerbegebiet Am Sand in Bruck angesiedelt. Die Firma hat sich nicht nur dem An- und Verkauf von Autos verschrieben, auch in der Werkstatt wurde fleißig geschraubt. Letztere wurde erst vor zwei Jahren fertiggestellt und im Rahmen eines kleinen Festakts in Betrieb genommen.
Autohänler in Bruck: Inhaber schauen mit Optimismus nach vorn
Für die Inhaber war der Brand ein großer Schock, doch mittlerweile blicken sie wieder positiv in die Zukunft. Wie Sinan Özdemir im Gespräch mit der Mittelbayerischen erklärt, werde man das Werkstattgebäude komplett abreißen. Das Bürogebäude bleibe dagegen bestehen, müsse allerdings kernsaniert werden. Unter anderem seien die Stromleitungen kaputt. Auch das Dach müsse erneuert werden.
Ich denke, dass wir die Werkstatt bis Anfang nächsten Jahres wieder zum Laufen bekommen.Sinan Özdemir, Inhaber
Der Werkstattbetrieb für Fahrzeuge des Unternehmens kann seitdem nicht weitergeführt werden, allerdings laufe der Verkauf wie gewohnt weiter. Damit das Unternehmen bald wieder den normalen Betrieb aufnehmen kann, arbeitet Özdemir bereits auf den Wiederaufbau hin. „Wir haben Angebote eingeholt, die Firmen stehen schon bereit“, sagt er. Mit dem Abriss habe man bereits begonnen. „Ich denke, dass wir die Werkstatt bis Anfang nächsten Jahres wieder zum Laufen bekommen“, sagt er.

Funkenflug durch Flexarbeiten löste Feuer aus
Die ursprünglichen Vermutungen zur Ursache des verheerenden Brandes haben sich nach Angaben der Polizeistation Nittenau mittlerweile bestätigt. Wie deren Leiter Mario Mühlbauer auf Nachfrage der Mittelbayerischen erklärt. habe die Begehung des Brandorts keine überraschenden Erkenntnisse gebracht. „Wir gehen von Funkenflug durch Flexarbeiten aus“, lautet Mühlbauers Fazit. Die Angaben des Brandleiders dazu seien „durchaus nachvollziehbar“. Den Schaden durch das Feuer schätze man auf „über eine Million Euro“.
Am Vormittag des Brands waren in der Werkstatt Autos repariert worden. Einer der Mitinhaber und ein Angestellter seien zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in der Halle gewesen, hieß es dazu direkt nach dem Brand von Seiten der Polizeiinspektion Neunburg. Der Mitinhaber soll gerade mit der Flex ein Metallteil bearbeitet haben, als die Lage außer Kontrolle geriet.