Nach Kollision auf der B85 bei Bruck: Polizei ist bei der Unfallursache einen Schritt weiter

Nach dem schweren Unfall am Donnerstagnachmittag auf der B85 bei Bruck im Landkreis Schwandorf schreiten die Ermittlungen der Polizeistation Nittenau voran. Mehrere Zeugenaussagen lassen erste Rückschlüsse zur Unfallursache zu. Auch zum Gesundheitszustand der beiden verunglückten Handwerker gibt es ein Update.
Wie berichtet, waren die zwei Männer aus dem Landkreis Cham mit ihrem Sprinter in einen folgenschweren Zusammenstoß verwickelt. Die beiden Handwerker waren auf dem Nachhauseweg, als sie gegen 15.50 Uhr aus noch ungeklärter Ursache auf der B85 in den Gegenverkehr gerieten und dort frontal mit einem 40-Tonner kollidierten. Der 43 Jahre alte Sprinter-Fahrer und sein 28-Jähriger wurden bei dem Unfall schwerstverletzt und mit Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen.
Unfall auf der B85: Keine Hinweise auf ein missglücktes Überholmanöver
Schnell stellte sich die Frage, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Wie ein Beamter der Polizeistation Nittenau am Freitag auf Anfrage der MZ berichtete, könne zum aktuellen Stand der Ermittlungen ein missglücktes Überholmanöver aus Unfallursache wohl ausgeschlossen werden. Das hätten mehrere Zeugenaussagen und die Auswertung von Videomaterial der nahegelegenen Tankstelle ergeben.
Derzeit zieht die Polizei gesundheitliche Probleme beim Fahrer des Sprinters oder womöglich auch einen Sekundenschlaf in Betracht. Zur genauen Klärung der Unfallursache wurde von der Staatsanwaltschaft auch ein Gutachter beauftragt.
Die beiden Handwerker wurden auch am Freitag noch in Kliniken behandelt. Der 28-Jährige befindet sich inzwischen auf dem Wege der Besserung. Der Mann sei nicht mehr in Lebensgefahr, teilte ein Polizeibeamter gegenüber der MZ mit. Der 43-Jährige befinde sich dagegen weiter in einem kritischen Zustand.
Zwei Rettungshubschrauber flogen die Unfallstelle bei Bruck an
Der Unfall auf der B85 bei Bruck hatte am Donnerstag eine Vielzahl von Rettungskräften gefordert. Nicht nur die Feuerwehren Bruck, Bodenwöhr und Bergham waren im Einsatz. Auch zwei Rettungshubschrauber hatten die Unfallstelle unweit der Avia-Tankstelle angeflogen.