22 Millionen Euro für Bauabschnitt eins: Spatenstich für neue Schule in Berching

Von Bernhard Neumayer · 21. April 2026 um 05:00

Nach jahrelanger Planung starten nun die Bauarbeiten für die neue Grund- und Mittelschule in Berching (Landkreis Neumarkt). Der zeitlichen Verzögerung konnte Bürgermeister Ludwig Eisenreich auch etwas Positives abgewinnen.

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Alle Redner waren sich einig, dass das ein bedeutender Tag für Berching ist. Landrat Willibald Gailler sprach gar von einem „historischen Ereignis“. Nach jahrelanger Planung und Diskussion haben die Verantwortlichen am Montagmittag mit dem Spatenstich den Startschuss für den Neubau der Grund- und Mittelschule gegeben.

Für Bürgermeister Ludwig Eisenreich kennzeichne der offizielle Akt mehr als nur den Beginn der Bauarbeiten. „Der Spatenstich ist auch ein Ausdruck des Willens, in die Zukunft unserer Kinder zu investieren“, sagte Eisenreich.

Das geschieht in zwei Bauabschnitten. Im ersten Teil wird ein neues Gebäude auf der Fläche des bestehenden Hartplatzes errichtet. Im Keller wird die Technik für den gesamten Komplex Platz finden, im Erdgeschoss sind Fachräume geplant, im Obergeschoss Räume für die Mittagsbetreuung und die Offene Ganztagsschule.

Grundschule in Berching: Im Juni 2029 soll der erste Bauabschnitt fertig sein

Das Besondere an der Planung: Die Räume sind nach Angaben der Stadt auf maximale Flexibilität ausgelegt: Nach der späteren Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts (Bauteil B) werden die Betreuungsangebote in ihre finalen Räumlichkeiten umziehen, sodass in Bauteil A dauerhafte Klassenzimmer entstehen können. Läuft alles nach Plan, soll Gebäudeteil A im Juni 2029 übergeben werden.

Bevor im Oktober die Rohbauarbeiten für das Gebäude in Holzbauweise starten können, müssen zahlreiche Bohrpfähle gesetzt werden, damit die neue Schule sicher steht. Ab Juni 2027 sollen die Holzbauarbeiten starten, im September der Innenausbau, im November Heizung, Sanitär und Co. – so sieht es der Zeitplan der Stadt für Bauteil A vor.

Neumarkts Landrat Willibald Gailler (v.l.), Finanzminister Albert Füracker und Berchings Bürgermeister Ludwig Eisenreich sprachen beim Spatenstich. - Foto: Bernhard Neumayer

Wenn dieses Gebäude – im Idealfall im Juni 2029 – bezugsfertig ist, starten die Arbeiten für den zweiten Abschnitt. Dabei entsteht unter anderem eine neue, tiefer gelegte Turnhalle, die sich über zwei Stockwerke (Keller und Erdgeschoss) erstreckt. In den beiden Obergeschossen sind Räume für den Unterricht vorgesehen.

Beim Spatenstich war lediglich von den 22 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt die Rede. „Berching ist eine der finanzstärksten Gemeinden im Landkreis. Die Stadt kann sich das leisten“, sagte der Landrat.

Insgesamt 47 Millionen Euro für den Bau der Schule

Allerdings wird auch der zweite Bauabschnitte eine Millionen-Summe verschlingen. Nach den jüngsten öffentlichen Aussagen rechnet die Stadt insgesamt mit 47 Millionen Euro für beide Bauteile.

Stadträte, Mitarbeiter der Stadtverwaltung Berching sowie Planer und Architekten waren zum Spatenstich gekommen. - Foto: Bernhard Neumayer

Ein anfangs angedachter dritter Abschnitt (Haupteingang) wird vorerst nicht realisiert und ist in den 47 Millionen Euro dementsprechend auch nicht eingerechnet. „Wie die Stadt mit dem restlichen Bestandsgebäude umgeht, ist dann Aufgabe des übernächsten Stadtrats“, sagte Eisenreich beim Spatenstich dazu.

Bürgermeister skizzierte den langen Weg bis zum Start

Der Bürgermeister skizzierte in seiner Rede auch den „langen Weg, der nicht immer einfach war“ – von der Planung bis zum Spatenstich. Er sei geprägt gewesen von langen Diskussionen: Neubau oder Sanierung, Standort, Finanzierung.

Wir können nun von einer erhöhten Förderung profitieren.Bürgermeister Ludwig Eisenreich

Eisenreich konnte dem zeitlichen Verzug aber auch etwas Positives abgewinnen. „Wir können nun von einer erhöhten Förderung profitieren“, sagte Eisenreich. Eine zusätzliche Unterstützung von zehn Prozent aus dem Sondervermögen des Bundes seien bei 22 Millionen Euro eine erhebliche Entlastung des städtischen Haushalts, sagte Eisenreich.

Berchings Bürgermeister Ludwig Eisenreich freut sich über eine zusätzliche Finanzspritze für die Schule. - Foto: Bernhard Neumayer

Die Stadt rechnet beim ersten Bauabschnitt mit Zuschüssen von insgesamt rund neun Millionen Euro. Der Freistaat trägt davon acht Millionen Euro, inbegriffen ist die Zuweisung aus dem Sondervermögen des Bundes.

Finanzminister Albert Füracker freute sich über die erhöhte Förderung. „Das ist eine Fügung, die nicht besser hätte sein können.“ Zudem sei er glücklich, dass der Freistaat den Neubau finanziell unterstützt. „Hier sind die Steuergelder sehr sinnvoll angelegt.“