Mehr Autos und kein Überweg: Freie Wähler sehen Gefahr für Kinder in Berching

Von Bernhard Neumayer · 15. April 2026 um 05:00

Die neue Einbahnstraße in der Schlesierstraße sorgt für mehr Verkehr in den Straßen „Am Sportplatz“ und auf der Südtangente in Berching (Landkreis Neumarkt). Diese Straße überqueren zahlreiche Kinder, um in die Schule zu kommen. Vor allem für diese, aber auch für alle Verkehrsteilnehmer, fordern die Freien Wähler mehr Sicherheit.

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Zur Erinnerung: Bereits im vergangenen Jahr hatte die Fraktion der Freien Wähler einen Antrag bei der Stadt eingereicht, die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h in der Maria-Hilf-Straße weiterzuführen bis zur Abzweigung in die Südtangente. Auch dort soll dauerhaft nur 30 statt 50 km/h gefahren werden dürfen, so die Meinung der Freien Wähler. Denn dort entsteht gerade die neue Kindertagesstätte. Und die Südtangente queren viele Kinder und Jugendliche auf ihrem Schulweg.

Kita: Während des Baus gilt an der Einfahrt Tempo 30

Der Bauausschuss hatte zuletzt im Juni darüber diskutiert – und für eine temporäre Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h bei der Ein- und Ausfahrt zur Baustelle der neuen Kita abgestimmt. Ob die Geschwindigkeit auch nach den Bauarbeiten dauerhaft auf 30 km gedrosselt wird, müsse vorher rechtlich geprüft werden. Zudem sei zu prüfen, ob ein Fußgängerüberweg sowie verkehrsberuhigende Maßnahmen, wie etwa einschwenkbare Inseln, möglich seien, lautete der Beschluss.

Damit gaben sich die Freien Wähler aber schon damals nicht zufrieden. Sie wollen eine dauerhafte Reduzierung der Geschwindigkeit. Da sich die Verkehrssituation mit den Baustellen in der Schlesierstraße seit Montag nach Ansicht der Freien Wähler verschärft hat, kündigt der neue Fraktionssprecher Christoph Herbaty an, auch dem neuen Bürgermeister und Stadtrat den Antrag vorzulegen. Die Ausweitung von Tempo 30 und einen Fußgängerüberweg auf der Südtangente fordern die Freien Wähler. Wegen der Einbahnstraßenregelung an der Schule befürchten sie mehr Verkehr im Wohngebiet am Sportplatz und auf der Südtangente.

„Genau dort, wo viele Kinder aus den Wohngebieten Spitalwiese und Wiestal täglich zur Schule gehen“, sagt Herbaty. Mehr Autos, mehr Busse, mehr Bring- und Abholverkehr – und damit auch mehr Gefahr, schlussfolgern die Freien Wähler. Gerade weil sich die Situation seit Montag verändert hat, wollen die Freien Wähler den Antrag erneut in das Gremium einbringen. „Die Sicherheit unserer Kinder darf kein Risiko sein“, sagt Herbaty.

Fraktionssprecher befürchtet viel Verkehr „Am Sportplatz“

Außerdem befürchtet der Fraktionssprecher potenziell gefährliche Situationen in der Straße „Am Sportplatz“. Anwohner, Arzt, Kieferorthopäde, Physio-Praxis – und dazu noch der Umleitungsverkehr: Da werde der Verkehr zunehmen, ist sich Herbaty sicher. Und weil dort ein abgesenkter Bordstein ist, befürchtet er, dass Autofahrer bei Gegenverkehr auf diesen ausweichen – und potenziell Fußgänger gefährden, die auf dem Gehweg unterwegs sind. „Da kann man drauf warten, bis etwas passiert“, sagt Herbaty. So weit wollen es die Freien Wähler aber nicht kommen lassen.

Die Stadtverwaltung teilt indes mit, dass der Antrag der Freien Wähler noch nicht vorliegt. Sobald der neue Bürgermeister im Dienst ist und der Antrag eingegangen ist, werde man ihn prüfen. Zudem beobachte man, wie sich die Einbahnstraßenregelung in der Schlesierstraße auf den Verkehr auf der Südtangente auswirkt.