Bau kann beginnen: Spatenstich für neue Integrierte Leitstelle in Wernberg-Köblitz

Derzeit wird die Notfall- und Einsatzkoordination im Bereich Oberpfalz-Nord von zwei Standorten aus organisiert. Dies ist aufwendiger und schwieriger als von einem Standort aus, weshalb durch den Zweckverband für Rettungswesen und Feuerwehralarmierung der Neubau der Integrierten Leitstelle für den Bereich Oberpfalz-Nord beschlossen wurde.
Der Spatenstich für dieses Projekt fand am vergangenen Montag in der Daimlerstraße in Wernberg-Köblitz statt. Wie bedeutsam dieser Bau für den Bereich Oberpfalz-Nord ist, wurde auch dadurch deutlich, dass sich zum Baubeginn eine ganze Reihe von Abgeordneten auf der Baustelle eingefunden hatten.
Viele Gäste aus Politik und Rettungswesen
Mit dem Ausruf „Jetzt geht es los, jetzt fangen wir an“, begrüßte der Schwandorfer Landrat Thomas Ebeling (CSU) als Vorsitzender des Zweckverbandes die Gäste, allen voran den Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags und Verbandsrat des Rettungszweckverbandes MdL Tobias Reiß (CSU) und die Landtagsabgeordneten Alexander Flierl (CSU), Martin Scharf (FW), Nicole Bäumler (SPD) und Laura Weber (Bündnis 90/Die Grünen).
Weiter galt sein Willkommensgruß allen Verbandsräten als Vertretern der Mitgliedskommunen, dem Bürgermeister von Wernberg-Köblitz Konrad Kiener (CSU), Regierungspräsident Walter Jonas als Vertreter der Aufsichtsbehörde, stellvertretend für alle Mitarbeiter Geschäftsleiterin Katja Sonnauer, ihrem Stellvertreter Rudolf Niegl sowie dem Leitstellenleiter des Zweckverbandes Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, Robert Schmid. Ferner begrüßte der Landrat den ärztlichen Leiter des Zweckverbandes, Philipp Wolf, alle Projektbeteiligten, insbesondere Peter Bielmeier vom Architektur-Büro Winkler aus Wörth an der Donau, den Vertreter der bauausführenden Firma Otto Heil aus Bad Kissingen, die Vertreter der Feuerwehr und die Eigentümer der Nachbargrundstücke.

Sein abschließender Dank galt den Mitarbeitern des Hochbauamtes des Landratsamtes Schwandorf sowie allen Zweckverbandsmitgliedern, die sich trotz der hohen Kosten für den Neubau nicht vom Vorhaben abbringen hätten lassen, wie er sagte.
MdL Reiß, der auch für die anderen Landtagsabgeordneten sprach, nannte diese Baumaßnahme „einen Meilenstein des Zusammenhalts in der Region“. Dadurch werde die Notfallversorgung schlagkräftiger, sie lasse sich für die insgesamt 500.000 Menschen, für die der Zweckverband zuständig sei, effektiver organisieren. Die Fusion zweier Zweckverbände sei bislang einmalig, weshalb der Freistaat das Objekt mit einem Zuschuss von einer Million Euro unterstütze. Nicht vergessen dürfe man, dass zugleich für die 130 Mitarbeiter des Zweckverbandes zeitgemäße Arbeitsplätze geschaffen würden.
Als eine große Ehre und Freude bezeichnete es Bürgermeister Kiener, dass seine Gemeinde als Standort für die neue Leitstelle ausgewählt worden sei. Sicherlich sei dies zu einem überwiegenden Anteil der verkehrsgünstigen Lage des Standortes zu verdanken.
Regierungspräsident Jonas wies in seinem Grußwort darauf hin, dass durch den Neubau der ILS modernste Technik eingesetzt werden könne, die eine Verbesserung der Sicherheit mit sich bringe. Es sei eine mutige, aber richtige Entscheidung, die der Landtag mit einer Förderung von einer Million Euro gewürdigt habe.
Der Spatenstich symbolisiert den Übergang von der Planungs- in die Ausführungsphase.Peter Bielmeier, Architekt
„Der Spatenstich symbolisiert den Übergang von der Planungs- in die Ausführungsphase“, führte Architekt Peter Bielmeier aus. Er erklärte, dass in den nächsten Monaten ein Neubau entstehen werde, der der zentralen Koordination von Einsätzen des Rettungsdienstes, der Feuerwehralarmierung und des Katastrophenschutzes in der nördlichen Oberpfalz diene.
Der Planer zeigte auch noch einige Zahlen auf. Auf einer Gesamtfläche von zirka 4400 Quadratmetern und einem umbauten Raum von rund 24.800 Kubikmetern, verteilt auf drei Ebenen, beherberge das Gebäude neben dem eigentlichen Herzstück, der Einsatzzentrale mit den zugehörigen Sicherheits- und Technikbereichen, auch rund 50 Büro-, Sozial- und Besprechungsräume für die Verwaltung des Zweckverbandes und der Leitstelle sowie der taktisch technischen Betriebsstelle. Für gut 130 Beschäftigte werde ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld im 24/7-Betrieb geschaffen.
Der Rohbau soll im nächsten Jahr stehen
Die Investitionskosten für die Gesamtmaßnahme inklusive Leitstellentechnik belaufen sich Bielmeier zufolge auf rund 41 Millionen Euro. Die tragende Konstruktion des Gebäudes, also Bodenplatten, Wände und Decken, würden zum überwiegenden Teil in Stahlbetonbauweise errichtet. Insgesamt würden rund 3800 Kubikmeter Beton und 500 Tonnen Betonstahl verbaut.
Den Auftrag zur Durchführung der Arbeiten habe die Firma Otto Heil aus dem Landkreis Bad Kissingen erhalten. Baubeginn sei diese Woche. Der Rohbau solle im März 2027 errichtet sein, die Fertigstellung des Gebäudes sei für April 2028 geplant.
Mit dem Spatenstich, zu dem Landrat Ebeling mit den Worten „Jetzt kann es endlich losgehen“ aufrief, endete der offizielle Teil der Veranstaltung.