Rettungszweckverband Oberpfalz-Nord stellte Antrag für neue Leitstelle in Wernberg-Köblitz

Von Friedrich Gluth · 19. März 2026 um 05:00

Bei der Verbandsversammlung des Rettungszweckverbands Oberpfalz-Nord in der Max-Reger-Halle in Weiden informierte Michael Werner, Sachgebietsleiter am Standort Weiden, über die Ausfallzeiten und Einsatzzahlen im vergangenen Jahr. Der Bauantrag für die neue Integrierte Leitstelle in Wernberg-Köblitz ist bereits eingereicht worden.

Nach Aussage des Sachgebietsleiters sind in acht von 15 Standorten regelmäßig Ausfallzeiten zu verzeichnen. Einzig die Standorte Amberg, Vohenstrauß und Weiden wiesen laut Werner keinerlei Ausfallzeiten auf. Der Standort Burglengenfeld war im Betrachtungszeitraum nur an acht Stunden unbesetzt. Kumuliert waren im vergangenen Jahr rund 6822 Stunden im bodengebundenen Notarztdienst unbesetzt. Dies ist laut Werner ein Rückgang von 2905 Stunden bzw. 29,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

38.671 Krankentransporte und 33 Wasserrettungen

2025 waren folgende Einsatzzahlen zu vermerken: 38.671 Krankentransporte, dazu 12.967 Herz/Kreislauf-Ereignisse, 8996 Trauma-Einsätze, 5519 Einsätze mit dem Schlagwort „Schmerzen“ und 2077 Einsätze wegen Kindern, inklusive Reanimation. Hinzu kamen 975 psychische Entgleisungen und Suizidversuche sowie 386 Einsätze unter der Rubrik „Ärger“ (Schlägereien, Körperverletzungen oder Schuss-, Hieb- oder Stichverletzungen). Auch waren 33 Wasserrettungseinsätze und 77 Einsätze im Bereich der Bergrettung zu verzeichnen.

Die Feuerwehren wurden im Bereich der Technischen Hilfeleistung zu 4963 kleinen Einsätzen gerufen. 1040 Einsätze waren Werner zufolge nach Pkw- oder Lkw-Unfällen mit verunglückten und eingeklemmten Personen erforderlich. Zu Wohnungsöffnungen wurden die Feuerwehren 1796 Mal angefordert. Außerdem gab es 336 Unwetter-Einsätze. Darüber hinaus waren unter anderem 490 Kleinbrände, 497 Pkw- und Waldbrände sowie 892 Rauchentwicklungen in Gebäuden zu verzeichnen. Der Rettungshubschrauber Christoph 80 war 1137 Mal im Einsatz, um vierzehn Mal häufiger als im Jahr zuvor. Dies entspricht einer Steigerung von 1,2 Prozehnt.

Als nächster Punkt war die Jahresrechnung 2024 festzustellen. Sowohl die bereinigten Solleinnahmen als auch die Ausgaben betrugen im Verwaltungshaushalt rund 10,38 Millionen Euro. Beim Vermögenshaushalt betrugen die Einnahmen und Ausgaben jeweils knapp 1,58 Millionen Euro. Die Jahresrechnung wurde von der Verbandsversammlung einstimmig festgestellt, ebenfalls einstimmig wurde die Entlastung erteilt. Der Verbandsvorsitzende, Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling (CSU), nahm an der Abstimmung nicht teil, sondern übergab bei diesem Tagesordnungspunkt die Sitzungsleitung an seinen Vertreter, den Landrat von Neustadt/Waldnaab, Andreas Meier (CSU).

Eingabeplanung ist bereits abgeschlossen

Den aktuellen Stand bei der Planung der neuen Integrierten Leitstelle (ILS) in Wernberg-Köblitz stellte Projektsteuerer Marc Feil vor. Dieser teilte mit, dass die Eingabeplanung abgeschlossen und der Bauantrag bei der Genehmigungsbehörde eingereicht sei. Die Werkplanung sei in Bearbeitung. Aktuell könne eine Baukostenreserve von rund 340.000 Euro aufgrund der Ergebnisse der Ausschreibungen gebildet werden.

Abschließend teilte der Verbandsvorsitzende, Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling, mit, dass das Gremium in dieser Zusammensetzung wohl letztmals getagt habe. Denn es sei davon auszugehen, dass sich aufgrund der aktuellen Wahlen Änderungen ergeben würden.