Chamer Flutbrücke dient nun als Frostschutz – Autohaus Zehder filmt Baufortschritt

Von Sabrina Kauer · 8. April 2026 um 05:00

Dass die Chamer eine Flutbrücke brauchen, zeigt sich jedes Jahr aufs Neue. Heuer war es im Februar wieder so weit, als der Regen über die Ufer trat und Wege sowie Wiesen vor den Stadttoren Chams überschwemmte. Blauer Himmel und Sonnenschein kommen da wie gerufen, wenn genau dort, wo bei Schlechtwetter alles unter Wasser steht, neu gebaut wird.

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Wo einmal die Flutbrücke stand, liegt sie jetzt zerkleinert als Frostschutz. Drei Tage hat es gedauert, bis sie abgerissen war. Jetzt wird der Weg zur neuen Flutbrücke geebnet – im wahrsten Sinne. Denn dieser Tage soll ein Spezialbagger anrücken, der die Spundwände dort setzt, wo später die Brückenpfeiler hinkommen, sagt Christian Dirscherl, Polier beim Bauunternehmen Josef Rädlinger. Damit der 60 Tonnen schwere Bagger auch vorankommt, müsse die Fläche glatt gemacht werden.

Dem Erdboden gleichgemacht: Was einst die Flutbrücke bildete, liegt nun zerkleinert als Frostschutz dort. - Foto: Thomas Wutz/Archiv
Dem Erdboden gleichgemacht: Was einst die Flutbrücke bildete, liegt nun zerkleinert als Frostschutz dort. - Foto: Sabrina Kauer

Bauarbeiten auf Höhe des Wassers

Auch sei darauf zu achten, dass genug von dieser Fläche da ist, damit der Spezialbagger nicht einsinkt. Denn: „Wir sind hier ziemlich nah am Wasser. Das ist schon die Regenhöhe, da drückt das Wasser schon durch“, sagt der Polier und fügt an: „Wenn der Unterbau nicht passt, passt nichts. Wenn das nicht g’scheid gemacht ist, hält’s nicht so lange wie die alte Brücke.“

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Weil die Abbrucharbeiten durch die Firma Althammer Bau schneller vorangingen als geplant, „sind wir voll in der Planung, eher noch früher“, sagt Dirscherl, der froh ist, dass das Wetter nun so mitspielt. „Wenn’s hier regnet, haben wir ein Problem.“

Blauer Himmel und Sonnenschein freuen nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch Spaziergänger. Nicht selten komme es vor, dass Leute bei der Baustelle stehenbleiben und ein Foto davon machen, erzählt Christian Dirscherl. Dass Leute von Schuttabfällen und schwerem Geräten beeindruckt sind, zeigt sich auch auf dem Instagramkanal des Autohauses Zehder, an das die Baustelle angrenzt. Ein Video, das auf dem Account zehderlife zu finden ist, wurde mittlerweile mehr als zehntausendmal angeschaut und trägt unter anderem die Beschreibung: „Die Flutbrücke war schneller weg als wir schauen konnten... Und wir hinter der Staubschutzwand auch“.

Auf Instagram hält das Autohaus Zehder den Baufortschritt fest, befindet sich doch die Baustelle direkt davor. - Foto: Sabrina Kauer

Denn während der Abbrucharbeiten mussten die Fensterscheiben zum Ausstellungsraum des Autohauses vor herumfliegenden Gesteinsbrocken geschützt werden – und so wurde an einem Holzgestell ein Schutzvorhang aus Geotextilvlies angebracht, erklärt Dirscherl.

Ein Grund mehr für die Verantwortlichen des Autohauses, Videos in den Sozialen Medien hochzuladen. „Wir wollen signalisieren, dass wir noch da sind“, sagt Geschäftsführer David Engl-Baumeister, der nach eigener Aussage froh darüber ist, „dass alles so reibungslos funktioniert.“

Vorher Gutachten, jetzt Messungen

Weil im Vornherein Gutachten durchgeführt worden seien und auch Messgeräte während der Arbeiten die Vibrationen erfassen würden, habe er keine Angst davor, dass am Autohaus etwas zu Bruch gehen könnte. „Wir vertrauen den Leuten, die das beschlossen haben. Angst haben wir eher vorm Hochwasser“, sagt er.