Chamer Baggerfahrer ist ein Internetstar: Safet wird mit kleiner Aktion zum Held für Schüler

Ein Chamer Baggerfahrer wird zum Internetstar: Safet, Baggerfahrer bei der Firma Althammer Bau in der Gemeinde Pemfling in Cham, wird derzeit auf Instagram von vielen Nutzern gefeiert. Grund ist ein Video, das auf dem Profil der Mittel- und Realschule Oberroning (Stadt Rottenburg an der Laaber, Landkreis Landshut) geteilt und mittlerweile mehr als 1,6 Millionen mal angesehen wurde.
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Es sind die kleinen Momente im Leben, die ein Gefühl von Freude und Menschlichkeit hinterlassen. So auch das Video, das sich derzeit im Netz verbreitet und viele Instagram-Nutzer zum Staunen und Entzücken bringt. Zu sehen sind einige Jugendliche auf dem Schulhof, die durch einen Zaun von einer Baustelle nebenan getrennt sind. Ein großer Bagger rollt heran, es rattert und brummt. Die Schüler stehen gespannt am Zaun. Sie sind aber nicht der Maschine wegen aufgeregt. Wer genau hinsieht, entdeckt zwischen den mächtigen Greifzangen einen Fußball, den sie über den Zaun geschossen hatten.
Schüler feuern Baggerfahrer Safet an
Der Bagger fährt immer näher an den Bauzaun heran. Die ersten Schüler fangen an zu jubeln. Es wirkt so, als feuerten sie den Fahrer an. Gekonnt holt dieser mit dem Greifer aus, lässt den Ball im richtigen Moment los – der fliegt über den Bauzaun direkt in die offenen Arme einer Schülerin. Die Jugendlichen jubeln jetzt umso lauter, klatschen und strecken die Arme in die Luft.
Eine Lehrerin habe im richtigen Moment mit der Kamera draufgehalten, so Christoph Althammer, der das Bauunternehmen mit selbigem Namen führt. Dass das Video im Netz solch hohe Wellen schlägt, „damit hat man nicht rechnen können. Das ist schon cool“, sagt er.
Meine Fahrer haben’s drauf.Christoph Althammer, Betreiber Althammer Bau
Seine Mitarbeitenden führen derzeit die Abbrucharbeiten für die Baumaßnahme der Mittel- und Realschule Oberroning aus, die durch das Architekturbüro Schnabel + Partner geplant werden. Als der Fußball auf die Baustelle geflogen ist, seien die Schüler erst einmal erschrocken gewesen, erzählt Althammer.
Doch dann habe „alles zusammengepasst“: Die Fähigkeiten seines Baggerfahrers Safet (46), die Lehrerin, die filmte, und die Schüler, die sich freuten. „Es ist schön, die Kinder zu sehen, wie sie lachen“, sagt der Firmenchef und fügt hinzu: „Safet war der Star der Baustelle. Danach wurde er jeden Morgen von den Schülern begrüßt. Das war ihm schon fast zuwider. Aber er ist ein ganz netter Kerl, ein total kinderlieber Mensch. Er hat selbst Zwillinge.“
Scheiß die Wand an, der hat das Gerät voll im Griff.Instagram-Nutzer in einem Kommentar unter dem Video
Nicht nur von den Oberroninger Schülern wird Safet gefeiert, auch den Instagram-Nutzern gefällt, was sie da sehen. Unter dem Video sind Kommentare zu lesen wie „Schöne Geste vom Baggerfahrer“, „Ein Baggerführer, der mit seinem Greifer einen Fußball greift und ihn vorsichtig über den Zaun zu einer Gruppe Schülern wirft – eine kleine Aktion, die allen Freude bereitet hat“ oder „Cleanerer Einwurf als von manchen Profifußballern“.

Ein anderer Nutzer schreibt: „Scheiß die Wand an, der hat das Gerät voll im Griff“, und wieder ein anderer denkt dabei gleich an die Zukunft, indem er kommentiert: „Und ich wette, einer der Jungs wird sich später für den Beruf interessieren-> gut gemacht“.
Wie schwer ist das für einen erfahrenen Baggerfahrer?
Nun stellt sich natürlich die Frage, wie leicht oder schwer es denn tatsächlich für einen erfahrenen Baggerfahrer wie Safet ist, einen Fußball mit dem Greifer aufzuheben. „Das ist nicht so einfach, da brauchst’ schon Gefühl. So ein Bagger ist ein 38 Tonnen schweres Gerät. Wenn man mit dem 2,5 Tonnen schweren Greifer zu fest zusammendrückt, dann platzt der Fußball mit seinen 400 bis 450 Gramm“, sagt Christoph Althammer, der im Telefongespräch durchklingen lässt, dass er ziemlich stolz auf sein Team ist. „Meine Fahrer haben’s drauf“, so Althammer. Auch über Safet selbst findet er nur lobende Worte: „Es zeugt von Klasse, dass er das gut kann.“
Dass Safet ein „ganz guter Fahrer ist“, wie Althammer sagt, ist jetzt nicht mehr nur innerhalb seiner Firma bekannt, es wissen nun auch mehr als 1,6 Millionen Menschen.