Smash Burger statt Balkan-Küche: Familie steigt in Schwandorf auf neue Geschäftsidee um

Von Clara Lietzmann · 19. März 2026 um 05:00

Am 20. März beginnt in der Naabuferstraße 3c in Schwandorf eine neue kulinarische Ära: Anstatt kosovarischer Traditionsküche wird es hier Smash Burger geben. Aufgrund einer Verletzung am Arm beendete Betreiber Arber Krrakaj frühzeitig den Betrieb seines Restaurants Balkan Grill. Gemeinsam mit seinen Kindern steigt er stattdessen in einen aktuellen Food-Trend ein.

Video ansehen

Seit Sommer 2024 betrieb Inhaber Arber Krrakaj gemeinsam mit seiner Frau das Restaurant Balkan Grill, während er zugleich berufstätig war. Das sei einige Zeit gut gegangen, da er am Wochenende frei und unter der Woche Frühschichten gehabt hätte, erklärt der Kosovare. Mit einem Jobwechsel allerdings seien die Schichten immer komplizierter und weniger planbar geworden. Ende Februar kam zuletzt auch noch ein Arbeitsunfall hinzu, bei dem er sich leicht am Arm verletzte: Der Balkan Grill musste vorübergehend schließen.

Krrakaj nutzte diesen Anlass, um einen Neuanfang zu wagen, der ursprünglich erst im Sommer geplant war: die Übergabe des Ladens in die Hände seiner Kinder mit einem neuen und jugendlichen Konzept. „Das ist jetzt eigentlich deren Laden, ich bin nur noch der Geschäftsführer, dessen Name darauf steht“, sagt Krrakaj stolz. Die Idee zu dem neuen Angebot kam von seinem 13-jährigen Sohn Aulon: Dieser hatte auf Social Media den Trend um die sogenannten Smash Burger verfolgt und das Geschäftspotenzial erkannt. Die Besonderheit: Die Rindfleisch Pattys werden nicht wie gewohnt gegrillt, sondern mit viel Kraft auf eine 250 Grad heiße Fläche „gesmasht“, was auf Deutsch so viel wie „zerschmettern“ heißt. Das Hackfleisch wird hierbei nicht vorgeformt, sondern als Kugel auf der Platte flachgedrückt.

Inhaber überlässt seinen Kindern das Zepter

Obwohl er das Essen aus der Heimat liebe, habe er seinem Vater dann den Vorschlag gemacht, erzählt Aulon. Auch die Geschwister Ardi (18) und Adea (21) seien sofort überzeugt gewesen. „Wenn man mit den Freunden unterwegs ist und etwas richtig Leckeres essen will, dann muss man ja immer in die nächste große Stadt fahren“, erklärt Bruder Ardi. In Schwandorf würde es an einem guten Burger für junge Leute bisher mangeln.

Mit der Zustimmung des Vaters machten sich die drei Geschwister an die Vorbereitung: Sie entwarfen ein neues Logo und dekorierten das Geschäft mit grüner Wandfarbe und neuen Leuchtmitteln. Gemeinsam mit dem Vater in der Küche arbeiten wird ab jetzt vor allem der 18-jährige Ardi. Er geht in die 12. Klasse der Fachoberschule und spielt beim SV Schwandorf-Ettmannsdorf Fußball. „Wenn es um meine Familie geht, helfe ich immer gerne“, sagt der 18-Jährige.

Vater Arber Krrakaj besorgte ein Hackfleisch-Rezept von einem Freund aus Amerika, das er gemeinsam mit seinen Kindern perfektioniert habe, wie er erzählt. Auf der Speisekarte stehen nun verschiedene Smash-Burger-Optionen und reguläre Pommes sowie Süßkartoffelpommes. Eine besondere Spezialität des Hauses ist das Pida Smash, das Krrakaj selbst entwickelt hat.