Bald Saisonstart am Steinberger See: So laufen die Vorbereitungen

Die Sonne kommt wieder heraus, und die Menschen zieht es allmählich nach draußen. Der Steinberger See ist wie jedes Jahr ein beliebtes Ausflugsziel. So bereiten sich die lokalen Anbieter auf die Besucher vor.
MovinGround hofft auf viele Schulklassen
Im Seeabenteuerpark MovinGround laufen die Arbeiten auf Hochtouren: Das Wetter sei dieses Jahr toll und die Kinder schon ungeduldig, erzählt Vereinsmitgründer und Geschäftsführer Dietrich Schmidt. Daher ziehe man den Saisonstart vor, pünktlich zum Ferienbeginn auf den 28. März. Trotz vieler – hauptsächlich ehrenamtlicher – Helfer, würde der Aufbau aber noch bis in die Ferien hinein dauern. Hier ist jeder zum Mitmachen eingeladen: Wenn sie wollten, dürften sogar die Kinder helfen.
Unter den vielen Angeboten im MovinGround gibt es ein Projekt, das Schmidt besonders am Herzen liegt: die Ferienfreizeit für Schulklassen. Acht Jahre lang habe er dieses Programm hochgezogen, erzählt der engagierte Vereinsgründer. Die Resonanz sei toll gewesen, die Jugendlichen hätten ihre Smartphones glatt vergessen vor lauter Spaß an Aktivitäten wie Floßbauen, Drachenbootrennen und Klettern.
Dennoch fehle es nun an Anmeldungen. Ein Grund dafür sind laut Schmidt die gestiegenen Fahrtkosten: Eine Busreise könne heute mitunter mehr kosten als die ganze Woche am See. Er hofft daher, dass mehr Lehrer aus der Region das Angebot für sich entdecken.
Mit dem Segway kann jeder die Natur erleben
„Die Leute rufen bei mir an, wenn ihnen im Garten langweilig geworden ist“, erklärt der „Segway Peter“ Peter Uhl. Mit dem elektrisch angetriebenen Stehroller bewegt man sich wie von ganz allein durch die Landschaft und umrundet unter Führung von Uhl den See. Viele seien dann erstaunt, wie schön sie es eigentlich in der heimatlichen Natur hätten, erzählt er.
Viele Leute wissen gar nicht mehr, wie schön sie es hier haben.Peter Uhl, Segway Tourguide
Ursprünglich sei die Technologie für Rollstühle entwickelt worden. Später habe sich der Segway als vorrangig touristisch genutztes Fahrzeug verbreitet. Dabei könne das Segway Fahren gerade für jene, die wenig sportliche Kapazität hätten, ein besonderes Erlebnis sein, findet der Tourguide: „Jeder, der laufen und stehen kann, schafft es auch mit dem Segway.“
Sommerliche Trendsportarten starten schon bald
Am 21. März startet die Wassersportsaison im WildWakePark. Die Minigolfanlage hat Freitag bis Sonntag bereits geöffnet. In dem Erlebnispark kann man moderne Wassersportarten ausprobieren: Neben dem Wakeboarding und Stand-Up-Paddling (SUP) kam im vorigen Jahr noch eine neue Trendsportart hinzu: das Foiling. Ein Foiling-Board ist ein spezielles Wassersportbrett, das mit Hilfe einer unten angebrachten Tragfläche über der Wasseroberfläche abheben kann.
Das kam im vorigen Jahr gut an, sagt Geschäftsführer Steffen Wild. Deshalb wolle man heuer noch mehr Foiling-Sessions anbieten. Außerdem wird heuer ein lang gehegter Wunsch der Wakeboard-Fans erfüllt: die Verlängerung des Rücklaufstegs, damit die Gäste komfortabel wieder an Land kommen.

Mit der Klangschale auf dem Wasser meditieren
Einfach einmal treiben lassen darf man sich dieses Jahr bei der Wassersportschule 4 Sailors von Irene Hirsch. Schon seit Jahren bietet sie Yoga-Kurse auf dem SUP-Board an. Nun hat sie eine neue Zusatzausbildung gemacht: Klangschalenmeditation auf dem Wasser. Dabei sollen sich die Teilnehmer zwischen den Paddelabschnitten mit Hilfe von fernöstlichen Klangschalen entspannen. Zu ihrem Standardrepertoire gehört weiterhin wie immer das Windsurfen.
An einen frühen Saisonstart denkt Irene Hirsch trotz des schönen Wetters nicht. Im vergangenen Jahr öffnete sie schon im März und fand dies zu früh: „Bei uns in der Oberpfalz sind die Leute sehr kälteempfindlich“, erklärt die gelernte Leistungssporttrainerin. So wird es dieses Jahr erst am 18. Juni so weit sein. Hirsch erwartet einen intensiven Sommer mit vielen Sonnentagen.
Erlebnisholzkugel will ihre Bekanntheit steigern
In der Saison 2026 möchten die Betreiber der Erlebnisholzkugel unter anderem ihren Ruf als Eventlocation ausbauen. Bei einem neuen Veranstaltungsformat sollen Newcomerbands auftreten und die Chance auf einen Marketing-Deal erhalten. In der ebenfalls neuen Eventlocation Panorama Seenland sollen außerdem ein monatlicher Sonntagsbrunch sowie Veranstaltungen, Tagungen und Feiern stattfinden.
Die Ausstrahlung und Bekanntheit der Holzkugel in der Region seien bereits hoch, findet Geschäftsführer Tom Zeller. Entspannen möchte er sich trotzdem nicht: Neben den Events sollen auch der Klettergarten, das Freizeitangebot sowie die Gastronomie weiter ausgebaut werden.

Draufgänger kommen im Bike Park auf ihre Kosten
Wem das Radeln auf den Radwegen zu brav ist, kann am Steinberger See auf das Mountain Bike oder BMX-Rad umsteigen und seine Fähigkeiten im Bike Park erproben. Die Anlage sei vielseitig und für alle Levels geeignet, sagt Vincent Hemelaar, der sie erst 2025 mit seiner Partnerin übernahm.
Die Jugendlichen aus dem Ort kämen regelmäßig, erzählt er. Die würden dann sogar mal brav auf der Terrasse seiner benachbarten Hamburgerei die Hausaufgaben machen. Gerne würde er noch mehr Personen mit Events für das Mountainbiken begeistern. Er weiß aber nicht, ob ihm aktuell die Zeit dafür bleibt. So oder so ist der Bike Park eine beliebter Tipp für Radbegeisterte aus der Region