Daten der Stadt lüften das Geheimnis: So lebt der typische Regensburger

Nördlichste Stadt Italiens. Südlichste Stadt der Oberpfalz. Donau. Dom. Das alles ist über Regensburg bekannt. Doch welche Menschen leben hier eigentlich? Was arbeiten sie? Wo wohnen sie? Wie viele Autos fahren sie? Fragen, auf die es einzig und allein bei der Abteilung für Statistik der Regensburger Stadtverwaltung Antworten gibt – und die Mittelbayerische Zeitung hat sie bekommen.
Zum Ende des Jahres 2025 hatte Regensburg exakt 179.329 Einwohner. Und beim Geschlechterverhältnis liegt die Stadt mit einem kleinen aber doch entscheidenden Vorsprung letztlich eindeutig in der Hand der Frauen. 91.098 Einwohner und damit 50,8 Prozent waren im vergangenen Jahr weiblich. Eine Quote, die auch 2024 mit damals 50,7 Prozent bereits schon fast erreicht worden war.
Der Altersdurchschnitt blieb zuletzt konstant
Der typische Regensburger ist also Frau. Und wie alt? Bei dieser Frage gibt es quasi einen runden Geburtstag zu feiern. Der Altersdurchschnitt in Regensburg liegt nämlich seit 2024 konstant bei 40 Jahren. Und die Mehrheit davon ist unverheiratet. 2024 waren 53 Prozent der Regensburger als ledig gelistet, 2025 stieg der Anteil sogar noch leicht auf 53,2 Prozent an.
Exakt 90.509 Regensburger, also etwa 50 Prozent, gaben zuletzt an, konfessionslos zu sein. Im Vergleich zu 2024 stieg die Quote hier sogar noch leicht an, damals lag sie bei 49 Prozent. Die deutsche Staatsbürgerschaft hatten 2025 derweil 143.945 Regensburger, also 80,3 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 79,6 Prozent gewesen.
Das Regensburger Stadtgebiet ist in 18 Bezirke eingeteilt. Diesen eilt allen ein ganz individueller Ruf voraus. Der Osten etwa gilt als aufstrebend, der Norden als familiär. Das bevölkerungsreichste Viertel in Regensburg ist aber eindeutig der Westen. Hier leben mehr als 31.000 Menschen, also mehr als 17 Prozent der gesamten Stadtbevölkerung.
Der Regensburger lebt offenbar gern allein
Und auch im Westen gilt eine Faustregel: Die am meisten gelebte Wohnform ist in Regensburg der Ein-Personen-Haushalt. In den Datenspeichern der Regensburger Stadtverwaltung sind aber noch viele weitere Informationen zu finden, die darauf hinweisen, was den typischen Regensburger ausmacht. Zum Beispiel waren in Regensburg zum Stichtag 31. Dezember 2024 83.823 Autos registriert, in privater Nutzung davon 64.851. Über den Daumen gepeilt ergibt dies die Faustregel, dass die Minderheit, also nur etwa jeder dritte Regensburger ein Auto hat.
Der Wissens- und Unterhaltungsdurst der Regensburger scheint derweil immens. Im Jahr 2024 wurden nämlich bei der Stadtbücherei mehr als eine Million Medien ausgeliehen – und hoffentlich auch wieder zurückgebracht. Ungeachtet der leichten Unschärfe bei der Berechnung, da ein kleiner Teil der Ausleiher auch Nicht-Regensburger sind, kommt jeder Bürger der Stadt im Schnitt so etwa auf fünf Medien pro Jahr. Bei der Freizeitbeschäftigung gibt es in Sachen Wasserspaß derweil offensichtlich eine klare Präferenz. Und zwar: wenn schon, dann aber richtig. Bei den Schwimmbädern hatte im Jahr 2024 das Wöhrdbad mit 88.567 Besuchern nämlich deutlich weniger Zulauf als das große Westbad mit 533.064 Besuchern. Womit der Regensburger das Prunkstück unter den Bädern durchschnittlich etwa dreimal pro Jahr besucht. Und, kommt das bei Ihnen auch hin?
Wie heißt der typische Regensburger?
Nicht zuletzt einige Beschicker der Mai- und Herbst-Dult dürfte außerdem interessieren, wie der typische Regensburger eigentlich heißt. Schließlich werden dort etliche Lebkuchenherzen mit Schriftzug verkauft, die dann textlich maßgeschneidert angeboten werden könnten. Das Ergebnis: Bei den Mädchen erhielten Babys, die in den vergangenen fünf Jahren in Regensburger Kliniken auf die Welt kamen am häufigsten diese vier Namen: Anna, Lea, Sophia und Emma. Bei den Jungen waren es Maximilian, Lukas und Felix.
Am Ende ist dann wohl nur noch eine Frage offen: Wie und wo lassen sich die Regensburger eigentlich bestatten? Klare Antwort: In der weit überwiegenden Zahl, und zwar zu 80 Prozent, im Rahmen einer Feuerbestattung. Und der hier am häufigsten genutzte Friedhof ist mit 70 Prozent der auf dem Dreifaltigkeitsberg.