Fast ein Jahr nach Unglück: Tedi bereitet nach Dach-Einsturz Wiederöffnung in Roding vor

Es sind gute Nachrichten, die Stefan Fichtl am Mittwochvormittag in einem Pressegespräch verkünden konnte: Als Eigentümer des Geländes an der Schulstraße in Roding im Landkreis Cham, auf dem sich die Tedi-Filiale befindet, teilte er mit, dass das Geschäft ab Mitte April wieder öffnen wird. Damit gelingt die Wiedereröffnung kurz vor dem Jahrestag des Teileinsturzes des Filialdachs am 30. April 2025.
Auf einen konkreten Termin will sich Stefan Fichtl noch nicht festlegen, da noch einige Arbeiten anstehen. Fest steht jedoch: Ab Montag, 23. März, übernimmt Tedi die Filiale wieder. Dann beginnen Mitarbeiter des Unternehmens im Inneren mit dem Verlegen eines neuen Bodens, bauen die Regale Schritt für Schritt wieder auf und starten anschließend mit dem Einräumen der Ware.
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Bereits vor wenigen Wochen bestätigte die Pressestelle des deutschlandweit agierenden Nonfood-Händlers, dass man nach der Beinahe-Katastrophe weiter am Standort Roding festhalten wolle. Tedi ist laut Unternehmensangaben seit Ende August 2020 in der Schulstraße 26 in Roding vertreten. Zuvor beherbergte der Komplex jahrelang eine Lidl-Filiale. Später nutzte Edeka die Räume. Alle Mitarbeitenden der Rodinger Filiale werden laut Presseinformation seit der Schließung zwischenzeitlich in den umliegenden Filialen weiterbeschäftigt. In wenigen Wochen können sie wieder an ihren angestammten Arbeitsplatz zurückkehren.
Gebäude-Eigentümer Stefan Fichtl nutzte das Gespräch am Mittwoch auch, um der Johann Feldbauer GmbH für die bislang „hervorragende Arbeit“ zu danken. Die Rodinger Baufirma fungierte beim Wiederaufbau als Generalunternehmen. Für die Rodinger endet damit nach fast einem Jahr die Zeit, in der sie zum Einkaufen in die nächstgelegenen Tedi-Märkte nach Cham oder Falkenstein ausweichen mussten.
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Ein Rückblick: Am Nachmittag des 30. April 2025 gegen 15 Uhr gab das Dach der Filiale auf einer Länge von rund 20 Metern plötzlich nach und sackte ab. Alexander Tag, Kommandant der Freiwillige Feuerwehr Roding und Einsatzleiter, erklärte unmittelbar nach dem Ereignis: „Das Dach ist auf einer Fläche von 20 Mal 20 Metern teilweise eingestürzt. Alle Menschen konnten sich ins Freie retten, am Ende musste eine Person vom Rettungsdienst versorgt werden, die leichte Verletzungen davontrug.“
20 Personen waren damals im Gebäude
Zum Unglückszeitpunkt befanden sich 20 Personen im Inneren des Gebäudes. Auch Bürgermeisterin Alexandra Riedl, die damals direkt zum Unglücksort eilte, ließ wissen: „Ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist, nicht auszudenken, wenn das Dach gleich eingestürzt wäre.“
Ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist, nicht auszudenken, wenn das Dach gleich eingestürzt wäre.Rodings Bürgermeister Alexandra Riedl zum Unglückszeitpunkt
Dass nun mit dem Wiedereröffnungstermin Mitte April ein Ende des Ganzen in Sicht ist, freut Stefan Fichtl: „Ich kann nur allen beteiligten Firmen meinen Dank aussprechen. Die haben schnell und sauber gearbeitet.“ Zugleich betonte er noch einmal, wie froh er darüber ist, dass es nur bei einem Sachschaden geblieben ist: „Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn das Dach direkt abgestürzt wäre“.
Zunächst wurde das Gebäude nach dem Unglückstag durch die Polizei gesperrt, ehe es freigegeben wurde. Anschließend ging die Arbeit auch für Eigentümer Fichtl los.
Filial ist technisch nun auf neuestem Stand der Dinge
Was genau letztlich zum Einsturz führte und wie hoch der entstandene Sachschaden ist, dazu will sich Stefan Fichtl öffentlich nicht äußern. Er verweist auf das laufende Verfahren.
Bis der heutige Stand erreicht war, waren jedoch zahlreiche Arbeiten nötig. So sagt Fichtl: „Der eingebrochene Teil wurde neu gemacht und auch der Altbestand wurde überprüft und auf den statisch und technisch neuen Stand der heutigen Zeit gebracht.“ Vor allem die Schneelasten im Winter hätten sich in den vergangenen Jahren verändert, so Fichtl.