Langes Warten hat bald ein Ende: Roding bekommt wieder einen Edeka

Sechs Jahres ist es her, als der Edeka-Markt in der Schulstraße seine Pforten schloss – seitdem ist der Wunsch vieler Rodinger nach einer Rückkehr des Lebensmittel-Händlers groß, zumal in einigen umliegenden Orten Filialen gebaut wurden.
Kurz vor Weihnachten geht dieser Wunsch nun in Erfüllung: Am Mußkönig auf der Fläche der ehemaligen Firma Ritz-Astro wird eine große Filiale des Vollsortimenters entstehen, gleichzeitig auch ein Müller-Drogeriemarkt sowie eine Netto-Filiale, verkündete Bürgermeisterin Alexandra Riedl am Donnerstag die frohe Botschaft.
Betrieben werden wird der neue Edeka-Markt vom gebürtigen Rodinger Daniel Pirzer, für ihn ist es bereits der zehnte Standort, der letzte wurde vor einem Jahr in Walderbach eröffnet. Insgesamt beschäftigt er mittlerweile etwa 400 Mitarbeiter. Auch die Verwaltung wird nach Roding ziehen, gab Pirzer bekannt, was die Stadt zusätzlich freue, wie Riedl betonte.
18 Millionen Euro Investition
Etwa 18 Millionen Euro investiert der Grundstücksinhaber inklusive Inventar am neuen Standort. Es sei immer ein Ziel gewesen, nach Roding zu kommen, sagte der selbstständige Einzelhändler, der am Haibierl aufgewachsen ist, „es ist für mich deshalb auch ein Nach-Hause-Kommen“.
Das neue Einkaufszentrum entsteht auf dem rund 14 000 Quadratmeter großen ehemaligen Gelände der Firma Ritz-Astro im Osten der Stadt in der Nähe der Stadthalle und der Städtischen Betriebe. Der Edeka-Markt wird inklusive Backshop/Cafe eine Verkaufsfläche von etwa 2400 Quadratmetern Verkaufsfläche aufweisen, für Müller sind 1200 und für Netto 1000 Quadratmeter vorgesehen.
Fertigstellung im Mai 2027
Im Moment läuft der Abbruch der Industriebrache, bis Ende Februar soll dieser abgeschlossen sein, erläuterte Hans Feldbauer. Vom Abriss bis zur Fertigstellung, die im Mai 2027 geplant ist, wird die Maßnahme von der Firma Feldbauer abgewickelt, die mit Pirzer auch schon bei den Märkten in Walderbach und Beratzhausen zusammengearbeitet hat, was bestens funktioniert habe, wie beide Seiten unterstrichen.
Hans Feldbauer lobte in diesem Zusammenhang auch die Zusammenarbeit mit Bürgermeisterin Riedl und der Bauverwaltung der Stadt, insbesondere mit Winfried Maier und Philipp Demel, die bei den vielen Änderungen der Bebauungspläne, die nötig waren, stets hilfreich zur Seite gestanden hätten.
Das ist ein super Gesamtkonzept und ein echter Mehrwert für die Bürger.“Bürgermeisterin Alexandra Riedl
2020 schloss die Edeka-Filiale in der Schulstraße ihre Pforten, zuvor war der Vollsortimenter in der Schellererstraße zu finden. Seit dem Weggang vor sechs Jahren habe sich die Stadt bemüht, Edeka wieder nach Roding zu bringen, was alles andere als einfach gewesen sei, blickte Riedl zurück. So gab es bereits einmal fertige Pläne am Mußkönig, auch die Kagerstraße war als Standort im Gespräch, wurde dann aber von der Regierung der Oberpfalz abgelehnt. Nun sei aber eine tolle Lösung gefunden worden, freut sich die Rathaus-Chefin, insbesondere, da mit dem Drogeriemarkt Müller und einer neuen Netto-Filiale noch zwei weitere Anbieter auf dem Areal zu finden sein werden, „das ist ein super Gesamtkonzept und ein echter Mehrwert für die Bürger.“ Die Rodinger Bürger müssten nun bald nicht mehr in benachbarte Ortschaften fahren, wenn sie bei Edeka zum Einkaufen gehen möchten.
Betreiber ist Wunschlösung
Außerdem sei auch der Wunsch erfüllt worden, dass ein Kaufmann den Markt betreibe. Mit dem Rodinger Pirzer, der schon viel Erfahrung mit seinen anderen Edeka-Märkten mitbringe, sei auch hier die Wunschlösung realisiert, so die Rathaus-Chefin.
Auch im städtischen Bauausschuss war das Großprojekt in der Sitzung am Donnerstagnachmittag Thema, das gemeindliche Einvernehmen wurde einmütig erteilt. Die Vorgaben des Bebauungsplans würden eingehalten, sagte Philipp Demel vom Bauamt. „Es ist gut, dass der Edeka kommt“, meinte Ulrich Kraus, auch wenn ihm die Dimensionen zu groß sind.
Bauausschuss in Kürze
Ortsstraßen in Neubäu und MItterdorf gewidmet: Öffentlich gewidmet wurden vier Ortsstraßen im Neubaugebiet Neubäu-West. Sie erhalten die Namen Fürstenbergstraße, Peter-Lohr-Weg, Bürgermeister-Fuchs-Straße sowie Schottstraße. Auch die Steinbugl-Straße im Ortsteil Mitterdorf wurde öffentlich gewidmet, ebenso die bereits hergestellte Straße Simmerlberg.
Einvernehmen für Bauvoranfrage: Das Einvernehmen der Gemeinde wurde der Bauvoranfrage für die Errichtung von Dachgauben und des Ausbaus einer zweiten Wohneinheit im Dachgeschoss eines bestehenden Einfamilienhauses Am Hochacker im Ortsteil Strahlfeld erteilt.
Behinderten-Parkplatz am Paradeplatz: Zurückgestellt wurde ein Antrag auf die Errichtung eines Behinderten-Parkplatzes am Paradeplatz. Bürgermeisterin Alexandra Riedl möchte erst noch einmal das Gespräch mit dem Antragsteller suchen.
Hallenbad zu kalt: Richard Seidl sagte, ihn hätten mehrere Beschwerden erreicht, dass das Wasser im wiedereröffneten Hallenbad zu kalt sei. Bürgermeisterin Alexandra Riedl bestätigte dies, auch das Gebäude selbst sei nicht warm genug. Dies sei an das zuständige Landratsamt Cham weitergereicht worden, so die Rathaus-Chefin.