Knapp an der Katastrophe vorbei: Tedi-Filiale in Roding nach Teileinsturz evakuiert

Von Thomas Mühlbauer · 30. April 2025 um 18:52

Schock in Roding: Am Mittwoch um 15.15 Uhr löste die Integrierte Leitstelle in Regensburg einen Großalarm aus. Der Grund: In der Tedi-Filiale war das Dach des Marktes teilweise eingestürzt. Von zehn bis 15 Verletzten war zunächst die Rede. Dies bewahrheite sich aber für die vielen Rettungskräfte vor Ort in der Schulstraße nicht, nur eine Person musste versorgt werden. Wie es mit dem einsturzgefährdeten Gebäude weitergeht, steht noch nicht fest.

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Wie Alexander Tag von der Feuerwehr in einer ersten Stellungnahme mitteilte, ist das Dach auf einer Fläche von 20 Mal 20 Metern teilweise eingestürzt. Alle Menschen konnten sich ins Freie retten, am Ende musste eine Person vom Rettungsdienst versorgt werden, die leichte Verletzungen davontrug.

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Bürgermeisterin Alexandra Riedl wurde ebenfalls über den Einsatz in der Stadtmitte informiert und eilte zum Einsatzort. In einer ersten Reaktion sagte sie: „Ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist, nicht auszudenken, wenn das Dach gleich eingestürzt wäre.“ Sie äußerte weiter ihren Dank, dass das Zusammenspiel der Blaulichtorganisationen wieder so hervorragend klappte.

Ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist.

Bürgermeisterin Alexandra Riedl

Bernhard Hager, Erster Polizeihauptkommissar und Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Roding sagte vor Ort, dass mit der Staatsanwaltschaft in Regensburg abgeklärt wird, ob diese einen Gutachter einschaltet. Danach richtet sich das weitere Vorgehen vonseiten der Polizei. „Bei so einer Dimension könnte eine Baugefährdung vorliegen“, so Hager weiter.

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Mit Hilfe der Drohne und der Drehleiter der Rodinger Feuerwehr fertigte die Polizei Fotos an. Hager teilte weiter mit: „So eine Dimension habe ich noch nicht gesehen, aber wir werden das auch lösen.“ Als erste Maßnahme wurde eine großflächige Absperrung rund um das Gebäude vorgenommen.

Gebäude ist einsturzgefährdet

Gebäude einsturzgefährdet Das THW Roding rückte ebenfalls zum Einsatzort aus, Fachberater Thomas Muck sagte gegenüber unserer Zeitung: „Das Gebäude ist stark einsturzgefährdet.“ Das THW war mit 15 Einsatzkräften aus dem Ortsverband von Roding vor Ort, zudem wurden mehrere Spezialeinheiten angefordert, unter anderem die „Leader Bergegruppe“ des THW-Ortsverbandes aus Amberg, die ein spezielles Lasersystem für einsturzgefährdete Gebäude besitzt. Außerdem wurde der Baufachberater des THW-Ortsverbandes aus Laaber angefordert. Muck sagte dazu: „Das sind ausgebildete Ingenieure für einsturzgefährdete Gebäude.“ Diese werden nun entscheiden, wie es mit dem Gebäude und vor Ort in Roding weitergeht. Doch Muck machte deutlich: „Das Gebäude ist stark einsturzgefährdet, man hört auch noch ganz deutlich, wie es arbeitet.“ So war immer wieder ein Krachen zu vernehmen. Muck rechnete mit einem Einsatz bis weit in die Nachtstunden hinein.

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Von Seiten der Stadt Roding wird ein Bauzaun besorgt, so dass der Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt werden kann. Über die Schadenshöhe ist aktuell noch nichts bekannt, diese wird aber sicherlich weit im sechsstelligen Bereich liegen.

Sämtliche Retter im Einsatz

Die Feuerwehren aus Roding, Altenkreith, Mitterdorf und Ziehring rückten aus. Das Bayerische Rote Kreuz war mit zehn Rettungswägen, drei Notärzten, fünf Schnelleinsatzgruppen Transport, der Sanitätseinsatzleitung und der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung vor Ort. Den Einsatz koordinierte von Seiten der Feuerwehr Einsatzleiter Alexander Tag (Kommandant Feuerwehr Roding). Beim BRK rückten Rettungsdienstleiter Dominik Lommer und Einsatzleiter Rettungsdienst Tobias Muhr mit aus. Von Seiten der Führungskräfte der Feuerwehr waren Kreisbrandinspektor Norbert Mezei und Kreisbrandmeister Hubert Hofweber vor Ort.