Nach Dacheinsturz: Tedi-Gebäude in Roding bleibt bis auf Weiteres gesperrt

Der Tedi-Markt in der Schulstraße in Roding (Landkreis Cham) wird nach dem Teileinsturz des Daches für längere Zeit geschlossen bleiben. Wie es mit dem einsturzgefährdeten Gebäude weitergeht, steht noch nicht fest, wie Eigentümer Stefan Fichtl auf Nachfrage sagte. Am Montag machte sich ein Gutachter ein Bild von der Lage. Von seinen Erkenntnissen hängt maßgeblich das weitere Vorgehen ab.
Einen Großeinsatz der Rettungskräfte hatte der Teileinsturz des Daches der Tedi-Filiale am Freitagnachmittag ausgelöst. Der Eigentümer des Gebäudes und des gesamten Areals, Stefan Fichtl, der direkt neben dem Tedi-Markt seinen Getränkeabholmarkt betreibt, sagt im Gespräch mit unserer Zeitung: „Die Filialleiterin kam raus und sagte nur, die Decke kommt runter.“
Die Filialleiterin kam raus und sagte nur, die Decke kommt runter.
Stefan Fichtl
Und der Blick von Fichtl in Richtung der Rückseite des Gebäudes bestätigte dies. Die Dachkonstruktion war schon stark abgesackt.
Es hätte schlimmer ausgehen können
Was Bürgermeisterin Alexandra Riedl schon am Mittwoch betonte, wiederholt Fichtl noch einmal mit Nachdruck: „Gott sei Dank sind alle rausgekommen und es blieb bei einer leicht verletzten Person.“ Nicht auszudenken, was passiert wäre, wäre die Dachkonstruktion in einem Satz eingestürzt und zu Boden gekracht. So konnten sich alle zwölf im Gebäude befindlichen Personen ins Freie retten. Eine Frau wurde mit leichten Verletzungen behandelt und ins Krankenhaus transportiert.

Die Frage, wie es nun weitergeht, kann Fichtl noch nicht beantworten. Das Gebäude wurde am Mittwochabend von der Polizei versiegelt, so dass es nicht betreten werden darf. Noch bis in die Nachtstunden hinein haben THW-Kräfte in Teilen ein Notdach installiert. Trotzdem sei witterungsbedingt am Wochenende wohl Regen eingedrungen, denkt Fichtl.
Wie lange es in Roding keinen Tedi-Markt geben wird, kann noch nicht beantwortet werden. Doch schon auf den ersten Blick ist erkennbar, dass dies sicher längere Zeit dauern könnte.
Die Frage, wie es nun weitergeht, beantwortete die Polizeiinspektion Roding auf Anfrage von unserer Zeitung: „Das Gebäude ist aktuell versiegelt.“ Den Grund erklärt die Polizei so: „Durch die Staatsanwaltschaft in Regensburg wurde ein Gutachter angefordert, und bevor dieser nicht vor Ort war, um sich ein Bild vom Schaden zu machen, bleibt das Gebäude versiegelt.“ Am Montag machte sich ein Gutachter ein Bild von der Schadenslage, auf seine Erkenntnisse wird nun gewartet.
Bauzaun ist aufgestellt
Suche nach UrsacheSchon in einer ersten Schätzung direkt nach dem Unglück ging das Technische Hilfswerk (THW) mit Fachberater Thomas Muck davon aus, dass das Gebäude stark einsturzgefährdet ist. Die Polizei bestätigt diesen Eindruck auf Nachfrage. Aktuell ist um den gesamten Gebäudekomplex ein Bauzaun aufgestellt.
Während in der Stadt bereits fleißig darüber gemutmaßt wird, was die Ursache gewesen sein könnte, die zum Teileinsturz der Konstruktion führte, will sich die Polizei an solchen Spekulationen nicht beteiligen und sagt offiziell dazu: „Die Unglücksursache ist aktuell Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen und Stand jetzt noch unbekannt. Näheres kann man erst dazu sagen, wenn der Gutachter sich die Sache vor Ort angeschaut hat.“
Die Schadenssumme dürfte sich indes laut Polizei wohl im sechsstelligen Bereich bewegen.
• Feuerwehren: Beim Dacheinsturz am Mittwoch im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Roding, Mitterdorf und Ziehring im Einsatz. Die Einsatzleitung oblag vor Ort Rodings Kommandant Alexander Tag. Unterstützt wurde er von Kreisbrandinspektor Norbert Mezei sowie Kreisbrandmeister Hubert Hofweber.
Rettungskräfte im Einsatz
• Feuerwehren: Beim Dacheinsturz am Mittwoch im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Roding, Mitterdorf und Ziehring im Einsatz. Die Einsatzleitung oblag vor Ort Rodings Kommandant Alexander Tag. Unterstützt wurde er von Kreisbrandinspektor Norbert Mezei sowie Kreisbrandmeister Hubert Hofweber.
• Weitere Kräfte: Weiter am Einsatz beteiligt war das Technische Hilfswerk mit weiteren Spezialeinheiten aus Amberg und Laaber. Das Bayerische Rote Kreuz war mit zahlreichen Einsatzmitteln vor Ort. Koordiniert wurden diese von Rettungsdienstleiter Dominik Lommer und Rettungsdienst-Einsatzleiter Tobias Muhr.