Wahlergebnis für Regensburg liegt jetzt vor – Der oberste Wächter erklärt die Panne

Alles in trockenen Tüchern: Nach einer kleinen Panne bei der Auszählung liegen nun alle Ergebnisse der Kommunalwahl in Regensburg vor. „Wir mussten einen Stimmbezirk neu auswerten“, sagt Christopher Dirrigl. Auch bei der Briefwahl kam es zu einem kleinen Problem. Trotzdem zeigt sich der Wahlamtsleiter höchst zufrieden damit, wie alles gelaufen ist. Nun richtet sich sein Fokus auf die Stichwahl.
In Stimmbezirk 69 – Wahllokal Von-Müller-Gymnasium, wo auch Stichwahlkandidat Thomas Burger (SPD) am Sonntag sein Kreuz gemacht hatte – konnten am Montag die Stimmen nicht endgültig ausgezählt werden. Stadtsprecherin Juliane von Roenne-Styra zufolge lag das Problem beim Zusammenführen der Daten. An den freiwilligen Wahlhelfern habe es nicht gelegen, betont die Sprecherin. Ganz im Gegenteil: „Wir sind froh und dankbar um jeden, der in seiner Freizeit bei einer Wahl mitanpackt.“ Die Probleme hätten ausschließlich „technische Ursachen“ gehabt.
Wahl in Regensburg: „Wenn die Technik streikt, ist man machtlos“
Was damit genau gemeint ist, erklärt Dirrigl: „Die Stimmen der Stadtratswahl werden mit einem Barcode-Lesestift ausgelesen. Wenn alle Zettel erfasst sind, führen die Teams ihre Ergebnisse auf einem Stick zusammen.“ Das habe im Bezirk 69 am Sonntagabend nicht funktioniert. Auch die städtische EDV habe nicht helfen können.
Die Sticks seien daraufhin ins Wahlamt gebracht worden, sagt Dirrigl. „Sie konnten auch den ganzen Montag über nicht zum Laufen gebracht werden.“ Auch der Wahlamtsleiter betont: „Keinen vom Wahlvorstand trifft irgendeine Schuld.“ Das Team in Bezirk 69 habe sehr gute Arbeit geleistet und wäre auch super in der Zeit gelegen. „Aber wenn die Technik streikt, ist man machtlos.“
Kommunalwahl 2026: Alle Ergebnisse aus der Stadt Regensburg
Am Dienstag wurde der Bezirk noch einmal neu ausgewertet. „Wir haben alle Stimmzettel noch einmal selbst erfasst“, sagt Dirrigl. Um 9.16 Uhr waren die Daten schließlich übermittelt.
Ein Blick auf die Zahlen aus dem Wahllokal im Von-Müller-Gymnasium mit seinen acht Bezirken (64, 65, 69, 70, 72, 77, 78 und 79) offenbart ein paar kleine Überraschungen. Im Problem-Bezirk 69 sind die Grünen mit 23,7 Prozent vor der CSU (21,5 Prozent) die stärkste Kraft. In den übrigen Bezirken hatten fünfmal die Christsozialen die Nase vorn, ein weiteres Mal die Grünen und zweimal die AfD (in der Friedrich-Ebert-Straße sogar 36,8 Prozent stark). Die SPD um den ehemaligen VMG-Schüler Burger konnte keinen der Wahlbezirke für sich gewinnen – übrigens auch nicht bei der Oberbürgermeisterwahl.
Briefwahl-Ergebnisse aus Regensburger Bezirk händisch eingetragen
Nicht nur in Stimmbezirk 69 kam es zu technischen Problemen. Auch in einem Briefwahlbezirk lagen die Ergebnisse erst am Dienstag vor. „Da war es relativ ähnlich“, sagt Dirrigl. Zwar habe hier das Zusammenführen geklappt, nicht aber, den Stick im Wahlamt einzulesen. „Wir haben die Ergebnisse dann händisch eingetragen. Bei 700 Kandidaten dauert das eine ganze Weile.“
Dirrigls Fazit zum Hauptwahltag: „Es gab wirklich sehr wenige Probleme. Die Wahlhelfer haben hervorragende Arbeit geleistet.“ Das Ergebnis der OB-Wahl ist seit Dienstag amtlich, das der Stadtratswahl vorläufig amtlich. Jetzt läuft die Prüfung durch den Wahlausschuss.
Was auch läuft: die Vorbereitung auf die Stichwahl – und zwar auf Hochtouren, wie Dirrigl sagt. „Am Montag haben wir die Stimmzettel in Druck gegeben.“ Wenn sie ankommen, gehe es ans „Eintüteln“. Und der Stichwahltag selbst, der will auch noch organisiert werden.