Abschied vom Landratsamt Cham: Aschenbrenner und Dr. Schoierer gehen in Ruhestand

Von Josef Fischer · 8. März 2026 um 05:00

Dr. Reinhold Schoierer (l.), Chefveterinär am Landratsamt, wurde ebenfalls verabschiedet. - Foto: Josef Fischer

Landrat Franz Löffler verabschiedete am Freitagvormittag zwei langjährige, verdiente Mitarbeiter am Landratsamt in den wohlverdienten Ruhestand. Karl Heinz Aschenbrenner, Leiter Verbraucherschutz/Bau/Umwelt, und Dr. Reinhold Schoierer, Veterinäramtsleiter, erhielten als Dank für ihre langjährige Treue die Amtssiegelmedaille im Beisein der Mitarbeiter überreicht.

An Karl-Heinz Aschenbrenner gewandt bemerkte Landrat Franz Löffler, dass es viele Lebensbereiche gebe, in denen der Staat meistens als Partner in Erscheinung tritt. Diese Arbeit habe Aschenbrenner geprägt – mit rechtlichem Know-how und einem gesunden Menschenverstand. Im Idealfall kombiniert mit der Fähigkeit, dieses auch so zu transportieren, dass Lösungen aufgezeigt werden. Aschenbrenner habe diese Fähigkeiten gelebt: absolut zuverlässig, korrekt, loyal, überaus fleißig und mit einem hervorragenden Wissen.

Seit 1992 sei er beim Landkreis Cham. Gestartet im Wasserrecht und im Bereich Bau- und Umweltrecht sei er diesem seit fast 34 Jahren treu geblieben. 32 Jahre war er im Bauamt, seit 2011 als Sachgebietsleiter. 2019 sei er aufgrund des immensen Einsatzes und der weit überdurchschnittlichen Leistungen Leiter der Abteilung 5, Bauwesen, Umweltschutz, Naturschutz, Gartenkultur, Landespflege und Wasserrecht, geworden.

Karl Heinz Aschenbrenner (l.) erhielt Landrat Franz Löffler als Zeichen des Dankes die Amtssiegelmedaille. - Foto: Josef Fischer

Das Spektrum der Themen sei außerordentlich breit gefächert und reiche von Kreisfachberatung für Obst- und Gartenbau über Natur- und Artenschutz bis zu Wasser- und Abwasserrecht, Immissionsschutz mit teils sehr komplexen Themen wie der Erfassung und Sanierung von Altlasten oder dem Bombenfund. Hier sei großes Spezialwissen notwendig gewesen.

Die Anforderungen an eine Führungskraft seien außerordentlich hoch, so Löffler. Sie erforderten fachlichen Weitblick, Kommunikationsstärke, aber auch Resistenz gegen den Druck von allen Seiten. Die ausgesprochen schwierige Aufgabe habe Aschenbrenner mit großer Sorgfalt, hoher Fachkompetenz und viel Fingerspitzengefühl wahrgenommen. Sein Rat habe ganz großes Gewicht gehabt. Bürger, Kollegen und Mitarbeiter im Haus hätten vor allem sein pragmatisches Handeln, sein außergewöhnliches und vorbildliches Engagement sowie den kollegialen Umgang mit allen Menschen geschätzt. Mit seinem Wirken habe er einen unverzichtbaren Beitrag für die positive Entwicklung des Landkreises geleistet und die Region insbesondere in baulicher Hinsicht gut in die Zukunft geführt.

Matthias Meier (33) wird Nachfolger

Mit dem Menschen Karl-Heinz Aschenbrenner verliere das Landratsamt einen wichtigen Leistungsträger. Mit Matthias Meier, 33 Jahre, fachkundiger und kompetenter Jurist aus dem Nachbarlandkreis mit gutem Blick für die Praxis, habe man einen hervorragenden Nachfolger gefunden, so der Landrat. Er sei überzeugt, dass er die Abteilung im Sinne der Region gut in die Zukunft führen werde.

Mit Dr. Reinhold Schoierer, seit 25 Jahren im öffentlichen Veterinärwesen tätig, verabschiede man einen zweiten verdienten Mitarbeiter. Das Veterinäramt habe primär drei Aufgaben: Überwachung des Tierschutzes, Tierseuchenbekämpfung und Überwachung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes. Darunter falle z. B. die Überwachung der Großküchen in Altenheimen und Krankenhäusern sowie die Überprüfung von Milchkammern in landwirtschaftlichen Betrieben und die Überwachung des Viehhandels sowie der Viehverkehrsverordnung in allen landwirtschaftlichen Betrieben.

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Das vielschichtige Aufgabenspektrum zeige, dass fachliche Entscheidungen verschiedenste gesellschaftliche Gruppen im Landkreis betreffen, wie etwa Gastronomie, Hotellerie, Lebensmittelhandel bis hin zu privaten Geflügelhaltern und Hobbyimkern. Die Entscheidungen hätten Gewicht auch für die weitere Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraumes.

Schoierer habe sich dieser Verantwortung gestellt, dazu noch als Nachfolger von Dr. Wiesenreiter, dem „Grandseigneur“ der Veterinärverwaltung in der ganzen Oberpfalz. In seinem Handeln und Wirken habe sich Schoierer seinem Vorbild als würdig erwiesen durch sein herausragendes Fachwissen, das Entscheidungsvermögen, hohe Loyalität und Zuverlässigkeit sowie sein gutes Gespür für die Menschen. Zugute sei ihm dabei seine langjährige berufliche Erfahrung gekommen.

Er habe an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Veterinärmedizin studiert und sich dann selbstständig gemacht. Am 1. Juli 2001 habe er die damalige Außenstelle des Veterinäramtes, die Grenzkontrollstelle in Furth im Wald/Schafberg, übernommen. Nach einem vierjährigen Aufenthalt in Regensburg sei er 2018 wieder als Sachgebietsleiter nach Cham gekommen.

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Löffler lobte, dass es ihm gelungen sei, das Personal aus den unterschiedlichen Bereichen innerhalb des Sachgebiets hinter sich zu vereinen und ein gut aufgestelltes echtes Team zu bilden. Nicht unerwähnt ließ der Landrat, dass Schoierer als Sachgebietsleiter in seiner Laufbahn mit vielen Herausforderungen konfrontiert gewesen sei.

Dr. Lisa Neumeier übernimmt kommissarisch

Mit Dr. Reinhold Schoierer verliere das Landratsamt einen wichtigen Leistungsträger, der nur schwer zu ersetzen sei. Dr. Lisa Neumeier werde die kommissarische Leitung des Sachgebiets 34 übernehmen, bis ein Stellenbesetzungsverfahren zum Abschluss gekommen ist.

Beide in den Ruhestand verabschiedeten Mitarbeiter bedankten sich abschließend bei ihren Mitarbeitern für die sehr gute Zusammenarbeit. Mit einem Imbiss endete die Feierstunde.