Filmdreh in Waldmünchen: Eberhofer-Regisseur verrät erste Details zu Krimikomödie

Von Sabrina Kauer · 24. Februar 2026 um 16:51

In Waldmünchen (Landkreis Cham) starteten Anfang der Woche die Dreharbeiten für den neuesten Film von Eberhofer-Regisseur Ed Herzog. Unsere Reporterin hat sich am Set umgesehen und mit den Verantwortlichen gesprochen. Zwei in Bayern beliebte Schauspieler werden wichtige Rollen besetzen – beide haben auch schon in „Niederkaltenkirchen“ gedreht.

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Am Dienstagvormittag stehen normalerweise Verkaufsbuden des Bauernmarkts auf dem Marktplatz in Waldmünchen. Gestern sind sie Scheinwerfern, Kameras, Pylonen und einem Polizeiauto gewichen. Die Stadtwerkstatt ist plötzlich die „Kreisverwaltung“.

An der TV-Halle hängen Schilder, die auf das „Kleinbachauer“ Polizeirevier hinweisen und ein Wahlplakat von Sandra Wittmann muss kurzzeitig abgenommen werden. Grund dafür ist ein Filmdreh, bei dem Szenen auf Plätzen in der Trenckstadt aufgenommen werden – unter anderem mit Schauspieler Michael Ostrowski.

Zwei junge Männer haben sich eine Brotzeit vom örtlichen Metzger geholt. Während sie über den Marktplatz gehen, schauen sie interessiert in Richtung des Gewusels vor dem Rathaus. Auf Frage der Reporterin, ob die beiden denn wissen, was in Waldmünchen heute los ist, sagt einer der beiden, Benedikt Schmidt: „Ich weiß nicht sicher, was die da machen. Die drehen da irgendeinen Krimi, oder? Das haben wir zumindest in der Metzgerei gehört.“

Regisseur Ed Herzog (li.) und Produzent Stefan Sporbert haben die TV-Halle für den Filmdreh zum Polizeirevier umfunktioniert. - Foto: Sabrina Kauer

Der Eberhofer-Regisseur Ed Herzog in der Trenckstadt

Es stimmt: Waldmünchen wird in diesen Tagen unter anderem von Schauspielern, Produzenten wie Stefan Sporbert und dem Regisseur Ed Herzog besetzt. Auch Oliver Kern, Autor des Buches „Eiskalter Hund: Fellingers erster Fall“, das hier verfilmt werden soll, treibt sich in der Trenckstadt herum. Deswegen auch die Straßensperren und Personen in gelben Warnwesten mit Walkie-Talkies in den Händen, die einen darauf hinweisen, dass bitte keine Fotos gemacht werden sollen. Auch wenn vieles noch nicht an die Öffentlichkeit gelangen darf, ein paar Fakten hat Regisseur Ed Herzog, der unter anderem auch bei den Eberhoferkrimis Regie geführt hatte, bereits verraten.

Die Waldmünchner Stadtwerkstatt im ehemaligen Reitmeier-Kaufhaus ist während der Dreharbeiten die „Kreisverwaltung“. - Foto: Sabrina Kauer

„Es wird eine bayerische Krimikomödie, die bisschen schräg ist – mit schrägen Figuren und einem schrägen Kriminalfall.“ Der Schwerpunkt des Filmes, dessen Drehbuchautor Murmel Clausen ist, liege „ganz klar“ in der Komödie, aber mit „mehr Spannungs- und Krimimomenten“, sagt Herzog. Welche Schauspieler Teil der Produktion sind, dazu wollen die Macher offiziell noch nichts sagen.

Doch wer am Dienstag über den Marktplatz gelaufen ist, hat in dem Getümmel möglicherweise den österreichischen Schauspieler Michael Ostrowski entdeckt. Wie auf seinem Agenturprofil zu lesen ist, wird er die Hauptperson „Berti Fellinger“ verkörpern. Neben Ostrowski wird Moritz Katzmair aus Lappersdorf in der Rolle „Manni“ zu sehen sein, wie auch er auf seinem Agenturprofil angibt.

Spielt im Film mit, der in Waldmünchen gedreht wird: Michael Ostrowski - Foto: Tobias Hase/picture alliance/dpa

Gefallen an Waldmünchen – Szenen schon vor Augen

Weil Ed Herzog bei einem Besuch in Waldmünchen im vergangenen Sommer Gefallen an der Stadt gefunden habe und an den verschiedensten Plätzen schon Szenen vor Augen hatte, sei klar gewesen, dass die Krimikomödie unter anderem hier gedreht werden soll. Ganz zur Freude von Buchautor Oliver Kern, der sagt: „Es kommt nicht so oft vor, dass dein Buch verfilmt wird.“

Bei dem Streifen handelt es sich um eine deutsch-tschechische Produktion, so werden Aufnahmen beispielsweise auch in Cesky Krumlov (Krumau) und Prag gedreht, sagt Matthias Harmet, deutscher Produktionsleiter. Über die Zusammenarbeit mit der Stadt Waldmünchen findet er nur lobende Worte. „Es ist ganz entspannt. Wir haben viel Hilfe aus dem Rathaus bekommen, um Ideen umzusetzen. Das macht uns Spaß“, sagt Harmet.

Die Produzenten wie auch Regisseur Ed Herzog seien mit dem Drehstart zufrieden. Zwar hätte Herzog – passend zum Titel „Fellinger – Eiskalter Hund“ – auf Schnee gehofft, doch immerhin habe der Regen mit der Sonne getauscht. Es solle ja auch keine düstere Komödie mit düsteren Bildern werden, deswegen: „Wir freuen uns sehr über Sonne, wenn’s schon keinen Schnee mehr gibt. Den hat uns der Regen verhagelt“, sagt Herzog und lacht.

Buchbeschreibung zu „Eiskalter Hund: Fellingers erster Fall“ – Kriminalroman von Oliver Kern

„Fellinger ist ein kerniger Typ: Grantelig und geradeaus. So, wie die Leute eben sind. Dort, wo er lebt. In einer Kleinstadt im Bayerischen Wald. Fellinger wollte immer Polizist werden. Hat nicht geklappt. Sein Knie. Und überhaupt. Jetzt ist er Lebensmittelkontrolleur. Eines Tages beschwert sich ein anonymer Anrufer über das chinesische Restaurant im Bezirk. Vor Ort stellt Fellinger fest, dass die schwarze Soße eklig, aber unbedenklich ist. Ganz anders sieht es da im Kühlhaus aus. Dort hängt ein toter Hund am Haken. Heikel wird die Sache, als sich herausstellt, dass die Halterin verschwunden ist. Fellinger fängt an zu ermitteln und und hört nicht mehr auf!“ Quelle: Thalia

Einige Passanten blieben auf dem Marktplatz stehen, um zu schauen, was sich dort tut. - Foto: Sabrina Kauer
Wegen des Filmdrehs waren einige Straßen in Waldmünchen gesperrt; Autos wurden umgeleitet. - Foto: Sabrina Kauer