Hochwasser in Cham: Autofahrer bleibt mit Wagen im überschwemmten Gebiet liegen

Überschwemmte Felder, Bäume und Parkbänke, die von Wasser umzingelt sind – am Montag erreichte der Wasserstand in Cham Meldestufe 3. Mit dem Hochwasser ging einher, dass ein Auto darin liegenblieb.
Ein Blick auf die Internetseite des Hochwassernachrichtendienst Bayern zeigte den Pegel im Kreis Cham an. Am Nachmittag lag der Messwert bei 206 Zentimetern und Meldestufe 3, was bedeutet, dass einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet sind oder eine Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr erforderlich sind.
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Wer am Montag in Cham unterwegs war, der sah beispielsweise vom Floßhafen aus überschwemmte Felder auf der gegenüberliegenden Seite des Regen-Flusses. Von der Unteren Regenstraße aus war zu sehen, wie nah das Wasser an den Parkplatz vor dem Schierer Stil-Haus heranrückte. Weiter vorne stand die Rossschwemme beim Biertor vollständig unter Wasser; Schilder sperrten den Zugang zu Wegen, Straßen und Parkplätzen.

Doch es wäre nicht Hochwasser in Cham, wenn nicht wieder ein Auto in den Fluten liegengeblieben wäre. Dazu wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Cham um 13.17 Uhr alarmiert, sagte Kommandant Markus Reittinger und fügte hinzu: „Das passiert bei jedem Hochwasser einmal und fast immer genau an der gleichen Stelle.“ Diesmal rückten die Blaulichtorganisationen in den Michelsdorfer Weg in der Nähe des Biertors aus. Der Fahrer sei auf dem Weg in die Arbeit gewesen, habe die Sperrschilder ignoriert und sei ins Hochwasser hineingefahren. Der Motor habe das Wasser angesaugt, und deswegen sei das Auto nicht mehr fahrbereit gewesen.
Aktive der Feuerwehr – gekleidet in Wasserrettungsschutzanzügen und Wathosen – hatten den Fahrer mit dem Rettungsboot (RTB 1) geborgen, so Reittinger. Die Person sei unverletzt geblieben. Wie Reittinger sagte, bleibt das Auto nun stehen, bis das Hochwasser zurückgegangen ist und der Abschleppdienst anrücken kann.
Das Missachten des Schildes sei laut Polizei Cham eine Ordnungswidrigkeit, wofür der Mann 55 Euro zahlen müsse. Zudem müsse er laut Reittinger für die technische Hilfeleistung aufkommen.












