Teil der Verkehrsberuhigung: Regensburg bekommt eine neue Fußgängerzone

Schluss mit Schleichweg: Die Stadt Regensburg plant, eine neuralgische Stelle in bester Lage zu einer Fußgängerzone zu machen. Zuvor hatte es an dieser Stelle mitunter gefährliche Situationen gegeben.
Autofahrer, die von der Ostengasse in Richtung Altstadt wollen, stehen am Hunnenplatz vor einem Poller. Viele wichen über die Trunzergasse und die Klostermeyergasse aus. Der Verkehr führte mitunter zu brenzligen Situationen. Insbesondere am Freitagnachmittag, wenn vor dem Bayernmuseum der Biomarkt stattfindet.
Dessen Betreiber Daniel Frost sagte der MZ schon vergangenes Jahr, dass sich viele Besucher über die Autos wunderten, wenngleich der Verkehr erlaubt ist. Dabei wurde es mitunter eng. Eine Marktbesucherin sei von einem Fahrzeug gestreift worden. „Sie wurde nicht verletzt, war aber ziemlich geschockt“, sagte Frost damals.
Fußgängerzone ist Teil des Verkehrsberuhigungskonzepts in der Regensburger Altstadt
Für die Brücke Grund genug, das Thema im Stadtrat anzusprechen – offenbar mit Erfolg. Denn: Nun fällte der Planungsausschuss den endgültigen Entschluss, den Donaumarkt, die Trunzergasse und die Klostermeyergasse zur Fußgängerzone zu machen. Entsprechende Überlegungen existierten bereits seit 2021, sagt Stadt-Sprecherin Kathrin Holzgartner. Mit der Abstimmung zur Verkehrsberuhigung im Sommer sei die Einrichtung der Fußgängerzone nun auch politisch beschlossen worden.
Die Änderung soll mehr Aufenthaltsqualität schaffen rund um den Donaumarkt. Darüber hinaus soll die Nutzung des Marktes gestärkt werden und der nördliche Vorplatz veranstaltungsfähiger gemacht werden. Zudem soll Schleichverkehr vermieden und die Sicherheit für Fußgänger und Radler erhöht werden.
Fußgängerzone in Regensburg soll „zeitnah“ kommen
Laut Stadt gingen zwei Einwände gegen die Pläne ein – diese hatten allerdings inhaltlich keine Auswirkung auf das Verfahren. Ein Einwand bezog sich Holzgartner zufolge auf eine Zufahrt, die gar nicht Teil der Fußgängerzone ist. Eine Umsetzung des Beschlusses sei „zeitnah“ geplant. Voraussichtlich sollen die Schilder schon im Frühjahr angeschraubt werden.
Marktbetreiber Daniel Frost erfährt durch einen MZ-Anruf von der Fußgängerzone. Seine spontane Reaktion: „Na endlich.“ Freilich sei auch zuvor nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt gewesen. „Aber die Leute haben es halt eilig.“ Die neue Zone begrüßen er und die Standbetreiber natürlich. So richtig verstanden, warum der Donaumarkt keine Fußgängerzone ist, habe man eh nie.