Poller-Posse nach Jahren gelöst: Regensburger Malteser müssen keinen Umweg ums Museum mehr fahren

Kleiner Umweg, großes Ärgernis: Jahrelang hatten die Malteser in Regensburg keine Möglichkeit, den Poller am Hunnenplatz zu versenken – obwohl er auf dem direkten Weg der Sanka in die Altstadt liegt. Nach Jahren des Wartens hat der Rettungsdienst nun allerdings Funksender bekommen, um die Sperre zu versenken.
Das bestätigte Pressesprecherin Sarah Nerb. Die Stadt habe sich nach einer MZ-Anfrage an den Rettungsdienst gewandt. Nun sind die Funksender tatsächlich in den Autos. Damit endet ein jahrelanger Umweg, den die Einsatzkräfte seit Ende 2022 nehmen mussten. Bei den Maltesern sorge das freilich für große Freude, betonte Nerb.
Alle dürfen durch – nur die Malteser nicht
Bislang mussten die Retter über die Trunzergasse am Bayernmuseum vorbeifahren. Das ist zwar kein großer Umweg, allerdings auch nicht der direkte Weg, zumal vor dem Museum häufig viele Menschen stehen. Was die Malteser allerdings am meisten genervt hat, war die Ungleichbehandlung, betonte Rettungsdienstleiter Nikolaus Hirschmann bei einem Termin vor Ort vor wenigen Wochen. Feuerwehr, Polizei und Müllwagen haben allesamt Funksender in ihren Fahrzeugen.
Die Stadt hatte betont, den Rettungsdiensten über die Integrierte Leitstelle (ILS) entsprechende Sender angeboten zu haben. Das war aber allem Anschein nach nie bis zu den Maltesern durchgedrungen.
Auch weitere Rettungsdienste dürfen den Poller nun versenken
Nach dem MZ-Bericht kommt nun noch mehr Bewegung in die Sache: Der Grünen-Fraktionschef Daniel Gaittet las von dem Problem der Malteser in der Zeitung und setzte sich mit Einsatzkräften und Verwaltung in Verbindung. Daraufhin wurden wohl alle Rettungsdienste noch einmal angeschrieben und gefragt, ob sie einen Sender für den Poller brauchen. Ihm sei wichtig, dass nicht nur die Malteser von der Lösung profitieren, sagt Gaittet. „Ich bin froh, dass wir nun eine Lösung für den Rettungsdienst gefunden haben.“
Auch andere politische Kräfte haben sich immer wieder für die Malteser eingesetzt. Der damalige CSU-Fraktionschef Jürgen Eberwein wandte sich schon Anfang 2023 an die Stadtverwaltung, um auf die Malteser-Misere aufmerksam zu machen – ohne Erfolg. Auch CSU-Stadträtin Bernadette Dechant hat immer eine Lösung für die Poller-Posse gefordert. Sie freue sich riesig, sagt Dechant und betont zugleich: „Ich hoffe, dass nun alle von der Lösung partizipieren.“