Kreis Schwandorf investiert weiter in Schulen – Auch Unfallschwerpunkt wird entschärft

Von Vanessa Ebert · 11. Februar 2026 um 15:00

Schulen und Infrastruktur sind große Posten im Haushalt des Landkreises Schwandorf. Im Detail wurde der aktuelle Stand der Projekte nun im Ausschuss für Schulen, Planung und Bau vorgestellt.

Der Landkreis will im Jahr 2026 pro Tag rund 96 200 Euro für seine Schüler ausgeben – diese Zahl präsentierte Kämmerer Jochen Manz am Montag in der Ausschussitzung. Insgesamt fließen laut Landratsamt heuer rund 35,1 Millionen Euro in die Schulen. Allein für reine Baumaßnahmen werden rund 10,8 Millionen Euro eingeplant. Große Posten sind darunter das Berufliche Schulzentrum Schwandorf, die Sonderpädagogischen Förderzentren in Nabburg und Schwandorf sowie das Gymnasium Burglengenfeld.

Ein umfangreiches Programm hat sich der Landkreis auch für die Infrastruktur vorgenommen. Paul Witt, Sachgebietsleiter Tiefbau, sprach von 18 Maßnahmen, die im Jahr 2026 geplant sind. Diese verteilen sich über den gesamten Landkreis. Insgesamt seien Kreisstraßen mit einer Länge von 420 Kilometern instand zu halten. Für Baumaßnahmen bei den Kreisstraßen werden in diesem Jahr rund 6,4 Millionen Euro kalkuliert.

Berufsschüler können neue Räume ab September nutzen

Der dreigeschossige Neubau am Beruflichen Schulzentrum soll bis zu den Sommerferien fertig werden, sodass die Schüler im kommenden Schuljahr die dort untergebrachten Werkstätten und Fachräume nutzen können. Aktuell werden für diesen sechsten Bauabschnitt rund 14 Millionen Euro Gesamtkosten kalkuliert. Im Haushaltsplan 2026 sind rund drei Millionen vorgesehen.

Förderzentrum Nabburg soll bis Mitte des Jahres fertig werden

Am Neubau in Holz-Hybridbauweise im Herzen des Schulzentrums Nabburg werden noch Arbeiten am Gebäude sowie bei den Außenanlagen ausgeführt. Der zweite Bauabschnitt der Sportplätze ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Die Gesamtkosten prognostiziert das Landratsamt auf rund 15,6 Millionen Euro. Im Jahr 2026 sind dabei rund drei Millionen Euro eingeplant.

Gymnasium Burglengenfeld wird erweitert

Für die geplante Erweiterung des Schulgebäudes um sechs zusätzliche Klassenzimmer, den barrierefreien Umbau und Brandschutzmaßnahmen liegen die errechneten Gesamtkosten bei rund 4,3 Millionen Euro. In diesem Jahr soll mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Im Haushaltsplan 2026 sind dazu eine Million Euro eingeplant.

Am Förderzentrum Ettmannsdorf fällt der Startschuss

Die ersten Planungen für einen Neubau der Sporthalle und eine Erweiterung des Schulgebäudes um Räume für die Ganztagsbetreuung am Förderzentrum in Schwandorf-Ettmannsdorf wurden im vergangenem Jahr vorgestellt. Im aktuellen Jahr sind für die Maßnahme laut Landratsamt 900 000 Euro eingeplant, insgesamt werden die Kosten für das Projekt auf rund 16,5 Millionen Euro geschätzt.

Heuer soll ein kleiner Allwetterplatz gebaut werden, damit während der Bauzeit auch eine Freifläche für die Schüler als Pausen- und Sportfläche zur Verfügung steht.

Ausbau auf der Kreisstraße SAD10 bei Pottenstetten geplant

In zwei Bauabschnitten soll die Kreisstraße SAD10 von Pottenstetten bis zur SAD2 und von der SAD2 bis Witzlarn ausgebaut werden. In der Finanzplanung 2026 sind rund 1,1 Millionen Euro für den Abschnitt von Pottenstetten bis zur SAD2 und für den weniger verkehrsbelasteten Abschnitt zwischen der SAD2 und Witzlarn rund 700 000 Euro vorgesehen. Die Asphaltierungsarbeiten wurden laut Landratsamt bereits öffentlich ausgeschrieben.

Arbeiten an der Kreisstraße bei Irrenlohe beginnen heuer

In der Vergangenheit haben sich die Unfälle gehäuft, daher soll die Kreuzung der SAD3 mit dem Kapellenweg umgebaut werden. Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, sieht der Landkreis eine Linksabbiegespur für die Abbieger in den Kapellenweg sowie in den Ortsteil Irrenlohe vor. Die geplante Maßnahme erstreckt sich über eine Länge von rund 400 Meter im Vollausbau. In diesem Zuge soll gleichzeitig auch der Hochwasserschutz verbessert werden. Im Finanzplan wurden dafür rund 900 000 Euro berücksichtigt.

Die Kreisstraße zwischen Neukirchen und Krumlengenfeld wird saniert

Auf der Kreisstraße SAD3 bei Neukirchen haben sich laut Paut Witt immer wieder massive Setzungen ergeben, die mit Asphalt aufgefüllt worden seien. Für die dauerhafte Sanierung des Streckenabschnitts ist die Drehung des Quergefälles und eine Abflachung der Böschung geplant. Im Anschluss an die Dammsanierung ist auf dem Streckenabschnitt mit rund 1,25 Kilometern eine Oberbauverstärkung bis Krumlengenfeld vorgesehen. In der Planung wurde für 2026 ein Ansatz von rund einer Million Euro berücksichtigt.

Unfallschwerpunkt bei Klardorf soll verschwinden

Auch im Bereich der Kreisstraße SAD2 bei Klardorf passieren immer wieder Unfälle. Diese Gefahr soll durch den geplanten Umbau beseitigt werden. Im Januar wurde eine Verkehrszählung ausgeführt. Nach der Auswertung und Zählung können nun die möglichen Umbauvarianten durchgeplant und berechnet werden. Nach dem Abschluss der Vorentwurfsplanung und der Abstimmung über die Ausbauvariante kann die Vereinbarung mit der Autobahn GmbH und der Stadt Schwandorf abgeschlossen und der Zuwendungsantrag bei der Regierung der Oberpfalz gestellt werden. Im Finanzplan 2026 wurden Planungskosten in Höhe von rund 50 000 Euro berücksichtigt.