Klardorfer Unfallkreuzung bei A93 soll umgebaut werden – Drei Varianten möglich

Von Jan Lange · 1. Dezember 2025 um 05:00

Sechsmal hat es seit Anfang 2024 an der Kreuzung der Kreisstraße SAD2 bei Klardorf schon gekracht. Das hat den Landkreis Schwandorf nun veranlasst, über einen Umbau der Kreuzung nachzudenken. Drei Lösungsvarianten seien möglich, hieß es im Ausschuss für Schulen, Planung und Bau.

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Erst am Freitagmorgen, kurz nach sieben Uhr, gab es die jüngste Karambolage. Der Unfallverursacher wollte laut Polizei aus der Klardorfer Straße kommend auf die Kreisstraße SAD2 abbiegen und stieß dabei mit einem anderen Fahrzeug zusammen. Während beide Autos nicht mehr fahrbereit waren, gab es zum Glück keine Verletzten. Bei den anderen fünf Kollisionen war das nicht immer der Fall. Bei zwei Unfällen wurden Beteiligte schwer verletzt, bei einem gab es Leichtverletzte.

Sollte sich bis Ende 2026 ein weiterer Unfall mit Schwerverletzten oder zwei Unfälle mit Leichtverletzten ereignen, würde der Kreuzungsbereich erneut als Unfallhäufungsstelle gelten.

Stoppschilder aufgestellt

Schon 2023 war mit Sofortmaßnahmen versucht worden, die damalige Unfallhäufungsstelle – 16 Karambolagen von 2021 bis 2023 – zu beseitigen. Seinerzeit wurden Stoppschilder aufgestellt und provisorische Verkehrsinseln an der Einmündung der Klardorfer Straße errichtet. Trotzdem kam es weiterhin zu Unfällen.

Da die vorherigen Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg gebracht hätten, bestehe dringender Handlungsbedarf, hieß es im Kreisausschuss. In Betracht bei einem Umbau der Kreuzung kommen drei Lösungsvarianten.

Schnittstelle entzerren

Zum einen könnte der Knotenpunkt entzerrt werden. Das würde bedeuten, dass die Autobahnabfahrt und die Klardorfer Straße nicht mehr direkt aufeinander treffen. Eine solche Maßnahme war jüngst bei der Lohbauer-Kreuzung in Heselbach umgesetzt worden. Auch dort war die Einmündung aus Richtung Steinberg am See um gut Hundert Meter verlegt worden. Die zweite Variante wäre die Errichtung einer Ampelanlage mit verkehrsabhängiger Steuerung. Für diese Lösung hatte die Regierung der Oberpfalz eine Förderung nach dem Bayerischen Finanzausgleichsgesetz in Aussicht gestellt.

Erst am Freitagmorgen hat es an dem Knotenpunkt erneut gekracht. - Foto: FF Klardorf

Als dritte Möglichkeit steht der Bau eines Kreisverkehrs im Raum. Dafür hatte sich die Klardorfer CSU bereits 2022 eingesetzt und ihre Forderung nach den jüngsten Unfällen erneuert. Die Errichtung eines Kreisverkehrs könnte laut Regierung nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gefördert werden.

Im nächsten Schritt soll erst einmal eine Verkehrszählung bei Normalverkehr durchgeführt werden. Dabei soll auch die Belastung der jeweiligen Straßenäste ermittelt werden. Nach Auswertung der Verkehrszählung sollen die Ergebnisse Grundlage für die Entscheidung über die baulich favorisierte Variante sowie die entsprechende Vorentwurfsplanung sein.

Die Bewertung soll anhand der Kriterien Verkehrssicherheit, Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Flächenbedarf erfolgen. Im kommenden Jahr soll die Entwurfsplanung erarbeitet werden. Für die Verkehrszählung und Vorentwurfsplanung sollen im Kreishaushalt 2026 Mittel in Höhe von 50 000 Euro vorgesehen werden.

Der Zuwendungsantrag soll dann bis September 2026 bei der Regierung eingereicht werden. Die bauliche Umsetzung erfolgt vorbehaltlich der Förderzusage und Finanzplanung im Jahr 2027, so die Ankündigung im Kreisausschuss.