Typisierungsaktion in Miltach mobilisiert Hunderte für leukämiekranke Anna Laqua

Von Mittelbayerische Zeitung · 3. Februar 2026 um 11:37

„Schenkt Mama Anna Hoffnung“ – unter diesem Leitwort haben die Schulleitung der Miltacher „Grundschule am Regen“ und die Mitarbeiter und Kindereltern vom Waldkindergarten „Waldschratzl“ Cham die Aktion zur Stammzellenspende zugunsten von Anna Laqua organisiert.

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Die 37-Jährige Anna Laqua, die in Viechtach im benachbarten Landkreis Regen aufgewachsen ist und nun mit ihrer Familie in Zandt im Landkreis Cham lebt, ist an Blutkrebs (Leukämie) erkrankt und dringend auf eine Stammzellspende angewiesen, um wieder gesund zu werden. Ihre Familie und Freunde haben daraufhin eine Online-Aktion unter dem Motto „Für Anna und viele mehr – gemeinsam Hoffnung schenken“ gestartet.

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Mit 310 Spenderpersonen fand der aktuelle Aufruf eine überaus große Resonanz und Solidarität. Hinter allem steht die Deutsche Knochenmarkspende Datei (DKMS) in Tübingen, die nahezu weltweit Stammzellspender sucht und in eine Datei aufnimmt.

Die gemeinnützig geführte Organisation hat bisher 12,5 Millionen potenzielle Spender registriert und bereits 125.000 Menschen ein neues Leben nach ihrer Blutkrebserkrankung ermöglicht. Nun beginnt das große Bangen für Maria Laqua aus Zandt, ob die Spendenaktion, für die sich im Landkreis Cham so viele einsetzten, den so sehr erhofften Erfolg zur Genesung bringt.

Zahl der Registrierungsplätze aufgestockt

Der Andrang am Sonntag war enorm. Schon vor 14 Uhr waren die zwölf angebotenen Registrierungsplätze in der Schulaula belegt, so dass die Zahl bis auf 20 Stellen aufgestockt werden musste. In einer kurzen Prozedur, die keine fünf Minuten dauerte, entnahm die Spenderperson aus der Mundhöhle mittels drei Wattestäbchen die notwendigen Speichelproben, die anschließend hygienisch verpackt der Auswertungsstelle zugesandt wurden. Sollten die entnommenen Gewebemerkmale mit denen eines Patienten übereinstimmen, erfolgen von Seiten von DKMS weitere Tests und eine eingehende Untersuchung.

Ab 15 Uhr gab es einen Schichtwechsel der Helfer. Waren bis dahin Eltern des „Waldschratzl“-Kindergartens im Einsatz, nahmen anschließend die Lehrerinnen der Grundschule ihren Platz ein. Hier war es Rektorin Sabrina Pfeilschifter, die schon im Vorfeld und auch am Sonntag viel organisiert hatte. Neben den zahlreichen Typisierungen war auch der finanzielle Aspekt mehr als beachtlich, denn jede Registrierung kostet der DKMS 50 Euro.

50 Kuchen und Torten: Eltern sorgen für reichhaltiges Angebot

In diesem Sinn verlief auch der Kaffee- und Kuchenverkauf auf Spendenbasis. Für das reichhaltige Angebot brachten die Eltern der Grundschule Miltach und des Waldkindergartens 50 Kuchen und Torten an das Büfett. Ein großer Teil davon ging dabei gut eingepackt zum Mitnehmen über die Theke. Die Bedienung übernahm der Elternbeirat. Während sich die Eltern in der Aula registrieren ließen, gab es ein kleines Beschäftigungsprogramm für die Kleinen mit Malen und Basteln.

Einmalig in der Höhe bei den Geldspenden waren die 900 Euro, die der Leiter der Jugendabteilung des ASV Cham, Wolfgang Griesbauer, und der Spielführer der 1. Mannschaft, Michael Lamecker, in die Spendenbox einsteckten. Eine Aufgabe für einen geregelten Ablauf leisteten die Männer von der Feuerwehr Miltach, indem sie die Parkplatzeinweisungen übernahmen.

Sach- und Geldspenden aus der Region

Nachstehend die Firmen und Privatpersonen, die in Miltach mit Geld- und Sachspenden die Arbeit von DKMS unterstützten, damit Menschen, die an Leukämie erkrankt sind, geholfen werden kann: Altmann Ingenieurbüro, Kaffeerösterei Cham, Gscheidt Haferl, Otto Beier, Waffelfabrik, Obergschaidter Bauernladen, Groitl Christian Fit, Firma Rädlinger primus line und Metzgerei Wanninger. Die Barspenden am Sonntag betrugen 2500 Euro, darüber hinaus haben oben genannte Firmen im Verlauf der „Aktion Anna“ unmittelbar an DKMS Beträge überwiesen.

Nach der so erfolgreich verlaufenen Registrierungsaktion ist Anna Laqua mit ihrer Familie überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft. Sie bedanken sich von ganzem Herzen bei allen Helfern, allen Geld- und Sachspendern sowie bei allen, die sich als Spender registrieren ließen.