Flutmulde als riesige Eisfläche: „Flutlicht on ice“ in Roding feiert grandiose Premiere

Von Thomas Mühlbauer · 8. Januar 2026 um 05:00

Es ist nicht zu weit hergeholt, wenn man sagt: Ehrenamt bringt in einem Ort sehr viele Leute zusammen und bedeutet einfach ganz viel. Eine grandiose Premiere feierte „Flutlicht on Ice“ in der Rodinger Flutmulde am Esper (Landkreis Cham).

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Mit Leben gefüllt wurde dieser Satz am Montagabend beim Event „Flutlicht on Ice“ in der Rodinger Flutmulde am Esper. Federführend organisiert wurde die Premierenveranstaltung von der Feuerwehr Roding, die vom THW-Ortsverband und dem Elektrounternehmen Deiminger Unterstützung erhielt. Und das Wetter hätte dafür nicht perfekter sein können, denn es waren trockene, aber bitterkalte Temperaturen.

Idee durch kalte Temperaturen

Zielgenauigkeit gefragt: eine Gruppe von Eisstockschützen - Foto: Thomas Mühlbauer

So feierte das Event eine grandiose Premiere. Wo normalerweise bei Hochwasser das Wasser durchfließt, zauberte die Feuerwehr in den Tagen vorher eine riesige Eisfläche hin. Die bitterkalten Temperaturen am Tag und in der Nacht verhalfen dazu, dass die Fläche zu einer riesigen Eisfläche gefror. Schnell entstand dabei von der Feuerwehr und der Stadt Roding die Idee, hier ein Flutlicht-Event zu organisieren.

Doch bis es so weit war, war einiges an Vorarbeit nötig, denn zunächst musste der ganze Schnee in diesem Areal weggeräumt werden. Dies geschah mit einem kleinen Schneeräumer. Anschließend brachte die Feuerwehr über elf Kubikmeter Wasser auf. Dies geschah immer stückweise. Am Ende entstand eine nahezu spiegelglatte Eisfläche. Und ein weiterer Aspekt des Ganzen: Die Aktion war enorm sicher, denn der Flutkanal hatte am Ende nur eine Tiefe von etwa 40 Zentimetern.

THW und Elektrounternehmen Deiminger unterstützen

Am Montag erfuhren die Rodinger Feuerwehrleute Unterstützung vom THW-Ortsverband, welcher mit seinen großen Flutlichtmasten dafür sorgte, dass die Fläche perfekt ausgeleuchtet war. Hinzu kam, dass das Elektrounternehmen Deiminger die Musikanlage stellte. Die Feuerwehr sorgte derweil auch noch für die Verpflegung der Besucher.

Schon lange vor 17 Uhr füllte sich der Parkplatz am Esper mit Autos, und die Besucher strömten in Richtung Flutkanal. Mit dabei hatten viele, egal ob klein oder groß, ihre Eisstöcke oder auch ihre Schlittschuhe, um ihre Runden zu drehen.

„Chance ergriffen“

Rodings Feuerwehrkommandant Alexander Tag sagte im Gespräch mit unserer Zeitung auf der riesigen Eisfläche: „In Zusammenarbeit mit der Stadt Roding, dem THW-Ortsverband und der Elektrofirma Deiminger haben wir es geschafft, den Bürgern eine Winter- und Eislandschaft am Rodinger Flutkanal zu ermöglichen.“ „Durch die anhaltende kalte Witterung musste man diese Chance einfach ergreifen“, so Tag.

Auch die Kleinsten der Kleinsten waren auf dem Schlitten schon mit dabei und ließen sich über die Eisfläche ziehen. - Foto: Thomas Mühlbauer

Die Bürger wussten dieses Angebot zu schätzen und kamen in Scharen So wurde Eisstock geschossen, viele drehten aber auch, egal ob allein oder zusammen, mit Schlittschuhen, ihre Runden. Tag: „Es freut mich natürlich, dass es von den Bürgern so gut angenommen wird.“

Freude bei Bürgermeisterin Alexandra Riedl

Die Temperaturen spielten den Organisatoren der Idee in die Karten, wie Tag sagt. Erst durch die kalten Nacht- und Tagtemperaturen war es möglich, so eine riesige Eisfläche hinzuzuzaubern. Und mit Blick auf die anstehenden Temperaturen in den nächsten Tagen hat der Rodinger Kommandant die Hoffnung, dass die Eisfläche mindestens noch eine Woche hält, wenn nicht sogar noch länger.

Man sieht, die Leute haben eigentlich nur darauf gewartet.Bürgermeisterin Alexandra Riedl

Bürgermeisterin Alexandra Riedl war die Freude über die vielen Besucher ebenfalls förmlich ins Gesicht geschrieben: „Unsere Feuerwehr hat die Fläche hergerichtet, dass e hier Eisstock geschossen werden kann oder auch Schlittschuhfahren möglich ist. Es ist eine super Aktion.“ Denn, und das machte die Bürgermeisterin deutlich, kann man solche Events nur durchführen, wenn man die entsprechende Resonanz aus der Bevölkerung erfährt, was klar der Fall war. „Man sieht, die Leute haben eigentlich nur darauf gewartet, dass man hier wieder fahren kann.“ Auf was Riedl anspielt, ist die Tatsache, dass es schon sehr lange her ist, dass man auf diese Art und Weise hier fahren konnte. Als die Feuerwehr mit der Idee an die Bürgermeisterin herantrat, hier etwas auf die Beine zu stellen, gab es für Riedl keine zwei Meinungen: „Das Wetter passt aktuell hervorragend, wir haben sofort Ja gesagt.“

Viel Lob für die Aktion

Was allerdings auch die Bürgermeisterin heraushebt, ist, dass die ganze Aktion durch die Feuerwehr ehrenamtlich auf die Beine gestellt wurde. Alle waren am Ende nicht nur über die gelungene Aktion voll des Lobes, sondern auch über die Beschaffenheit des Eises, welches der Feuerwehr sehr gelungen ist.

Die, die sich nicht selbst aufs Eis wagten, standen am Rand und beobachteten das Treiben. - Foto: Thomas Mühlbauer