Rückblick auf ein sehr forderndes Jahr: Freiwillige Feuerwehr Roding rückt zu 200 Einsätzen aus

Von Thomas Mühlbauer · 10. März 2025 um 05:00

Auf das zurückliegende Einsatzjahr 2024, welches für die aktive Truppe 200 Einsätze bereithielt, blickte die Feuerwehr Roding am Samstagabend im Pfarrsaal zurück.

Vorsitzender Tobias Reidl richtete zu Beginn den Dank an Stadtpfarrer Matthias Kienberger für die zur Verfügung Stellung des Saales. Vorab zelebrierte der Geistliche eine feierliche Messe. Reidl konnte von der Feuerwehrführung Ehrenkreisbrandrat Johann Weber und Kreisbrandinspektor Norbert Mezei begrüßen. Ferner galt der Gruß Ersten Polizeihauptkommissar Bernhard Hager und weiteren Vertretern der Blaulichtorganisationen. Von Seiten der eigenen Wehr galt der Gruß den Ehrenkommandanten Josef Bauer und Friedrich Schmidbauer sowie Ehrenmitglied Hubert Pusl.

Wie Reidl zu Beginn seines Rückblickes sagte, zählt die Feuerwehr aktuell 510 Mitglieder. 2024 stellte aufgrund der Einsätze und sonstigen Veranstaltungen eine enorme Herausforderung dar. Insgesamt wurden 40 Veranstaltungen abgehalten, zudem fünf Vorstandssitzungen und vier Mitgliederversammlungen. Zu den größten Veranstaltungen zählten der eigene Feuerwehrball und das zweitägige Floriansfest mit der feierlichen Segnung des TLF 3000. Beim Reib’n-Fest im August nahm man mit großem Erfolg teil. Im November fand die alljährliche Dankwallfahrt nach Sträucherröhren statt. Den Abschluss des Jahres bildete die Weihnachtsfeier am Heilbrünnl.

Sechs Großbrände

Dritter Kommandant Franz Groß blickte auf das Einsatzgeschehen 2024. Insgesamt rückte die Wehr zu 200 Einsätzen aus. Diese gliederten sich in 117 technische Hilfeleistungen, sechs ABC-Einsätze, drei Sicherheitswachen, 38 Brandeinsätze und 36 sonstige Tätigkeiten. Bei den Brandeinsätzen sagte Groß, dass sich diese in sieben Klein-, drei Mittel- und sechs Großbrände aufgliederten. Einmal war der Brand bei Eintreffen bereits gelöscht und sieben Mal war der Einsatz nicht mehr erforderlich. Insgesamt wurden 3646 Einsatzstunden geleistet.

Als besondere Einsätze stellte Groß den Brand am 16. Mai in einem holzverarbeitenden Betrieb in Michelsneukirchen heraus sowie den Dachstuhlbrand in Walderbach (26. Oktober), den Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Postfelden (3. November) oder den Brand eines Wohngebäudes in Radling am 25. Dezember. Fordernd bei den THL Einsätzen waren die Unwettereinsätze am 18. August im Stadtgebiet. Durch sinnflutartige Regenfälle liefen im Stadtgebiet in mehreren Straßen Anwesen und Keller voll.

Weiter ging Groß auf das Alter der Einsatzfahrzeuge ein, mit denen bei Einsatz- und Übungsfahrten 16 593 Kilometer zurückgelegt wurden. Heuer seien wieder Ersatz- und Neubeschaffungen geplant. Insgesamt verfügt die Feuerwehr Roding über 65 aktive Mitglieder, die zu Einsätzen ausrücken.

Erfolgreiche Jugendarbeit

Jugendwart Sebastian Hahn berichtete, dass 17 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr derzeit aktiv sind, insgesamt konnte man auch sieben Kinder von der Kinderfeuerwehr übernehmen. Mit den Jugendlichen im Alter von zwölf bis 18 Jahren wurden 23 Ausbildungsabende abgehalten. Zudem nahm man am Wissenstest teil und einige der Jugendlichen legten die Jugendleistungsprüfung ab. Ein Highlight für die Jugendlichen war der Berufsfeuerwehrtag. Dazu dankte Hahn allen Helfern.

Für die Kinderfeuerwehr berichtete Dominik Stauß, dass derzeit 36 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren spielerisch an die Feuerwehr herangeführt werden. Mit verschiedenen Aktion, wie die Teilnahme am Volksfest oder auch die Teilnahme bei der Kinderfeuerwehrolympiade in Hohenwarth war man aktiv.

Kassier Johannes Pusl informierte über die Einnahmen und Ausgaben, die Kassenprüfer bescheinigten ihm eine einwandfreie Kassenführung.

Bürgermeisterin Alexandra Riedl dankte in ihrem Grußwort der Wehr für die stetige Einsatzbereitschaft, hinter den Aktionen stecke sehr viel Zeit und Engagement. Auch dankte sie „für die wertvolle Jugendarbeit.“ Auch hob Riedl das Engagement gerade beim Feuerwehrball, beim Floriansfest und beim Reib’n-Fest heraus. Abschließend ging sie auf den aktuellen Stand beim Umbau und der Renovierung der Feuerwache ein. Die Arbeiten sollen direkt nach dem Floriansfest beginnen.

Josef Pusl verabschiedet

Kreisbrandinspektor Norbert Mezei sagte, dass sich die Bürger stets auf die Wehr verlassen können. Man könne den Aktiven für ihre Einsatzbereitschaft danken, damit die Autos zu jeder Tages- und Nachtzeit besetzt werden können. Zudem verabschiedete Mezei den langjährigen Inspektionsjugendwart Josef Pusl offiziell aus seinem Amt.

Bernhard Hager lobte das Zusammenspiel zwischen Polizei und Feuerwehr, wo die Zusammenarbeit hervorragend klappt. Er äußerte den Wunsch, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Gerade bei den Absicherungsmaßnahmen bei Umzügen und Festen werde in Zukunft noch einiges auf Polizei und Feuerwehr zukommen.

Ehrenkreisbrandrat Johann Weber sagte, dass die Wehren stets für in Not geratene Bürger da sind: „Ich ziehe meinen Hut davor, was ihr leistet“. Auch lobte er die Arbeit bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr.

Einsätze und Alter der Fahrzeuge

Einsätze: 2014: 114 Einsätze; 2015: 148 Einsätze; 2016: 168 Einsätze; 2017: 154 Einsätze; 2018: 139 Einsätze; 2019: 161 Einsätze; 2020: 112 Einsätze; 2021: 154 Einsätze; 2022: 163 Einsätze; 2023: 220 Einsätze; 2024: 200 Einsätze.

Alter der Einsatzfahrzeuge: RW 2, 62/1: 32 Jahre; LF16 40/1: 26 Jahre; ELW 10/1: 26 Jahre; GW L2 56/1: 20 Jahre; MZF 11/1: 19 Jahre; DLK 30/1: 17 Jahre; WLF 36/1 6 Jahre; TLF 21/1: ein Jahr.

Kreisbrandinspektor Norbert Mezei (links) verabschiedete bei der Jahresversammlung der FFW Roding, Inspektionsjugendwart Josef Pusl mit einem Präsent. Foto: Thomas Mühlbauer