Gewerbeschau, hoher Besuch und mehr: Diese Ereignisse bewegten 2025 Arnschwang

Neben vielen Veranstaltungen der Pfarrei, der Vereine und Organisationen, gab es in Arnschwang vier Ereignisse im vergangenen Jahr, die besonders herausstachen: der Tag des Gewerbes, der Besuch der Kultusministerin im LBV-Zentrum in Nößwartling, die Kirchweihfeier und die Bekanntgabe des Bürgermeisters Michael Multerer sein Amt als Bürgermeister aufzugeben.
„Arnschwang zeigt sich“, lautete das Motto des ersten Arnschwanger Gewerbetages. 29 Firmen öffneten ihre Tore und gaben den Besuchern einen Einblick in ihre Betriebe. Zur Eröffnung konnte Bürgermeister Michael Multerer den Bayerischen Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, begrüßen.
Knödel für 100 Kinder
Es gab ein umfangreiches Rahmenprogramm: Im Festzelt spielte die Blasmusik, ein preisgünstiges Mittagessen wurde angeboten, 100 Kinder bekamen kostenlos Knödel mit Soße. Die Vereine hatten die Möglichkeit, ihre Kassen durch den Verkauf von Speisen und Getränken aufzubessern.
Mutige Besucher konnten sich mit einem Kran auf 44 Meter Höhe bringen lassen, um einen einmaligen Blick über Arnschwang zu erleben. Den ganzen Tag über waren viele Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung in das Gewerbegebiet und die beteiligten Betriebe in der Ortschaft gekommen, um sich umfassend informieren zu lassen. Das Fazit des Bürgermeisters: „Ich bin sehr zufrieden. Die Besucherzahl war überwältigend. Es gab nur positive Rückmeldungen.“

Kurz vor Ende des Schuljahres hatte sich die Bayerische Staatsministerin für Unterricht und Kultus, Anna Stolz, im LBV-Zentrum angemeldet. Bei ihrem Besuch wollte sie sich über dieses wichtige Zentrum informieren. Ihr Wunsch war es, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern an einer Exkursion im deutschlandweit einmaligen Eisvogelsteig teilzunehmen. Dieser Wunsch wurde erfüllt. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schüler der 4. Grundschulklasse stieg die Ministerin in den Chamb, um den Fluss „hautnah“ zu erleben.
In ihren Ausführungen betonte Anna Stolz, dass „Flüsse, Bäche und Seen ein besonderer Lebensraum für Tiere, Pflanzen und auch uns Menschen seien, den es gilt, auch für künftige Generationen zu schützen.“ Die Verantwortlichen des LBVs wollten zeigen, wie außerschulische Umweltbildung aussieht und welche wertvolle Ergänzung zur lehrplanmäßigen Umwelterziehung an einem außerschulischen Lernort geleistet werden kann. Die Ministerin bedankte sich für diese vielfältige Arbeit, die im Umweltzentrum geleistet wird.
Bei dem abschließenden Gespräch wies der Geschäftsstellenleiter noch auf Probleme hin, die mit der Finanzierung in Zusammenhang stehen. So seien im Moment die Buskosten für die Anfahrt ins LBV-Zentrum höher als der Betrag, der für die Umweltbildung zu entrichten sei. Deshalb werden oft mehrere Klassen zusammengefasst, was aber leider kontraproduktiv sei. Anna Stolz versprach, im Rahmen des Bereiches Alltagskompetenzen nachzuschärfen.

Ein weiterer Höhepunkt im Arnschwanger Kalender stellt jedes Jahr die Feier des Kirchenpatroziniums dar. St. Martin ist Anlass genug, mehrere Tage zu feiern. Eröffnet wurde der „Kirta“ mit dem Patroziniumsgottesdienst, den Pfarrer Kata mit Pfarrer Triebenbacher gemeinsam zelebrierte.
Viele Besucher zu Martini
Für die musikalische Gestaltung zeichnete der Singkreis verantwortlich. Am nächsten Tag folgte das Martinsfest der Kindergartenkinder. Der darauffolgende Sonntag stand ganz im Zeichen des Martinirittes und des Martinimarktes im Wasserschloss, die beide sehr viele Besucher in die Ortschaft lockten.
Lesen Sie außerdem: Alltag in der Feuerwehr-Leitstelle in Regensburg: Fast 400 Notrufe jeden Tag
Dicht gedrängt standen die Menschen am Straßenrand und auf dem Dorfplatz, um die vielen prächtigen Pferde zu bewundern, die am Ende des Rittes von Pfarrer Kata gesegnet und aus den Händen der beiden Bürgermeister Multerer und Weichs das Martinibrot erhielten. Aber auch die Aussteller und die Anbieter von Speisen und Getränken im Wasserschloss konnten sich über die guten Geschäfte freuen.

Was in der Gemeinde Arnschwang und darüber hinaus noch für Gesprächsstoff sorgte, war die Ankündigung des Bürgermeisters Michael Multerer, für den Posten des Landrates zu kandidieren. Nach 18 Jahren, in denen er die Geschicke der Gemeinde geleitet hat, sucht er eine neue Herausforderung.
Nun braucht die Gemeinde einen neuen Bürgermeister. Alois Heitzer, ein CSU-Mitglied und langjähriger Gemeinderat, stellt sich zur Wahl. Obwohl es in Arnschwang fünf Listen für den Gemeinderat gibt, hat sich kein weiterer Kandidat für den Bürgermeisterposten gefunden.