Wenig Platz, schlechte Sicht: Nittenauer Schulleiter warnen vor Gefahrenstelle für Radfahrer

Rund 1400 Kinder und Jugendliche müssen morgens die drei Schulen in Nittenau erreichen – was unter anderem aufgrund der zahlreichen Elterntaxis zu Verkehrsproblemen führt. An einer besonders schwierigen Stelle an der Bodensteiner Straße soll es bald Verbesserungen geben.
Wer derzeit morgens vor Schulbeginn oder mittags nach Unterrichtsende im Bereich von Gymnasium, Grund- und Mittelschule und Sonderpädgagogischem Förderzentrum unterwegs ist, kann auf den Straßen zum Teil abenteuerliche Szenen beobachten. Besonders kritisch ist die Lage aus Sicht der Schulleiter an der Bodensteiner Straße.
Der Radweg endet hier mangsles Platz abrupt, Kinder auf ihren Rädern versuchen, vor der Verkehrsinsel mit den beiden Bäumen nach links über die Bodensteiner und die Roßbacher Straße zu kommen – und geraten dabei immer wieder in gefährliche Situationen, wenn Autos sich von vorne oder hinten nähern und dabei auch noch die Kurve auf der Roßbacher Straße schneiden.
Verkehrsschau in Nittenau durchgeführt
Christoph König, Leiter des Sonderpädagogischen Förderzentrums, Raphael Huber, Chef des Regental-Gymnasiums, und Diana Neidhardt, Leiterin der Grund- und Mittelschule, halten diese Stelle für brandgefährlich und haben sich deshalb für die Durchführung einer Verkehrsschau stark gemacht. Diese hat kürzlich stattgefunden – unter anderem mit Vertretern aus dem Landratsamt, der Stadt Nittenau und der Polizeiinspektion Burglengenfeld.
Bei Beachtung der geltenden allgemeinen Verkehrsregeln ist keine besondere Gefahrenlage erkennbar.Hans Prechtl, Landkreissprecher
Was kam dabei heraus? „Gefährliche Situationen entstehen nach Einschätzung von Polizei und Verkehrsbehörde an dieser Stelle insbesondere durch Fehlverhalten von Radfahrern“, kommentierte Landkreissprecher Hans Prechtl auf Nachfrage der Mittelbayerischen. Unter anderem würden Fehler „beim Einordnen vor dem Abbiegen oder dem Einfahren trotz beschildertem Verbot der Einfahrt“ gemacht.
Kurve wird oft geschnitten
Doch auch die Autofahrer sorgen aus Sicht des Landratsamtes für Probleme. „Aufgrund der langgezogenen Linkskurve der Roßbacher Straße kommt es zudem häufiger dazu, dass der Verkehr die Kurve schneidet, was ebenfalls zu Gefahrensituationen führen kann“, so Prechtl. Würden alle Verkehrsteilnehmer die geltenden allgemeinen Verkehrsregeln beachten, sei „keine besondere Gefahrenlage erkennbar“.

Dennoch sollen nun Maßnahmen ergriffen werden, um die Situation im Bereich der Verkehrsinsel zu entschärfen: Laut Prechtl soll im Bereich der Verkehrsinsel eine gestrichelte Mittellinie auf der Fahrbahn der Roßbacher Straße angebracht werden. Wo die neue Markierung genau beginnen und enden wird, habe man noch nicht festgelegt.
Neue Querungsstelle an der Verkehrsinsel soll helfen
Darüber hinaus haben die Tiefbauverwaltung des Landkreises und die Stadt Nittenau die Errichtung einer Querungsstelle im Bereich der vorhandenen Verkehrsinsel ins Auge gefasst. Die konkrete Ausgestaltung sei aber auch hier noch nicht festgelegt, heißt es dazu vom Landratsamt.