Regensburger BMW-Werk weiter auf Rekordkurs: Produktion 2025 erneut gesteigert

Von Franziska Mahler · 13. Dezember 2025 um 11:00

2025 war ein herausforderndes Jahr für Automobilhersteller– und ob das neue besser wird, ist fraglich. Auch BMW bekommt das zu spüren. Der Konzern steckt die Krise bisher aber besser weg als andere. Die Oberpfalz trägt ihren Teil dazu bei: Armin Ebner, Leiter der BMW-Werke Regensburg und Wackersdorf, zieht heuer erneut eine sehr positive Bilanz.

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„Die vergangenen zwölf Monate waren geprägt von einer hohen Volumenauslastung, Innovationen und Investitionen“, sagt Ebner. Bereits 2024 war das Regensburger Werk mit 342.521 produzierten Autos das volumenstärkste der BMW Group in Europa. Dieser Wert wird 2025 nochmal überboten: „Unser Regensburger Werksteam hat in diesem Jahr erneut Vollgas gegeben“, wird Ebner in einer Mitteilung des Konzerns zitiert, die der Mediengruppe Bayern exklusiv vorliegt.

BMW-Werksleiter ist stolz auf die Leistung seiner Mannschaft

Rund um die Uhr sei dreischichtig produziert worden. „Trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen werden wir deshalb in Regensburg den Vorjahreswert von über 342.000 gebauten Automobilen nochmals deutlich übertreffen. Auf diese Leistung unserer Mannschaft bin ich sehr stolz“, sagt Ebner.

Armin Ebner, Leiter der BMW-Werke Regensburg und Wackersdorf - Foto: Harry Zdera, BMW AG

Dass die Produkte aus dem Regensburger Werk – der BMW X1 und X2 – weiterhin weltweit gefragt sind, hat die Inbetriebnahme eines neuen Karosseriebaus im März 2025 unterstrichen. In der neuen Produktionshalle werden auf rund 40.000 Quadratmetern pro Tag über 120 Fahrzeugkarosserien gefertigt. Insgesamt werden 2025 wieder über eine Million Fahrzeuge aus den deutschen Werken der BMW Group kommen. In Regensburg verlässt alle 57 Sekunden ein neues Fahrzeug das Montageband – täglich über 1400.

BMW Regensburg: Vorbereitung auf Produktion der Neuen Klasse läuft

Nochmals gesteigert hat der Regensburger Standort den Anteil elektrifizierter Autos. Vergangenes Jahr hatte das Werk die Rekordmarke von 100.000 gefertigten vollelektrischen Fahrzeugen erreicht. 2025 waren vier von zehn Fahrzeugen entweder ein vollelektrisches Modell oder ein Plugin-Hybrid, heißt es in der Mitteilung des Konzerns. Außerdem bereitet man sich in der Domstadt schon auf die Produktion der nächsten Modellgeneration vor – die Neue Klasse. Diese wird Ebner zufolge in den nächsten Jahren anlaufen. Zum Jahreswechsel erfolgen bereits erste Umbauten, heißt es. Während einer fünfwöchigen Produktionspause im Sommer wurden außerdem in den Produktionsbereichen Presswerk, Karosserierebau, Lackiererei und Montage insgesamt 280 Umbaumaßnahmen durchgeführt. 5000 Tonnen Stahl wurden dabei aus bestehenden Anlagen demontiert und rund 2000 neu verbaut. Dafür waren laut BMW 110 Fremdfirmen mit mehr als 1500 Mitarbeitern rund um die Uhr im Einsatz.

Auch beim Thema nachhaltige Energieversorgung hat BMW heuer entscheidende Schritte gemacht. Im Mai wurde eine neue PV-Anlage auf dem Werksgelände in Regensburg in Betrieb genommen. Ab 2026 sollen wasserstoffbetriebene Routenzüge und Gabelstapler im Presswerk, im Karosseriebau und der Fahrzeugmontage unterwegs sein. Bis 2031 soll die schrittweise Umstellung von Elektro- auf Wasserstoffantrieb der Logistikflotte abgeschlossen sein. Das teilte BMW Anfang Dezember mit. „In diesem Jahr ist unser Werk insgesamt noch digitaler, zirkulärer und effizienter geworden“, sagt Ebner.

Keine Zukunftssorgen bei den Oberpfälzer BMW-Werken

Zusammenfassend lässt sich sagen: Im Regensburger Werk machen sich für 2026 keine Zukunftssorgen breit. Genauso wenig in Wackersdorf im Landkreis Schwandorf: Seit 1. Juli ist Stefan Betz dort der neue Standortleiter. „Mit den vier Säulen – der Auslandsversorgung für unsere Überseewerke, der Cockpitfertigung, der Türenfertigung für Rolls-Royce und dem Batterietestzentrum – sind wir hervorragend für die Zukunft gerüstet“, sagt er. Mit dem neuen Batteriezentrum unterstütze man die Transformation hin zur Elektromobilität – und habe den Standort auf eine breitere Basis gestellt. Dennoch betont Ebner, der als Leiter der Oberpfälzer Werke insgesamt für 9250 Mitarbeiter zuständig ist: „Wir arbeiten kontinuierlich an unserer Wettbewerbsfähigkeit.“

Diese Auszeichnungen haben die Oberpfälzer BMW-Werke 2025 erhalten

• Fertigung: In der Kategorie „hervorragende Serienfertigung“ ist das Regensburger Werk als „Fabrik des Jahres“ ausgezeichnet worden.

• Batterieproduktion: Die Hochvoltbatteriemontage Regensburg hat beim E-Mobility Production Award abgeräumt und den Titel „Batterieproduktion des Jahres“ geholt.

• BMW X1: Erneut hat der in Regensburg produzierte BMW X1 in der Kategorie „Kompakte SUV/Geländewagen“ bei der Wahl der „Best Cars“ gewonnen. Dafür stimmten die Leser der Fachzeitschrift „auto, motor und sport“. Der Award ging heuer zum dritten Mal in Folge in die Oberpfalz. Der BMW iX1 hat im November bei der „Auto Trophy“ der deutschen Fachzeitschrift „Auto Zeitung“ den Klassensieg in der Kategorie „Die besten Elektro-SUV bis 50.000 Euro“ geholt.

• Cockpitfertigung: Die in Wackersdorf angesiedelte Cockpitfertigung wurde in diesem Jahr mit dem Automotive Lean Production Award in der Kategorie „Supplier“ ausgezeichnet.