Baubeginn in der Oberpfalz: BMW setzt in Regensburg künftig auf Wasserstoff

Von Lorenz Nix · 1. Dezember 2025 um 14:47

BMW setzt im Regensburger Werk künftig auf Wasserstoff in der internen Logistik. Das hat der Autobauer am Montag mitgeteilt. Demnach sollen ab 2026 wasserstoffbetriebene Routenzüge und Gabelstapler im Presswerk, im Karosseriebau und der Fahrzeugmontage unterwegs sein.

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Beim symbolischen Startschuss der Bauarbeiten wurde nun die erste Edelstahlleitung für das zukünftige Wasserstoffnetz auf dem Werksdach gelegt. Wie BMW mitteilt, soll darüber ab dem zweiten Halbjahr 2026 Wasserstoff befördert werden, der zur Betankung von Routenzug-Schleppern und Gabelstaplern für die Bauteileversorgung der Produktion dient. Für den stellvertretenden Werkleiter Olaf Möllhoff ist das eine wichtige Investition in die Zukunft des Standorts: Man erweitere so den eigenen Energiemix.

BMW: Sechs Wasserstoff-Tankstellen in der Produktion in Regensburg

Insgesamt wird dem Unternehmen zufolge ein sechs Kilometer langes Leitungsnetz sowie sechs dezentrale Tankstellen in der Produktion installiert. Herzstück sei eine Einheit im Außenbereich mit kleinem Pufferspeicher, an die künftig der Wasserstoff angeliefert werde, heißt es weiter. Demnach soll der Probebetrieb im ersten Halbjahr 2026 starten. Im Serienbetrieb werden dann zunächst 85 von 230 Fahrzeugen mit Wasserstoff unterwegs sein.

Bis 2031 will BMW die schrittweise Umstellung von Elektro- auf Wasserstoffantrieb der Logistikflotte abschließen. „Mit dem Einsatz von Wasserstoff gestalten wir unsere Intralogistik hoch flexibel und skalierbar“, sagt Projektleiterin Katharina Radtke. Ihr zufolge ist die Betankung in kürzester Zeit möglich. „Sie erfolgt an dezentralen Tankstellen entlang der Logistikwege.“

Wasserstoff- statt E-Fahrzeuge bei BMW in Regensburg

Laut dem Autobauer ist die Regensburger Werkslogistikflotte aktuell komplett mit batteriebetriebenen Fahrzeugen ausgestattet. Die eingesetzten Akkus müssen pro Schicht rund zwei Mal gewechselt werden – manuell per Kran. Der gesamte Tauschprozess dauere etwa eine Viertelstunde, so BMW

Hier verspricht sich das Unternehmen nun eine Zeitersparnis durch die direkt in den Produktionsbereichen platzierten Tankstellen. Zudem könne durch den Entfall des Batteriewechsels die Flotte an Flurförderzeugen verkleinert werden, heißt es in der Mitteilung. Außerdem werde eine Werksfläche von etwa 800 Quadratmetern frei, die bisher noch von Batterieladestationen belegt sei.

Der Regensburger Wirtschaftsreferent Georg Stephan Barfuß legte am Montag gemeinsam mit den BMW-Vertretern symbolisch die erste Edelstahlleitung für das Projektauf dem Werksdach: Dass der Autobauer auf Wasserstoff setze, sei „ein wichtiges Signal in die Region und zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Barfuß.