Landkreis Schwandorf will kräftig investieren: Mehr als 25 Millionen Euro im Haushalt vorgesehen

Die Kreiskämmerei hat in der letzten Kreistagssitzung des Jahres den Haushaltsentwurf für 2026 vorgelegt. Rund 25,2 Millionen Euro sollen investiert werden, allem voran in Schulen und Infrastruktur. Im Detail wird der Entwurf jetzt erst einmal in den Ausschüssen diskutiert und soll Ende Februar endgültig verabschiedet werden.
Einen „auf Stabilität ausgerichteten Haushalt“, stellte Jochen Manz den Kreisräten am Montag vor. „Der Landkreis wird auch wieder kräftig investieren“, so der Kreiskämmerer. Die größten Investitionen sollen laut Haushaltsentwurf für die Bildung getätigt werden, insgesamt 10,8 Millionen Euro. Das macht rund 51 Prozent der Gesamtinvestitionen aus.
Millionen für die Schulen
Sowohl in den Umbau und die Modernisierung der Werkstätten am Beruflichen Schulzentrum Oskar-von-Miller in Schwandorf als auch in die Erweiterung des Sonderpädagogischen Förderzentrums Nabburg sollen 2026 jeweils drei Millionen Euro fließen. Eine weitere Investition ist auch der Klassenzimmeranbau am Gymnasium Burglengenfeld, für den 2026 rund eine Million Euro kalkuliert sind.
Laut einer Statistik des Landratsamtes Schwandorf besuchen 10.082 Kinder und Jugendliche im Schuljahr 2025/26 die 21 kreiseigenen Schulen. 14,8 Millionen Euro fallen in diesem Bereich im kommenden Jahr voraussichtlich an laufenden Kosten an. Mit 3,7 Millionen Euro schlägt laut Kämmerei die Schülerbeförderung zu Buche, die rund 3900 Schüler nutzen.
Auch in die Infrastruktur wird investiert. Laut Manz sind Kreisstraßen mit einer Länge von insgesamt 420 Kilometern instand zu halten. Rund 6,4 Millionen Euro sind dafür im kommenden Jahr vorgesehen. Das entspricht rund 31 Prozent der Gesamtinvestitionen.
Größere Posten entfallen dabei auf die Bahnbrücke Iffelsdorf (1,2 Millionen Euro), die Kreisstraße SAD 10/2 bei Pottenstetten (1,1 Millionen Euro) und die Kreisstraße SAD3 bei Neukirchen (eine Million Euro). Zwei Millionen Euro investiert der Landkreis im kommenden Jahr außerdem in den Anbau mit Sitzungssaal am Landratsamt. Die vorbereitenden Arbeiten dazu haben bereits heuer begonnen.
Jugendhilfe kostet mehr
Kämmerer Jochen Manz ging auch auf Veränderungen im Verwaltungshaushalt ein. So sei ein Trend zu höheren Kosten in der Jugendhilfe erkennbar. Auch die Personalkosten seien im Vergleich zum vergangenen Jahr gestiegen, dies liege daran, dass man offene Posten besetzt habe.
Eine wichtige Einnahmequelle für den Landkreis stellt die Kreisumlage dar. Diese summiert sich laut Haushaltsentwurf bei einem geplanten Hebesatz von 46 Prozent auf rund 105 Millionen Euro und macht rund 51 Prozent der Gesamteinnahmen aus.
Außerdem finanziert sich der Landkreis unter anderem auch durch Schlüsselzuweisungen. Diese haben sich laut Manz positiv entwickelt. „Es gibt mehr Geld vom Freistaat“, so der Kämmerer. Über die Schlüsselzuweisungen werden die Kommunen an den Steuereinnahmen des Freistaates beteiligt. Diese sollen im Jahr 2026 rund 32,2 Millionen Euro betragen. Heuer waren es noch 31 Millionen Euro.
Mit diesem Zahlenwerk kann man gut schlafen.Thomas Ebeling, Schwandorfer Landrat
2026 rechnet der Landkreis mit einer Nettoneuverschuldung von 8,4 Millionen Euro. Damit ergibt sich ein geplanter Schuldenstand zum Ende des Jahres 2026 von 16,6 Millionen Euro. Der Landkreis beabsichtigt, im Finanzplanungszeitraum bis zum Jahr 2028 hohe Investitionen zu tätigen. Diese betreffen insbesondere Schulen und Infrastruktur.
„Mit diesem Zahlenwerk kann man gut schlafen“, befand Landrat Thomas Ebeling (CSU) abschließend. Der nun vorgestellte Entwurf des Haushalts wird in den kommenden Wochen in den verschiedenen Ausschüssen diskutiert. Am 23. Februar soll der Haushalt schließlich endgültig verabschiedet werden.
Seniorenangebote wurden gut angenommen
Darüber hinaus wurde unter anderem auch der Bericht des Seniorenbeirats vorgestellt. Regina Suttner, Seniorenbeauftragte des Landkreises, berichtete von vielfältigen Angeboten, die ältere Bürger ansprechen und der Vereinsamung entgegenwirken sollten. Informationsangebote, Seniorencafés, Gruppen und Seniorennachmittage seien gut angenommen worden.
Informiert wurden die Kreisräte schließlich auch über das Projekt „1000 Schulen für unsere Welt“, dem sich der Landkreis 2019 angeschlossen hat. Mit vom Landkreis gesammelten Spenden seien bereits zwei Schulprojekte in Togo realisiert worden, hieß es.
So sehen die Zahlen aus
• Kreisumlage: Wichtige Einnahmequelle ist die Kreisumlage, durch die bei einem Hebesatz von 46 Prozent rund 104,9 Millionen Euro an den Landkreis fließen sollen.
• Größere Posten: 2026 sollen 10,8 Millionen Euro in Schulen und 6,4 Millionen Euro in die Kreisstraßen investiert werden.