Hier will die Stadt Schwandorf nächstes Jahr bauen – Investitionsprogramm vorgestellt

Nachdem der Haushalt von Schwandorf heuer nicht genehmigt wurde und die Investitionen zusammengestrichen werden mussten, plant die Bauverwaltung 2026 ähnlich große Ausgaben. Rund 14,6 Millionen Euro sind allein im Hochbau vorgesehen, wie im Bauausschuss bekannt wurde. Hinzu kommen gut 8,6 Millionen Euro für Tiefbaumaßnahmen und knapp zwei Millionen für den Bauunterhalt.
In diesem Jahr musste die Stadt aufgrund des nicht genehmigten Haushalts unter anderem den geförderten Wohnungsbau, den weiteren Ausbau der Dachelhofer Straße und die Umgestaltung des Schmidtbräu-Geländes verschieben. Alle drei Maßnahmen sind im Haushalt 2026 wieder zu finden.
Ergebnislose Ausschreibung der Abbruchplanung für Schmidtbräu-Areal
Für den geförderten Wohnungsbau hat das Bauamt etwas mehr als 400.000 Euro vorgesehen. Davon sind 5000 Euro Restzahlungen für das bereits bestehende Gebäude in der Friedrich-Hebbel-Straße. Weiterer geförderter Wohnraum soll unter anderem im früheren Konventgebäude bei der Pfarrkirche St. Jakob, in der Gebrüder-Grimm-Straße auf dem Weinberg sowie auf dem Schmidtbräu-Gelände entstehen.
Beim Schmidtbräu-Gelände muss die Stadt erst einmal den Abbruch der alten Gebäude bewerkstelligen. Das ist nicht so einfach: Auch die zweite europaweite Ausschreibung der Abbruch-Planung erbrachte kein Ergebnis, informierte die Verwaltung. 2026 sind aber insgesamt 2,5 Millionen für den Abbruch und die statische Sicherung des Areal eingeplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf fast sechs Millionen Euro.
Kitas bleiben großer Posten
Trotz der bereits erfolgten Investitionen in die Kinderbetreuung – unter anderem Erweiterung des Kinderhauses Lindenblüten und Errichtung des Waldkindergartens am Weinberg – bleiben die Kitas auch 2026 ein großer Posten im Bauhaushalt. Das liegt vor allem an den beiden Großprojekten Erweiterung Kinderhaus Storchenwiese in Fronberg und Neubau eines Kinderhauses in Krondorf. Bei der Fronberger Einrichtung steht der Anbau bereits. Im Frühjahr 2026 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.





Beim Krondorfer Kinderhaus könnten sich die Gesamtkosten von rund 9,5 Millionen Euro – davon drei Millionen Euro im Haushalt 2026 eingeplant – vielleicht noch reduzieren. Denn die Stadt hatte bisher ein Kinderhaus mit vier Krippen- und drei Kindergartengruppen angedacht. Laut Hellerbrand muss aber noch geklärt werden, ob man wirklich sieben Gruppen brauche. Es zeichne sich ab, dass der Bedarf geringer sei. Im Frühjahr könnte besser bewertet werden, wie sich die Zahlen entwickeln und ob der Krondorfer Neubau eventuell verkleinert werden sollte.
Ein weiterer großer Posten im Haushalt 2026 sind die Schulen. Hier dominieren als größte Vorhaben der Neubau der Offenen Ganztagsschule an der Grundschule Ettmannsdorf (2026: 1,5 Millionen Euro vorgesehen) und die Neustrukturierung der Schwandorfer Mittelschulen, für die weitere 500.000 Euro eingeplant sind.
Wir werden dieses Vorhaben ablehnen. Es hat aus unserer Sicht keinen Sinn und wir sehen auch keinen Bedarf. Sie würden auch nur dem Vandalismus freigegeben.Hans Sieß, CSU-Fraktionssprecher im Bauausschuss über die Errichtung von drei Fahrradrastplätzen
Einem Bauvorhaben hat der Bauausschuss schon mal seine Zustimmung verweigert: der Errichtung von drei Fahrradrastplätzen beim Festplatz, in Ettmannsdorf und Büchelkühn. Circa 50.000 Euro sollte jeder der drei Rastplätze kosten. Die CSU sah in dem Projekt „keinen Sinn“ und „keinen Bedarf“. Außerdem würden diese Rastplätze dem „Vandalismus freigegeben“, so Fraktionssprecher Hans Sieß. SPD-Stadtrat Alfred Braun bezeichnete es als „Luxusprojekt“. Es gebe stattdessen so viele wichtige Projekte, die die Stadt realisieren sollte. UW-Stadtrat Jochen Glamsch fand zwar das Projekt „stilistisch interessant“, stufte aber dessen Priorität nicht hoch ein. Außer Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) stimmte keiner der Stadträte der Errichtung der drei Fahrradrastplätze zu.
Zum Bauprogramm selbst gab es keinen Beschluss. Die Stadträte wurden nur informiert und müssen in den jeweiligen Fraktionen weiter diskutieren. Erst der Stadtrat wird dann über die Investitionen entscheiden.



