Nach Megagewinn am Glücksrad: Das Bayernlos-Fieber packt den Landkreis Schwandorf

Von Jan Lange · 26. November 2025 um 19:00

Nachdem der Pfreimder Josef Paulus den Megagewinn von 150.000 Euro abgestaubt hat, ist das Bayernlos im Landkreis Schwandorf in aller Munde. Viele wollen es dem 85-Jährigen nun nachmachen. Gute Chancen hat eine Schwandorferin kurz vor Weihnachten.

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Auch im kleinen Lotto- und Tabakkiosk im Schwandorfer Globus-Markt ist das nun ausgebrochene Bayernlos-Fieber zu spüren. Allein am vergangenen Dienstag verkaufte Cornelia Steinbauer dort mehr als 500 Bayernlose. Das sei schon extrem viel, meint die Verkäuferin. Zwischen 200 und 300 Lose gehen sonst bei ihr jeden Tag über die Theke.

„Zweite Chance“ wegwerfen oder ausfüllen

Wie viele Bayernlose im gesamten Landkreis Schwandorf pro Woche verkauft werden, dazu kann die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung in München auf MZ-Nachfrage keine Angaben machen. Das werde von ihnen nicht ermittelt, so die Antwort. Im gesamten Freistaat seien es im Schnitt circa 750.000 Bayernlose pro Woche.

Im Schwandorfer Kiosk sei das Bayernlos laut der Verkäuferin „der Klassiker schlechthin“. Gerade in der Weihnachtszeit würden mehr Lose verkauft werden als sonst, erzählt Cornelia Steinbauer, die seit fast drei Jahren Bayernlose verkauft.

Der größte Gewinn, den ein Kunde in dieser Zeit bei ihr hatte, waren 1000 Euro. Auch die „Zweite Chance“ werde immer wieder mal gezogen. Mancher verzichte darauf und werfe das Los weg, die meisten füllen den Adressabschnitt aber aus, so die Erfahrung der Verkäuferin.

Das Bayernlos ist der Klassiker schlechthin.Cornelia Steinbauer, Bayernlos-Verkäuferin im Globus-Kiosk

Auch der Pfreimder Metzgermeister Josef Paulus hatte nicht auf die „Zweite Chance“ verzichtet. Er war als Kandidat für das Bayernlos-Glücksrad, das immer donnerstags in der BR-Sendung „Wir in Bayern“ gedreht wird, gezogen worden.

Nach seinem Auftritt am 13. November herrschte Riesenjubel in Pfreimd und im gesamten Landkreis Schwandorf. Denn die Glücksrad-Kugel blieb beim Maximalgewinn von 150.000 Euro liegen. Er wolle sich davon einen Mähtrak kaufen, erklärte der 85-Jährige direkt in der Sendung.

Zweimal Höchstbetrag erspielt in diesem Jahr

Paulus ist nicht der einzige Glücksrad-Kandidat, der den Höchstgewinn abstauben konnte. Laut der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung gab es heuer noch einen weiteren 150.000-Euro-Gewinner. Im Vorjahr gab es ebenfalls zwei Kandidaten, die den Maximalgewinn erspielt hatten. Besonders hoch war die Zahl der 150.000-Euro-Gewinner im Jahr 2023. Damals waren es sieben.

Viermal wurden 2022 die 150.000 Euro am Glücksrad erspielt. Vor drei Jahren gab es laut Staatlicher Lotterie auch letztmalig einen 450.000-Euro-Gewinn (150.000 Euro plus Joker). Ob einer dieser Gewinne ebenfalls in den Landkreis Schwandorf ging, darüber gab die Lotterieverwaltung keine Auskunft. Schwandorf könnte aber bald wieder jubeln – denn mit Veronika Hiller wurde eine Kandidatin aus der Großen Kreisstadt gezogen.

Die Zweite-Chance-Kandidaten müssen nach erfolgter Einladung innerhalb der nächsten sechs Wochen am Fernsehgewinnspiel teilnehmen, weist die Staatliche Lotterieverwaltung hin. „Sogenannte Wunschtermine können nur in äußersten Notfällen vereinbart werden“, heißt es in der Antwort der Lotto-Bayern-Pressestelle.

Nach MZ-Informationen soll die gezogene Schwandorferin am 23. Dezember am Glücksrad drehen – ausnahmsweise an einem Dienstag, weil der Donnerstag der 1. Weihnachtsfeiertag ist.

Im Globus-Kiosk gibt es viele Stammkunden, die regelmäßig Bayernlose kaufen, erzählt Cornelia Steinbauer. So komme eine ältere Dame jeden Tag vorbei und kaufe ein Los. Andere würden gleich mehrere Lose haben wollen. Ein Kunde habe beispielsweise ein ganzes Päckchen mit 200 Stück gekauft.

Es gebe aber hin und wieder Neulinge. So musste sich ein Kunde erst erklären lassen, wie die Lose geöffnet werden – und habe am Ende 50 Euro gewonnen.

Hinweis: Spielteilnahme erst ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe finden Sie unter www.bzga.de