Führungskrise beendet: Feuerwehr Maxhütte-Winkerling hat wieder Kommandanten

Aufatmen bei der Freiwilligen Feuerwehr Maxhütte-Winkerling im Landkreis Schwandorf: In nicht-öffentlicher Versammlung ist es der Gruppe der Aktiven am Freitag, 7. November, gelungen, eine Führungskrise zu beenden. Die Posten der beiden Kommandanten sind, vorbehaltlich der Zustimmung durch den Stadtrat, wieder neu besetzt.
Wie berichtet, war vor wenigen Woche bekannt geworden, dass die beiden Kommandanten Dominik Barth und Rafael Daschner fast zeitgleich zurückgetreten waren. Die Arbeit habe sich als wesentlich umfangreicher als gedacht herausgestellt, soll Barth erklärt haben. Im Frühjahr 2024 hatte er sein Amt angetreten. Daschner dagegen nannte laut Bürgermeister Rudolf Seidl (UWM) „persönliche und berufliche“ Gründe für seine Entscheidung.
Der Rathauschef, der auch der oberste Dienstherr für die Feuerwehrkräfte im Stadtgebiet ist, wurde von den Amtsniederlegungen überrascht. Im Januar, bei der Jahresversammlung der Wehr, hatte sich Seidl noch gefreut, „dass alles wie geschmiert läuft“. In Wahrheit aber gab es, so haben Recherchen ergeben, schon länger interne Probleme. Die Rede war von einem schwelenden Machtkampf, der die insgesamt 55 Köpfe zählende Gruppe der Aktiven gespalten habe. Enttäuschte Hoffnungen eines Kameraden, der auf Kreisebene auf eine bestimmte Position spekuliert habe, sollen dabei eine Rolle gespielt haben.
Nicht jeder hatte Zeit zur Wahl zu kommen
Seidl wollte dies nicht kommentieren und fokussierte sich bereits Anfang Oktober auf die Neuwahlen, die am 7. November stattfinden sollten.
An der Zusammenkunft nahmen nach Informationen der Redaktion 37 Aktive teil, der Rest hatte sich entschuldigt. Seidl übernahm die Moderation. Als Bewerber um das Amt des ersten Kommandanten hatte sich im Vorfeld Thomas Summer ins Spiel gebracht. Der 33-jährige Betriebsprüfer ist seit 2008 leidenschaftlicher Feuerwehrmann. Mit 16 trat er, bedingt durch freundschaftliche Beziehungen, zunächst der FF See bei, ein Jahr später wechselte er zur FF Maxhütte-Winkerling.
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Die Führungskrise dort sollte möglichst rasch aus der Welt geschafft werden, dachte sich Summer. Eine Feuerwehr sei schließlich kein Kegelclub, sondern eine Institution, die unbedingt funktionieren müsse. Bei der Wahl schenkten ihm 25 Stimmberechtigte das Vertrauen, elf votierten gegen ihn. Als Stellvertreter schlug Summer Thomas Zenger vor, der mit einem ähnlichen Ergebnis abschnitt.
Zweiten Stellvertreter im Visier
Als Reaktion auf die Rücktritte in Maxhütte-Winkerling hatte die Verwaltung dem Stadtrat vorgeschlagen, in den städtischen Feuerwehren künftig die Wahl eines zweiten stellvertretenden Kommandanten zuzulassen. Die Aktiven in Winkerling machten von dieser Option noch keinen Gebrauch. Summerer bestätigte aber, dass er für diesen Posten bereits eine junge, geeignete Kraft im Auge habe. Allerdings könne diese noch nicht die vorgeschriebene Mindestdienstzeit vorweisen, und auch bestimmte Lehrgänge sollte sie noch absolvieren.
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Ansonsten blickt Summer zuversichtlich in die Zukunft. Die „Lagerbildung“ von der im Vorfeld die Rede gewesen sei, habe es so nie gegeben. Sein Wahlergebnis entspreche einem Stimmenanteil von rund 70 Prozent, so dass er mit breiter Rückendeckung rechne.
Bürgermeister spricht von einer „guten Lösung“
Bürgermeister Seidl zeigte sich auf Anfrage erleichtert, dass sich erneut jemand bereit erklärt hat, die verantwortungsvollen Posten zu übernehmen. Die getroffene Wahl sei eine „gute Lösung“. Der Rathauschef geht davon aus, dass die neuen Führungskräfte nun versuchen, auch diejenigen, die mit „Nein“ gestimmten hatten, von sich zu überzeugen. Somit stünden die Chancen gut, dass bei der FF Maxhütte-Winkerling wieder Ruhe einkehre.
Nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz müssen die beiden Gewählten noch formell vom Kreisbrandrat und durch Beschluss vom Stadtrat bestätigt werden. Erst danach ist das Verfahren offiziell beendet. Der Rat tagt am 27. November.