Tradition lebendig gehalten: 129 Pferde glänzen beim 69. Martiniritt in Warzenried

Der 69. Martiniritt in Warzenried bei Eschlkammit 129 Pferden und etlichen Kutschen erwies sich erneut als eine beeindruckende Veranstaltung. Es ist die älteste Kulturveranstaltung der Marktgemeinde Eschlkam. Zwar kam heuer die Sonne im Hohenbogenwinkel nicht durch. Dennoch lockte der Martiniritt mit anschließendem Rennen wieder viele Zuschauer an.
Schon früh herrschte am Sonntagmorgen emsiges Treiben im Grenzdorf Warzenried. Die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins um ihren Vorsitzenden Jürgen Schamberger hatten für den Umritt und das anschließende Rennen alles vorbereitet. Ab Mittag erfüllten Wiehern und Hufschläge das Dorf. Im Hof beim Gasthaus zum Wirt gaben die Warzenrieder Dorfmusikanten ein Standkonzert, dass viele Zuhörer anzog.
Neben der Bayerischen Goaßmaßkönigin Laura Schamberger, die hier in Warzenried zuhause ist, besuchte auch die Milchprinzessin Verena Wagner, der CSU-Landratskandidat Michael Multerer sowie der FW-Landtagsabgeordnete Julian Preidl den Martiniritt.

Angeführt vom Kreuzreiter Xaver Vogl folgte der Musikwagen von Baumann Dominik gezogen von den Pferden von Hastreiter Alois. Dahinter folgte Standartenreiter Breu Georg junior, flankiert von seinen Brüdern und Cousins. Auf den Rosserer-Nachwuchs ist der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins, Jürgen Schamberger, besonders stolz. Bereits sein Vater ritt jahrzehntelang die Standarte. Außerdem ist sein Großvater Ehrenmitglied des Vereins.
Auf den Nachwuchs folgte der Reit- und Fahrverein mit einer beachtlichen Anzahl von 33 Reitern. Das legendäre Martinibild, gemalt vom Lehrer Rudolf Cibulka, fuhr Georg Brandl aus Lam. Normal fährt es traditionell Frank Luk mit seiner Tochter Rebecca. Aufgrund der Erkrankung eines Pferdes sprang Georg Brandl ein. Begleitet wurde er von Ludwig Frank.

Michael Hacker und Christian Grüneisl fuhren Pfarrer Trummer und die Ministranten mit der festlichen Reitvereinkutsche im prächtigem Gespann vor. Aus der Wittmann- Kutsche grüßten die Bayerische Goaßmaßkönigin Laura mit ihrem kleinen Sohn Luca, die Milchprinzessin Verena Wagner, der CSU-Landratskandidat und Bürgermeister von Arnschwang, Michael Multerer, und Landtagsabgeordnete Julian Preidl (Freie Wähler). Die Ehrenmitglieder des Reit- und Fahrvereins sowie die zwei Bürgermeister Florian Adam und Eduard Stoiber wurden von Stefan Holzfurtner chauffiert.Es schließlich die Reiter aus Haibühl und Arrach, die Pferdezüchtervereinigung Furth im Wald/Hohenbogenwinkel, die Pferdefreunde Arnschwang, Hohenwarth und viele weitere mehr.
Nach dem Umritt durchs Dorf über die Lehmgrubenstraße ging es zurück zur Herz Jesu Kirche, bei der sich die Reiter zur Segnungsandacht zu Ehren des heiligen Martin versammelten. Hier spielten die Warzenrieder Dorfmusikanten zur Andacht Lieder.

Adolf Neumaier begrüßte hier Pfarrer Trummer die zwei Bürgermeister, die Politiker und die Königinnen, das Fernsehteam von TVA sowie alle Rittteilnehmer und ZuschauerDie Legende vom heiligen Martin trug auch heuer wieder Xaver Vogl vor, der bei Eiseskälte mit dem armen Bettler seinen Mantel teilte. Schließlich begann Pfarrer Trummer mit seiner Andacht, segnete die Martinibrote, die die Pferdebesitzer von den Ministranten in Empfang nahmen. Die Martinibrote wurden wieder vom „Bäcka Sepp“ aus Warzenried mit der Reitvereinjugend zusammen gebacken und zudem von ihm gesponsert. Nach dem Schlusslied segnete Pfarrer Trummer schließlich die vorbeiziehenden Rösser und Reiter.

Jürgen Schamberger zeichnete außerdem treue Martinireiter mit einer Anstecknadel aus. Es wurden für zehn Jahre Fiona Schamberger und Hans Jürgen Traurig aus Furth im Wald und für 20 Jahre Josef Adam aus Warzenried geehrt.
Im Anschluss zog der Ritt zurück zur Rennstrecke, wo schon viele Zuschauer auf das spannende Rennen warteten. Trotz der Wetterlage mit Regen und Kälte preschten die Reiter, in verschiedene Klassen eingeteilt, die sogenannte Wannaberg-Rennstrecke hinauf.
Am Samstag, 15. November, findet im Gasthaus zum Wirt im Rahmen des Martiniballs die Siegerehrung statt. Heuer spielt die Band „Grenzfeuer“ auf.
