Aumovio-Abspaltung sorgt für Minus: Continental rutscht in die roten Zahlen

Von Lorenz Nix · 6. November 2025 um 18:00

Continental hat nur noch einen Standort in Bayern – in der Oberpfalz. Am Donnerstag hat das Unternehmen seinen Zahlen für das dritte Quartal bekanntgegeben. Die Aumovio-Abspaltung, von der auch Regensburg betroffen war, sorgt für ein dickes Minus.

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Beim niedersächsischen Reifenhersteller Continental sorgt unter anderem die Abspaltung der Zulieferersparte, zu der auch der Standort Regensburg des Konzerns gehört hat, für einen hohen dreistelligen Millionenverlust. Das Spin-off von Aumovio sowie der Verkauf eines Teils des Kunststofftechnikgeschäfts sind einer Mitteilung zufolge mit Sonderbelastungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro einhergegangen. Unter dem Strich erzielte das Unternehmen im dritten Quartal deshalb ein Minus von 756 Millionen Euro.

Im Vorjahreszeitraum standen hier laut Continental noch 486 Millionen Euro. Der aktuelle hohe Verlust bedeutet aber nicht, dass der Konzern plötzlich unprofitabel geworden ist. Das bereinigte operative Ergebnis habe bei 565 Millionen Euro gelegen, heißt es in der Mitteilung. Die entsprechende Marge, also das Verhältnis zum Umsatz, belief sich auf 11,4 Prozent.

Regensburg und Ingolstadt sind Teil von Aumovio

Im Zusammenhang mit den 1,1 Milliarden Euro durch die Neuaufstellung des Konzerns angefallenen Belastungen spricht Finanzchef Roland Welzbacher von „einmaligen Sondereffekten“. Der Mitteilung zufolge resultieren diese unter anderem aus Währungsumrechnungsdifferenzen infolge des Abgangs von ausländischen Tochtergesellschaften im Zuge der Abspaltung von Aumovio. Es handelt sich also um rein rechnerische Verluste ohne Einfluss auf den Kontostand von Continental.

Die Autotechniksparte des Konzerns wechselte Mitte September in die Eigenständigkeit. Teil des neuen Zulieferers Aumovio sind unter anderem die großen Werke in Regensburg und Ingolstadt. Am heutigen Freitag stellt das Unternehmen erstmals als eigenständiger Konzern seine neuesten Quartalszahlen vor.

Zurück bei Continental blieben nach der Abspaltung das Reifengeschäft sowie die Industriesparte ContiTech. Letztere soll im kommenden Jahr verkauft werden. Teil des Bereichs war auch der Nürnberger Conti-Standort. Im Februar hatte der Konzern angekündigt, das Werk mit damals etwa 140 Mitarbeitern zu schließen. Mittlerweile ist es auf der Webseite von Continental nicht mehr als Standort aufgeführt.

Sein letztes verbliebenes Werk in Bayern hat das Unternehmen damit in der Oberpfalz. Die Conti-Tochterfirma A-Z Formen- und Maschinenbau stellt in Runding im Kreis Cham Formen für Autoreifen her. Etwa 180 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.