Continental bekommt eine neue Aufsichtsratschefin – mit enger Verbindung zu Regensburg

Continental baut seinen Konzern um: Erst am Donnerstag, 18. September, hat der Konzern seine große Autotechniksparte abgespalten. Teil des neuen Zulieferers Aumovio ist auch das Regensburger Werk. So ganz ohne die Oberpfalzmetropole geht es für den niedersächsischen Reifenhersteller aber wohl doch nicht: Sabrina Soussan soll neue Continental-Aufsichtsratschefin werden. Sie hat eine enge Verbindung zu Regensburg.
Bereits Ende September soll die Deutsch-Französin Teil des Kontrollgremiums von Continental werden, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Voraussichtlich nach der Hauptversammlung im kommenden Jahr werde sie dann den Vorsitz übernehmen. Folgen wird sie damit auf den langjährigen Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle. Er werde sich nach 16 Jahren in dem Gremium „planmäßig aus dem Amt zurückziehen“, heißt es in der Mitteilung.
Sabrina Soussan, geboren 1969 in Paris, startete ihre Karriere in den 90ern beim französischen Autobauer Renault. Später wechselte sie zum Siemens-Standort in Toulouse. Für den bayerischen Konzern sollte sie 2002 für zwei Jahre zum Zulieferer Siemens VDO nach Regensburg, wie es in einem Porträt der „Süddeutschen Zeitung“ aus 2023 heißt. Demnach wurden daraus 20 Jahre in Deutschland. Laut dem Medienbericht lernte Soussan in Regensburg perfekt Deutsch sowie ihren Mann kennen. Auch ihre Kinder seien dort zur Welt gekommen.
Von Regensburg aus an die Spitze von Siemens Mobility
Ihrem LinkedIn-Profil zufolge blieb Sabrina Soussan mahr als acht Jahre bei Siemens VDO in Regensburg. Auch als das Unternehmen von Continental übernommen wurde, blieb sie noch kurz, wechselte dann aber zurück zum Siemens-Konzern. Dort arbeitete sie sich von 2009 an nach oben und leitete von 2017 bis 2020 die Zugsparte Siemens Mobility mit Sitz in Erlangen. Danach war sie unter anderem Chefin des französischen Umweltkonzerns Suez.
Die Nominierung für den Continental-Aufsichtsrat bezeichnete die Deutsch-Französin nun als „große Ehre“. „Ich freue mich darauf, Teil dieses großartigen Teams zu werden und dem Vorstand bei der Umsetzung seiner Strategie zur Seite zu stehen.“ Nach der Abspaltung seiner Zulieferersparte hat Continental nur noch einen Fertigungsstandort in der Region: In Runding im Landkreis Cham werden Reifenformen produziert.