Älteste McDonald's-Filiale in Regensburg geschlossen: So soll es weitergehen

Von Rainer Wendl · 4. November 2025 um 14:57

Seit einigen Tagen ist Regensburgs älteste McDonald's-Filiale geschlossen. Sie wird nach mehr als 40 Jahren einer Radikalkur unterzogen. Was tut sich da an der Walhalla-Allee?

Video ansehen

Nach der Schließung der „Ur-Filiale“ in der Maxstraße ist das Restaurant in der Vilsstraße der älteste hiesige Standort von McDonald’s. Bereits Mitte der 80er Jahre brachte Fast-Food-Pionier Frank Mosher den staunenden Regensburgern hier bei, dass sie ihr Essen auch direkt vom Auto aus bestellen können. Seit gut einer Woche ist der erste McDrive der Stadt nun geschlossen, bis Dezember sind Bauarbeiter statt Burger-Brater am Werk.

Künftig zwei Drive-in-Spuren

Dabei bleibt kaum ein Stein auf dem anderen, nur die Grundmauern des 1984 erbauten Gebäudes werden weitestgehend nicht angetastet. Und sogar im Bereich von Parkplatz und Zufahrt zu den Auto-Schaltern wird kräftig gefräst und gebaggert, um die Voraussetzung für die auffälligste Neuerung zu schaffen: Künftig können die Drive-in-Bestellungen doppelspurig abgearbeitet werden, folglich sollen sich die Wartezeiten deutlich verkürzen.

Passanten der Kreuzung Vilsstraße/Walhalla-Allee fällt wenige Tage nach Start der Bauarbeiten vor allem die abgenommene Fassadenverkleidung ins Auge. Im Innenraum sind die Veränderungen aber noch viel krasser. In einem Online-Video ist zu sehen, dass das Gebäude quasi komplett entkernt wurde. Lobby und Küche sind leergeräumt, Zwischenwände und Decken wurden rausgerissen, die Bodenbeläge werden in mühevoller Kleinarbeit per Presslufthammer entfernt.

Dies alles führt zu einer komplett neuen Optik, die sich nicht nur auf ausgewechselte Möbel und frisch gestrichene Wände beschränkt. „Wir vesetzen auch den Eingang und die Toiletten“, verdeutlicht Silvia Barbisan, die rechte Hand von Mosher, die Radikalität dieses Umbaus nach 40 Jahren. Ein Muster für das künftige Erscheinungsbild ist bereits in der Defreggerstraße in Königswiesen zu begutachten. Die dortige, einige Jahre jüngere Filiale wurde in der ersten Jahreshälfte modernisiert.

Wiedereröffnung ist am 12. Dezember geplant

Neben einer besser aufeinander abgestimmten Gestaltung von Restaurant und McCafé soll der umfassende Umbau vor allem dem betrieblichen Ablauf nutzen. Ein zusätzlicher Bestellautomat für die Kunden soll dazu ebenso beitragen wie eine weitere Verdoppelung. Es werden nämlich nicht nur die Drive-in-Spuren, sondern auch die Produktionslinien in der Küche um 100 Prozent aufgestockt, statt wie bislang zwei wird es künftig vier davon geben.

Und was kostet das Ganze? „Viel! Mehr darf ich nicht sagen“, lacht Barbisan, lässt dann aber doch durchblicken, dass die Investition für die Regensburger Franchise-Organisation dank der Zuschüsse der Unternehmenszentrale nicht in den siebenstelligen Bereich ragt. „McDonald’s unterstützt das ja.“

Das Ergebnis der Komplett-Erneuerung wird bereits jetzt als selbstbewusstes Versprechen formuliert. „Besser als je zuvor“, steht auf einem Transparent, das vor der Filiale in der Vilsstraße postiert wurde. Für die Umsetzung bleibt noch fünf Wochen Zeit, am 12. Dezember ist die Wiedereröffnung geplant.