Zeit für Veränderung in Waldmünchens Festspiel: Was erwarten die Spieler vom neuen Trenck?

Auf der Spielerversammlung der Trenckspieler wurde es verkündet: Das Trenckspiel bekommt einen neuen Regisseur und wird neu geschrieben. Das Wichtigste dabei ist aber, dass die Spieler bei den Ideen mitziehen.
„Es gab bisher nicht viele Rollen für jüngere Mädchen“ – das sagt die 15-jährige Charlotte Heiner. Bisher spielt sie im Volk. Anfangs war sie sehr überrascht, dass sich das Trenckspiel nach 75 Jahren zum ersten Mal ändern würde. Erwartet hatte sie es definitiv nicht, aber sie sei dennoch positiv überrascht.
Freude über neue Rollen
Laut Heiner gab es bisher keine große Auswahl an Rollen für jüngere Mädchen und Frauen. Besonders dann nicht, wenn man eine kleinere Rolle wolle. Das soll jetzt aber möglich sein. Daher freue sie sich sehr darauf, dass es auch wieder mehr solche Rollen geben werde. Für die Zukunft wünsche sich Heiner nur, dass das Trenckspiel noch lange erhalten bleibt und der Umstieg aufs neue Spiel gut funktioniert.
Es gab bisher nicht viele Rollen für jüngere Mädchen.Charlotte Heiner

Ein Spieler, der anonym bleiben möchte, sagt, dass es nach 75 Jahren auch mal wieder Zeit werde für eine Veränderung. Man merke, dass die Vorstandschaft und der neue Regisseur das Ganze gut durchdacht hätten, daher sei das Vertrauen da, dass sie etwas Gutes aus dem Trenckspiel machen werden. Er mache sich auch keine Sorgen, dass das neue Spiel gut beim Publikum ankommen werde. Man könne aber erst in zwei Jahren sagen, wie sich das Ganze entwickelt hat. Das Kameradschaftliche solle auf keinen Fall verloren gehen. Schließlich sei genau das Familiäre das Schöne an der Trenckfamilie. Auch solle das neue Trenckspiel nicht zu modern werden – ein Draht zum jetzigen Stück solle trotz Veränderung bestehen bleiben.
„Jetzt müssen wir etwas Altes verlassen“ – Das waren die ersten Gedanken von Walter Urban, als er hörte, dass sich das Trenckspiel ändern werde. Trotz der leichten Wehmut sei er aber dennoch neugierig, was das neue Stück mit sich bringen werde. Man müsse mit der Zeit gehen, sagt der 74-Jährige.
Dem neuen Regisseur Thomas Stammberger traue er zu, dass er etwas Gutes aus dem Trenckspiel machen wird. Er sei sich sicher, dass Stammberger sehr engagiert und mit Herzblut dabei ist. Er hofft auch, dass einiges erhalten bleibt, um auch die älteren Spieler miteinzubeziehen. Es werde aber dennoch spannend und interessant, wie es weiter gehen wird.
„Ich bin von Anfang an dahintergestanden“, so Benjamin Schlegl. Er sieht es genauso wie der Vorstand – nach 75 Jahren ist es gut, wenn sich mal wieder etwas ändert. Besonders gut gefalle ihm die Idee, mehr mit der Lichttechnik und Musik zu arbeiten, um so verstärkt Emotionen zu vermitteln. So würde man auch das volle Potenzial der Tribüne ausnutzen können.
Ich bin von Anfang an dahintergestanden.Benjamin Schlegl

Helfer sind sehr wichtig
Für die Zukunft wünsche er sich, dass trotz den neuen Sprechrollen jeder weiterhin Verantwortung übernehme. Auch hinter der Bühne findet der 42-Jährige die Helfer sehr wichtig. Bisher spielte er den Leutnant Gossau und ist Teil der Schwarzen Panduren und der Reiterpanduren.
Abschließend ist also die Meinung der Spieler durchaus sehr positiv. Man hat Vertrauen in den neuen Regisseur und ist gespannt auf das neue Trenckspiel 2027.