Mehr Geld für Schulen, Verkehr, Kliniken im Landkreis Kelheim - das schlägt auf den Haushalt durch

Von Martina Hutzler · 29. Oktober 2025 um 11:00

Krankenhäuser, Schulen, Nahverkehr: Bei diesen Aufgaben kommen auf den Landkreis teils deutlich steigende Kosten zu.

Der Kreishaushalt 2026 wird konkreter. Einige Posten stellte Kreiskämmerer Reinhard Schmidbauer dem Kreisausschuss am Montag vor.

■ Schulen: Nach einer leichten „Delle“ ab 2018 steigt die Schülerzahl an den Schulen in Landkreis-Verantwortung seit 2022 wieder an: auf heuer 5827 und nächstes Jahr auf 6182, so die Prognose. Aktueller Hauptgrund ist laut Kämmerer die Rückkehr zum neunstufigen Gymnasium. Sie bringt überall eine komplette zusätzliche Jahrgangsstufe mit sich.

2026 stehen aber auch erstmals 208 Kinder aus der Unterstufe des Gymnasiums Rohr als „Landkreis-Schülerinnen und -schüler“ in der Statistik. Wie berichtet, wird das kirchliche Johannes-Nepomuk-Gymnasium Rohr schrittweise zu einem staatlichen.

An den drei Staatlichen Realschulen steigt die Schülerzahl leicht von 2065 auf 2100; das Berufsschulzentrum Kelheim mit Mainburg „schrumpft“ laut Prognose von 1534 auf 1457 Jugendliche. Förderschule Thaldorf (146) und Hauswirtschaftsschule Abensberg (20) sind fast unverändert.

Mehr Schüler insgesamt bedeutet: (weiter) steigende ungedeckte Kosten für den Landkreis. Nach 12,78 Mio. heuer plant der Kämmerer für 2026 bereits 13,15 Mio. Euro ein.

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■ ÖPNV: Der öffentliche Nahverkehr ist zwar keine Landkreis-Pflicht. Aber trotzdem sorgt der Kreis Kelheim für die Mobilität seiner Bürger. Und lässt sich dies seit 2020 deutlich mehr kosten; hauptsächlich wegen der Einführung der Rufbus-Systeme „Kexi“ und „Land-Kexi“. Insgesamt liegen die ungedeckten Kosten für den ÖPNV nächstes Jahr bei geplant 2,40 Mio. Euro (heuer laut Plan 2,50 Mio.). Die Kosten seien binnen zehn Jahren um etwa 1,8 Mio. angestiegen, gab der Kämmerer zu bedenken.

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■ Krankenhäuser: Seit 2014 unterstützt der Landkreis seine Krankenhäuser in Kelheim und Mainburg, indem er (neben ihrem betrieblichen Defizit) die Kreditbürgschaft und den Schuldendienst für bauliche Investitionen trägt. Seit 2024 steigt der Aufwand für Zins und Tilgung stark an. Er darf gemäß Gesetz nur via Kreisumlage finanzieren, so Schmidbauer. Die Planung hierzu für 2026 wurde bei einer Gegenstimme gebilligt.

Für die Ilmtalklinik Mainburg, wo derzeit u.a. ein „Zehn-Millionen“-Investitionsprogramm umgesetzt wird, sind heuer und 2026 je rund 800.000 Euro aus der Kreiskasse zu berappen. 2029 sollen es bereits 1,18 Mio. sein.

Fürs Caritas-Krankenhaus St. Lukas Kelheim sind heuer und 2026 je rund 2,8 Mio. Zins und Tilgung zu zahlen; hier wurden zuletzt u.a. der B-Bau und die Notaufnahme erneuert. Der Schuldendienst steigt bis 2029 auf voraussichtlich rund 4,36 Mio.; u.a. wegen der bevorstehenden OP-Generalsanierung.

■ Personal: Die Netto-Personalausgaben des Landkreises steigen 2026 laut Planung um 0,51 auf 29,7 Mio. Euro: zum einen tariflich bedingt, zum anderen durch ein Plus von (rechnerisch) 5,37 Stellen; davon 2,85 im Bereich des Jugendamts und der Jugendsozialarbeit an Schulen.