Großprojekte in Roding im Fokus: Bürger mit Bürgermeisterin auf Tour

Es war eine Idee von Rodings Bürgermeisterin Alexandra Riedl, eine Bürgerversammlung „on the Road“ zu unternehmen. Kurzerhand wurden die Pläne in der Stadtverwaltung verfeinert, und so ging es am Montagnachmittag auf Baustellentour durch das Rodinger Stadtgebiet.
Und Riedl staunte nicht schlecht, als sich am Startort am Esper über 40 Bürger einfanden, die mit dem Bus mitfuhren. An den einzelnen Stationen warteten außerdem immer wieder Bürger, um sich vor Ort über die Projekte zu informieren. So dürften es am Ende über 50 Bürger gewesen sein, die teilgenommen haben, wie Riedl schätzt.
Kinderhaus hat Betrieb aufgenommen
Den ersten Halt machte man im Ortsteil Wetterfeld, wo das neue Kinderhaus und das noch in Bau befindliche Feuerwehrgerätehaus der örtlichen Wehr begutachtet werden konnten. Durch den Kindergarten mit Krippe führte Leiterin Silke Zaremba, die Fragen gerne beantwortete. Gleich daneben stellte der Feuerwehrkommandant Christian Haimerl das neue Domizil der Floriansjünger aus dem Dorf vor. Beide Gebäude sind miteinander verbunden, so dass viele Synergieeffekte für die Kinder, die Feuerwehr und das Dorf entstehen.
Feuerwehrhaus entsteht
Während der Kindergarten mit Kinderkrippe bereits seit 1. September in Betrieb ist, finden im Feuerwehrgerätehaus noch Arbeiten statt. Feierlich eingeweiht wird das Gerätehaus schließlich vom 4. bis 8. Juni beim Fest zum 150-jährigen Bestehen der Wetterfelder Wehr.
Reges Treiben in Kalsing
Anschließend machte man sich auf nach Kalsing, wo man die energetische Sanierung des Dorftreffs in Augenschein nahm. Dort sind die Arbeiten nach dem Spatenstich kurz vor Ostern schon gut vorangeschritten. Nachdem das Dorfwirtshaus im Jahr 2022 schloss, war es schwierig geworden, in diesem Rodinger Ortsteil gerade in den Wintermonaten Versammlungen abzuhalten.
Nach einer längeren Planungsphase begann die Sanierung in diesem Frühjahr. Gerade am Wochenende herrscht auf der Baustelle reges Treiben, da viele Leistungen der Kalsinger in Eigenregie betrieben werden.
Der Weg des Trosses führte weiter nach Trasching, wo man sich die Arbeiten am Friedhof anschaute, die in den letzten Zügen sind. Dort wurden ein neues Pflaster verlegt und auch eine Wasserentnahmestelle geschaffen. Pünktlich zu Allerheiligen sind die Arbeiten abgeschlossen.
Investitionen am Friedhof

Zurück im Stadtgebiet, widmete man sich noch drei anderen Projekten. Am Rodinger Friedhof informierte Bürgermeisterin Alexandra Riedl über die neu installierte Beschallungsanlage, deren Schaltzentrale im Leichenhaus untergebracht ist und die verschiedene Ansteuerungen ermöglicht. Nach einer Testphase wird die Lautsprecheranlage an Allerheiligen in Betrieb gehen und „der Pfarrer überall zu hören sein“, wie die Rathaus-Chefin sagte.
14 neue Grabstelen
Für 14 neue Grabstelen mit insgesamt 56 Einheiten wurde ein Teil der alten Friedhofsmauer abgebrochen. „Die Nachfrage in Roding ist groß, auch für Bodenurnengräber, diese werden angelegt“, informierte das Stadtoberhaupt. In den freiwerdende Räumlichkeiten im Leichenhaus werden zu einem Behinderten-WC, das allgemein genutzt werden kann, umgebaut. Die Stadt investiert insgesamt rund 195 000?Euro in die Maßnahmen auf dem Friedhof.
Den „Maschendrahtzaun“ um den Friedhof monierte erneut Hannelores Haberl und bat um einen einfachen Eisenzaun. Das Thema sei vom Bauausschuss bereits einmal abgelehnt worden, entgegnete Riedl. „Dann sitzen im Bauausschuss keine Ästheten“, meinte Haberl. Man wolle sich diesem Thema und der von Auguste Erlacher angesprochenen Pflastererweiterung des Vorbereichs der Aussegnungshalle noch einmal annehmen, versprach die Rathaus-Chefin.
Arbeiten am Platzerstadl
Anschließend machte man sich auch noch auf zum Eingangsbereich der Mittelschule, der neu gestaltet wurde, und als letztes großes Projekt begutachtete man die derzeitigen Arbeiten bei der Revitalisierung des Platzerstadls. Die lange bekannte weiße Plane ist längst verschwunden, eine örtliche Baufirma hat in den letzten Wochen ganze Arbeit geleistet. Zudem investiert der Rodinger Burschenverein viel Eigenleistung in die Realisierung des Projekts.