Ökologisch, barrierefrei und voller Holz: Ein Kinderhaus in Roding zum Wohlfühlen

Wie ein Juwel aus Holz fängt das neue Kinderhaus in Wetterfeld die Blicke ein – es ist gemeinsam mit dem neuen Zuhause der Ortsfeuerwehr ein Hingucker. Und der löste am Mittwoch bei vielen Gästen, die zur Einweihung des neuen Kinderdomizils gekommen waren, viel Lob und Erstaunen aus – die Wärme des Holzes bringt alleine schon viel Wohlgefühl in die Räume.
Silke Zaremba, die Leiterin des Kinderhauses mit Kindergarten und Kinderkrippe, begrüßte die Gäste und erläuterte kurz das pädagogische Konzept, das sie hier mit ihrem Team verfolge. Wertschätzung und Geborgenheit solle den Kinder vermittelt werden, ganz unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religion. Sie wünschte den Kinder viele schöne Momente in ihrem zweiten Zuhause.

„Unglaublicher Mehrwert“
Bürgermeisterin Alexandra Riedl ging auf die Entstehungsgeschichte des Kinderhauses in Kombination mit dem Feuerwehrhaus nebenan ein. Der Entschluss, hier auf dem Busl-Feld zu bauen, sei schnell gefasst worden. Gezögert habe man bei der Entscheidung, gleich alles in einem zu bauen – „aber es war die richtige Entscheidung.“ Die Kosten seien dadurch geringer ausgefallen. Hier sei etwas zwischen Dorf und Siedlung entstanden, das „zukünftig einen unglaublichen Mehrwert darstellen wird“, sagte Riedl.
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Das auch, weil zwischen Kinderhaus und Feuerwehr ein flexibel nutzbarer Allzweckraum gebaut worden ist: „Das ist eine tolle Symbiose, die ihresgleichen sucht!“ Hier könnten Dorf und Siedlung noch mehr zusammenwachsen. Wer jetzt von Roding nach Wetterfeld komme, könne gar nicht an diesem schönen Gebäude vorbeifahren, ohne zu staunen. „Kinder haben ein Recht darauf, dass ihnen möglichst viel Gutes widerfährt.“ Dafür müsse die Gesellschaft sorgen.
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Ein solcher Ort sei hier entstanden, wo seit Anfang September neun Kinder in der Krippengruppe und 21 im Kindergarten zu Hause seien. Sie dankte dem Kinderhausteam für die viele Hilfe bis zur Eröffnung, wie auch der Feuerwehr, die sich beim Bau massiv engagierte.
Aufregende Bauphase
Architekt Markus Weber hob hervor, dass es ein besonderes Projekt sei, dass das Büro Schnabel und Partner hier verwirklichen durfte. In dieser Kombination sei es das erste überhaupt. Die Planungs- und Bauphase sei „aufregend“ gewesen. Am Ende sei es nötig, Goethe zu zitieren, der gesagt habe, so eine Arbeit werde nie fertig – man müsse sie daher einfach für fertig erklären.

1250 Quadratmeter Nutzfläche seien entstanden, mit Holz als prägendem Baustoff. Die Räume seien hell, freundlich und barrierefrei und es sei schön, dass die Stadt einen ökologischen und nachhaltig Bau haben wollte. „Das Holz zeigt sich hier von seiner besten Seite“, so Weber. Dabei habe es damit massive Lieferschwierigkeiten gegeben – noch bis zuletzt bei der Fassade. Und auch der Ort im Dorf sei herausfordernd gewesen: „In Deutschland gibt es 80 Millionen Bundestrainer, in Wetterfeld Millionen Bauleiter“, beschrieb Weber.

Landratsstellvertreterin Gerlinde Graßl überbrachte die Glückwünsche von Landrat Franz Löffler. „Heute ist ein Freudentag“, betonte sie. Es gehe darum, Kinder zu stärken und zu gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu machen. Sie lobte die Stadt für den Bau und das Bekenntnis zu moderner Erziehung – das bringe auch Lebensqualität in den Landkreis. In Kombination mit der FFW sei das Haus ein „vorbildliches Beispiel für ein gelebtes Miteinander“, so Graßl.

Für den Träger sprach der BRK-Kreisvorsitzende Theo Zellner das gute Miteinander von Kommune und Rotem Kreuz an. In sieben Kommunen sei man bei 14 Einrichtungen engagiert und betreue mit 76 Fachkräften 350 Kinder. Er sprach Roding Respekt aus, hier so viel investiert zu haben. Der Bau bringe in Zeiten vieler schlechter Weltnachrichten viel Positives mit sich: „Das tut gut!“
Stadtpfarrer Matthias Kienberger und seine Kollegin Ruth Endes segneten den Neubau und beteten mit den Gästen für ein gutes Miteinander.


