„Alles, was die Kinder brauchen, ist da“: Neues Kinderhaus in Wetterfeld nimmt Betrieb auf

Von Oliver Hausladen · 2. September 2025 um 15:00

„Alles, was die Kinder brauchen, ist da und funktioniert“, freut sich Silke Zaremba, die Leiterin des neuen Kinderhauses in Wetterfeld.

Pünktlich zum 1. September wurde dort der Betrieb aufgenommen, nachdem zuvor bei den Arbeiten im Inneren noch einmal richtig Gas gegeben wurde. Die Anmeldezahlen zeigen, dass der Bedarf groß ist: Eine Kindergarten- und eine Krippengruppe gibt es.

Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, aber wir fühlen uns total wohl.

Silke Zaremba

„Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten, aber wir fühlen uns total wohl“, berichtet Zaremba. Die Helligkeit durch die großen Fenster und das Holz, das üppig verwendet wurde, sorgten für eine „warme, angenehme Atmosphäre.“

Die Gruppenräume (beide mit eigener Küche) für die Kinder samt Einrichtung und Spielzeug sind ebenso fertig wie ein Ruheraum und vieles andere. „Licht und warmes Wasser sind auch da“, erzählt die Leiterin mit einem Schmunzeln, nachdem es auf der Baustelle kurz vor der Eröffnung schnell gehen musste. Die Firmen hätten zusammengeholfen, und auch die Wetterfelder Feuerwehr, für die auf der gleichen Bauplatte ein neues Gerätehaus entsteht, habe sehr fleißig mit angepackt, berichtet Zaremba, wofür sie sich ausdrücklich bedankt.

Am Wochenende wurde eingeräumt, am Montag konnten die ersten Kinder kommen. „Die Mühe hat sich gelohnt“, findet die Leiterin angesichts des Ergebnisses. Die komplette Fertigstellung erfolgt nach und nach. So kommt etwa im Oktober die große Küche, dann kann auch der Speisesaal genutzt werden.

Gute Anmeldezahlen

Das Kinderhaus wird gleich zum Start mit viel Leben gefüllt: Die Kindergartengruppe ist mit 21 Kindern voll belegt, einige freie Plätze werden für Nachrücker aus der Krippe freigehalten, erklärt die Leiterin. In der Krippengruppe sind neun Kinder angemeldet, drei Plätze sind hier noch frei. Dass nicht alles komplett „ausgebucht“ ist, habe den Vorteil, dass es den Start im neuen Gebäude einfacher und übersichtlicher mache, so Zaremba. Zugleich entlaste die neue Einrichtung die Kinderhäuser im Rodinger Stadtgebiet sowie im benachbarten Pösing. Betreut werden die Kinder vom insgesamt sechsköpfigen Personal.

Zaremba selbst bringt viel Erfahrung mit. 18 Jahre lang war sie im Kindergarten Mitterdorf tätig, zuletzt drei Jahre als stellvertretende Leiterin in der Einrichtung in Stamsried. „Ich wollte noch einmal etwas Neues machen“, erklärt sie, warum sie nach Wetterfeld gewechselt ist. Zudem habe sie gefreut, dass sie bei der Planung viel mitreden durfte und auch der Arbeitgeber – die Einrichtung wird vom Bayerischen Roten Kreuz betrieben – bleibt der gleiche. „Das war eine tolle Zusammenarbeit, auch mit dem Architekten und der Stadt als Bauträger“, lobt Zaremba. Die Eingewöhnung leichter mache ihr auch, dass sieben Kinder aus Stamsried mit nach Wetterfeld gewechselt sind, „die kennen die Abläufe schon“.

Baustelle nebenan stört die Abläufe nicht

Dass direkt nebenan am Feuerwehrgerätehaus noch kräftig gearbeitet wird, störe nicht wirklich, so Zaremba. Manchmal sei sogar das Gegenteil der Fall: „Die Kinder freuen sich, wenn sie einen Bagger sehen und da ein wenig zuschauen können.“ Ebenso sei die Lärmbelästigung relativ gering, „in unseren Abläufen stört uns das gar nicht“. Bis zum Jahresende will die Feuerwehr ihr neues Domizil beziehen. Vor dem Eingang weisen bis dahin Schilder und Absperrungen den Weg zum Eingang des Kinderhauses, um eine Abgrenzung zu den Bauarbeiten zu schaffen.

Auch, dass die Außenanlagen noch nicht fertig sind, sei weniger schlimm, findet Zaremba. „Es gibt im Ort Spielplätze, der Regen ist nicht weit, ebenso der Fußballplatz“, so gebe es in Wetterfeld genügend Ausweichmöglichkeiten. Auch könne bei passendem Wetter die große Dachterrasse auf dem Verbindungsbau zum Feuerwehr-Gerätehaus genutzt werden, ein besonderes Highlight der neuen Einrichtung.

Bürgermeisterin Alexandra Riedl freut sich sehr, dass dieser Teil der Großbaustelle so weit fertiggestellt ist, dass der Betrieb pünktlich aufgenommen werden konnte. Großer Dank für das Engagement gehe an die Firmen, BRK, Feuerwehr und nicht zuletzt an Leiterin Zaremba und ihr Team, die quasi alles selber eingerichtet hätten. Die Anmeldezahlen seien sehr gut und zeigten, dass der Bedarf hoch ist. Die Entscheidung, an diesem Standort zentral in Mitterdorf am Kreisel zu bauen, sei daher die richtige gewesen.

Segnung am 1. Oktober

Eine Segnung der Räumlichkeiten im kleinen Rahmen ist für 1. Oktober geplant, teilt die Rathaus-Chefin mit. Einen offiziellen Festakt mit Tag der offenen Tür soll es beim Feuerwehrfest von 4. bis 8. Juni kommenden Jahres geben.

Große und helle Räume hat die Einrichtung zu bieten. - Foto: Oliver Hausladen

Die Kosten

Gesamtkosten: Die Gesamtkosten für Kinderhaus und Feuerwehrgerätehaus belaufen sich auf rund 5,9 Millionen Euro.

Förderung und Anteil der Stadt: Etwa zwei Millionen Euro kommen aus verschiedenen Fördertöpfen. Somit bleiben für die Stadt Eigenmittel in Höhe von ungefähr vier Millionen Euro.

Eigenleistung der FFW noch nicht eingerechnet: Noch nicht mit eingerechnet sind die Eigenleistungen, welche die FFW Wetterfeld beim Bau einbringt.