Am Friedhof fehlen Plätze: 56 neue Urnengräber sollen in Roding dazu gebaut werden

56 neue Urnenplätz in Doppelstelen sollen bis 2026 am Friedhof in Roding entstehen. Den Plan dafür stellte Ordnungsamtschef Josef Köppl im Stadtrat in Roding vor. Er wies auch darauf hin, dass das jüngste Urnenstelenfeld mit 56 Plätzen, das 2028 am Friedhof hinter der Leichenhalle gebaut wurde (Foto: C. Klöckner), praktisch voll sei. Die neuen 56 Urnenplätze, die jetzt geplant seien, würden somit für etwa eineinhalb bis zwei Jahre reichen.
„Wir brauchen sie dringend!“, betonte auch Bürgermeisterin Alexandra Riedl. Geplant sind demnach Doppelstelen anstelle einer Mauer, die im Übergang zum alten Friedhof stehe. Genügend Abstand zu den Gräbern im Umfeld sei gegeben, so Köppl. Sie würden aus grauem Naturstein erstellt. Die Kosten für den Neubau betragen knapp 72 000 Euro. Dazu kämen die Kosten für den Mauerabbruch und das Fundament. Noch 2025 soll mit dem Fundament begonnen werden, das bis Allerheiligen fertig sein soll.
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Das war ein Thema im Stadtrat. Ein anderes betraf die Mittelschule. Das Geld, das Gastschüler beziehungsweise deren Heimatgemeinde für den Besuch der Rodinger Mittelschule bezahlen, reicht nicht mehr. Daher hat die Stadt in Verhandlung mit den betroffenen Kommunen einen neuen Beitrag ausgehandelt. Statt bisher 1425 Euro müssen die beteiligten Kommunen nun 2300 Euro pro Schüler zahlen.
Festgelegt für fünf Jahre
Die Anhebung wie die Gastschülerentwicklung ist auch eine Folge der Neuordnung der Schullandschaft. So waren 2017 die Mittelschulen Michelsneukirchen und Stamsried-Pösing aufgelöst worden. Die Gemeinden Michelsneukirchen, Pösing, Schorndorf, Stamsried und kleine Teile von Pemfling wurden dem Sprengel der Mittelschule Roding zu geschlagen, die nun an der Schule beteiligt sind.
Kosten decken Mit einem Vertrag wurde dabei auch die Beteiligung an den Kosten geregelt. Der Pauschbetrag pro Schüler betrug bislang knapp 1500 Euro. Da dieser Betrag schon länger nicht mehr reicht, um die Kosten für den Schulbetrieb zu decken, war die Stadt in Verhandlungen mit den Gemeinden um eine Anpassung des Schulvertrags getreten. „Der Betrag war leider zu niedrig“, sagte Bürgermeisterin Alexandra Riedl. Es seien deutlicher höhere Kosten angefallen, daher habe man in mehreren Runden mit den Kommunen einen neuen Betrag ausgehandelt, der zum 1. August in Kraft tritt.
Fünf Jahre Geltungsdauer Demnach bekommt die Stadt pro Gastschüler nun 2300 Euro. Mit der Pauschale war nur der Schulaufwand berechnet worden, jedoch nicht die kalkulatorischen Kosten und die Schulbeförderung. Nach längeren Verhandlungen sei es gelungen, die neue Kostenpauschale zu vereinbaren. Die neue Pauschale, die nun 825 Euro höher liegt, gilt für die kommenden fünf Jahre. Bis auf zwei Kommunen hatten bis Donnerstag alle anderen Beteiligten dem Vertrag bereits zugestimmt.
Auch M10-Schüler kosten nun etwas
Die zusätzlichen Einnahmen für die 118 Gastschüler belaufen sich auf 97 350 Euro. Der Stadtrat genehmigte diesen neuen Schulvertrag einstimmig, wie auch den Kooperationsvertrag für den Schulverbund Rodings mit Michelsneukirchen, Wald und Walderbach bei den Mittelschulen, der ebenfalls finanziell angepasst wurde. Der Kooperationsverbund besteht heute aus den Mittelschulen in Roding, Wald und Walderbach. Zum 1. August 2018 wurde hier pro Schüler ein Gastschulbeitrag von 1475 Euro festgelegt.
Nun folgt wieder eine Vertragsanpassung des Kooperationsvertrags. Dabei wird etwa der Passus gestrichen, dass für Schüler der M10 keine Kostenerstattung erhoben wird. Auch im Kooperationsverbund wurden nach langen Verhandlungen die Kosten pro Gastschüler auf 2300 Euro festgelegt. Dadurch bekommt der Kooperationsverbund für 90 Schülern 74 250 Euro mehr in die Mittelschul-Kasse und für neun Schüler der M10 nun 13 275 Euro dazu.
Teure Stadthallenbeteiligung
Der Anteil der Stadt an den Kosten der OASE/Stadthalle Roding wurde am Donnerstag vom Stadtrat zur Kenntnis genommen. Die Stadt trägt 47,05 Prozent anBauunterhaltungs-, Liegenschaftsbetriebs- und Bewirtschaftungskosten, zudem für Unterhaltung, für die Einrichtung wie für Geräte. Der Partner der Stadt ist hier die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS), die 52,95 Prozent der Aufwendungen trägt.
Dennoch bleibt auch für die Stadt noch eine gute Summe übrig, die sie beitragen muss. Für das Jahr 2024 muss die Stadt hier 354 486 Euro zuschießen. Dazu kommen noch Reinigungskosten. Der Unterhalt der Halle kostete 282 671 Euro, der laufende Betrieb 71 814 Euro.
Die von der Stadt hierfür im Haushalt vorgesehen Mittel waren nicht ausreichend. Die lagen nur bei 250 000 Euro. Hintergrund für die Kostensteigerung waren frühere Baumaßnahmen, die noch abgerechnet werden mussten. 2023 lag die städtische Anteilsumme bei 324 531 Euro, 2022 gar bei 423 992 Euro, 2021 bei 320 976 Euro. 2020 fällt mit 117 092 Euro aus dem Rahmen, denn 2019 musste die Stadt 482 183 Euro zahlen.