Bahn-Sanierung 2026 trifft Pendler im Kreis Kelheim hart

Von Beate Weigert · 13. Oktober 2025 um 15:00

Zug-Pendler müssen sich ab Februar auf massive Einschränkungen einstellen. Wegen der Generalsanierung der Strecke Regensburg–Nürnberg fahren Regionalzüge nur noch im Zwei-Stunden-Takt. Ersatzbusse sollen helfen.

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Die fünfmonatige Vollsperrung der Bahntrasse zwischen Regensburg und Nürnberg ab 6. Januar 2026 wirft ihre Schatten voraus. Die Auswirkungen der Generalsanierung werden auch die Zugnutzer aus dem Landkreis Kelheim gehörig zu spüren bekommen. Darüber informierte ÖPNV-Stabsstellenleiter Stefan Grüttner im Mobilitätsausschuss des Landkreises.

Sowohl Güter- wie auch Personen-Fernverkehr, etwa die ICEs von und nach Wien über Passau werden über die Donautalbahn umgeleitet. Entsprechend müssen auf der eingleisigen Trasse im Regionalverkehr Fahrten gestrichen werden.

Die Agilis, die den Regionalverkehr zwischen Ulm bzw. Ingolstadt und Regensburg betreibt, hatte zwar gegen die nun anstehende, fünfmonatige Totalsperre der gut 80 Kilometer langen Trasse zwischen Regensburg und Nürnberg bei der Bundesnetzagentur Einspruch eingelegt. Dieser war aber abgewiesen worden.

Weniger Fahrten der Agilis

Nun steht fest, dass sich Zugnutzer im Landkreis Kelheim in der ersten Jahreshälfte 2026 ab 6. Februar auf weniger Fahrten der Agilis einstellen müssen. Laut Stefan Grüttner werden die Menschen auf den Linien RB17 und RE18 zwischen Neustadt a.d. Donau und Regensburg nur mehr alle zwei Stunden mit dem Zug ans Ziel kommen. Dazwischen sollen in den Taktlücken alle zwei Stunden Ersatzbusse fahren.

Laut den bislang vorliegenden Informationen solle dies speziell in „Phase 1“ der Sanierung der Fall sein, von 6. Februar bis 13. Juni 2026.

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Dann werden sich die Menschen aus der Region Kelheim fünf Monate lang umstellen müssen. Entweder auf frühere Züge, Ersatzbusse oder einen individuellen „Plan C“.

Regionalzüge der Agilis im Kreis Kelheim fahren in der Bauphase laut der Info im Mobilitätsausschuss stündlich ab Ingolstadt bis Neustadt a.d. Donau, aber nur alle zwei Stunden geht es mit der Bahn weiter nach Regensburg. In den Zwei-Stunden-Taktlücken sollen Gelenkbusse verkehren – von Neustadt zum Regensburger Hauptbahnhof.

Bur alle zwei Stunden ein Zug nach Regensburg

Wer ab Saal a.d. Donau nach Regensburg fahren will, kann aktuell teils alle 30 bzw. 40 Minuten in einen Zug steigen, während der Generalsanierung der Trasse Regensburg – Nürnberg geht es von hier ebenfalls nur alle zwei Stunden im Zug in Richtung Domstadt. Dazwischen sollen „Solobusse ohne WC“ verkehren. In den Hauptverkehrszeiten seien zusätzliche Busse angedacht.

Laut Deutscher Bahn sollen ab Mittwoch, 15. Oktober, sämtliche Verbindungen des Ersatzverkehrs online zu finden sein, auf bahn.de oder in der App „DB Navigator“.

Bereits in diesem Jahr hatten von Juli bis September vier Baustellen auf der Donautalbahn-Trasse private Zugnutzer und besonders Unternehmen vor große Herausforderungen gestellt, blickte Landrat Martin Neumeyer zurück. Mit Vertretern der Wirtschaft habe es intensiver Gespräche mit der Bahn bedurft, um eine angedrohte achtwöchige Sperre abzuwenden. Die Arbeiten waren ein Vorgeschmack auf 2026. Zeitweise ging in diesem Jahr zwischen Neustadt und Regensburg gar nichts mehr.