Butterflymesser gezückt: Täter wollte Jugendlichen (17) am Schwandorfer Busbahnhof ausrauben

Ein 17-Jähriger ist am Freitagabend am Schwandorfer Busbahnhof zum Opfer eines versuchten Raubdelikts geworden. Die Kriminalpolizei Amberg hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise von Zeugen.
Die Tat ereignete sich gegen 21.30 Uhr. Laut Polizeipräsidium Oberpfalz habe ein 17-jähriger Jugendlicher aus Moldawien der Polizei gemeldet, dass er sich gemeinsam mit einem ebenfalls 17-jährigen Ukrainer am Busbahnhof aufgehalten habe. Dabei sei „ein bislang unbekannter Mann“ auf ihn zugekommen und habe ihn zunächst angerempelt.
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Als der Geschädigte das Gespräch suchte, schlug ihn der Täter demnach mit der rechten Hand ins Gesicht und forderte Geld. Als der 17-Jährige dies verneinte, zog der Täter ein Butterflymesser aus seiner Hose und bedrohte den Jugendlichen. Der 17-Jährige zeigte dem Angreifer daraufhin seine leere Tasche und flüchtete gemeinsam mit seinem Begleiter in Richtung der Fahrradständer. Von dort aus wurde die Polizei verständigt.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte konnte der Täter nicht mehr angetroffen werden. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief ohne Erfolg. Der unbekannte Täter wird wie folgt beschrieben: Er soll etwa 20 Jahre alt sein, circa 1,70 Meter groß sein, eine schlanke Statur sowie ein „südländisches Erscheinungsbild“ haben. Zudem habe er eine grüne Jacke, schwarze Hose, einen schwarzen Rucksack sowie eine Kopfbedeckung (Mütze oder Cap) getragen.
Nicht der erste Vorfall am Schwandorfer Bahnhof
Die Kriminalpolizei Amberg bearbeitet diesen Fall und bittet Zeugen, die am Freitagabend im Bereich Bahnhof/Busbahnhof Schwandorf verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer (09621) 8900 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. Jede Beobachtung kann von Bedeutung sein.
Rund um den Schwandorfer Bahnhof ist es nicht der erste Vorfall dieser Art. Erst an 19. September hatte eine Gruppe von mehreren Männern in der Gleisunterführung zwei Personen aus Syrien ausgeraubt. Sie sollen mit einem Messer gedroht und Pfefferspray versprüht haben. Zwei Verdächtige – sie kommen ebenfalls aus Syrien – konnten kurze Zeit nach der Tat vorläufig festgenommen haben, wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aber wieder auf freien Fuß gesetzt.
Wenige Tage später, am 25. September, hatte es zudem eine körperliche Auseinandersetzung am Bahnhof gegeben. Ein 39-Jährgier trat dabei mit den Füßen auf den Kopf eines 35-Jährigen ein. Die Bundespolizei war damals eingeschritten und hatte den Täter vorläufig festgenommen.