Raubüberfall am Bahnhof Schwandorf: Tatverdächtige sind wieder auf freiem Fuß

Nach dem Raubüberfall auf zwei junge Syrer am Freitagabend in der Gleisunterführung am Schwandorfer Bahnhof ermittelt die Kriminalpolizei Amberg weiter auf Hochtouren. Zwei vorläufig festgenommene Tatverdächtige – sie sind 18 und 19 Jahre alt, ebenfalls aus Syrien und wohnen im Städtedreieck – konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen derweil die Polizeiwache wieder verlassen.
Polizeisprecherin Melanie Bäumler betonte auf Anfrage der MZ, dass die beiden Männer weiter tatverdächtig seien. Womöglich gebe es noch weitere Täter, erklärte die Polizeisprecherin. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei stünden noch am Anfang und der Sachverhalt sei alles andere „als durchsichtig“. Zeugen des Vorfalls werden daher weiter gebeten, sich bei den Ermittlern unter Telefonnummer 09621/8900 zu melden.
Pfefferspray versprüht: Feuerwehr Schwandorf im Einsatz
Wie berichtet, hatte der Raubüberfall für Aufsehen gesorgt. Mehrere Polizeistreifen waren am Freitagabend im Bereich des Schwandorfer Bahnhofs im Einsatz. Weil bei dem Raubüberfall von den Tätern auch Pfefferspray versprüht worden war, war zudem die örtliche Feuerwehr gefordert. Sie musste die Gleisunterführung belüften, damit diese von Passanten wieder gefahrlos betreten werden konnte.
Die beiden Opfer wurden leicht verletzt. Nach Angaben der Polizei hatten ihnen die Täter ihre Handys und ihre Geldbeutel gewaltsam entrissen.