Deshalb lässt der Bürgerbus in Abensberg auf sich warten

Von Lucia Pirkl · 2. Oktober 2025 um 11:00

Wie steht es um Mitfahrbankerl samt Bürgerbus, was könnte man an einem künftigen Evakuierungsplan für den Gillamoos verändern: Das waren unter anderem Themen in der September-Stadtratssitzung in Abensberg.

Bürgerbus, die Gillamoos-Räumung oder der unbefriedigende Bahnverkehr waren Themen, die die Stadträte in der Septembersitzung ansprachen. Der offizielle Teil war schnell abgehandelt, in der Aussprache hatten die Räte Gelegenheit, Themen anzusprechen, die ihnen unter den Nägeln brennen.

■ Mitfahrbankerl: Dagmar Kellner (Fraktionslos) interessierte zum Beispiel, ob es schon Erkenntnisse zur Nutzung der Mitfahrbankerl gebe. Bürgermeister Bernhard Resch verneinte dies und meinte, das entsprechende Marketing dazu stünde noch aus. Geplant war, die Mitfahrbankerl parallel mit dem Bürgerbus zu bewerben. Die Einführung des Bürgerbusses indes scheiterte bisher an der Frage, ob der dem Personenbeförderungsgesetz unterliegt oder nicht. Von Seiten der Regierung, so Resch im Nachgang der Sitzung, wurde dies bereits verneint. Nun warte Resch noch auf die Versicherung von Seiten des Landratsamtes, dass die Fahrer keinen Personenbeförderungsschein brauchen. In der Bevölkerung wäre das „Fragezeichen“ zu den Mitfahrbankerl „riesengroß“, warf Kellner weiter ein, „die wollen wissen, was das ist. Da herrscht eine Kluft zwischen dem Bewusstsein der Bevölkerung und der Information“. Heinz Kroiss, FDP, meinte, dass dies ja schon mal ein Beweis dafür sei, dass das Interesse da sei, dass es gut sei , wenn die Leute mitbekämen, dass es was gibt, „das ist ja fast wie Weihnachten, wie ein ÖPNV-Advent“, schob er scherzhaft hinterher.

■ Schulweg: Bastian Bohn (CSU) interessierte eine ganz andere Frage und zwar, wie der Stand in Sachen Schulwegsicherheit in Offenstetten sei, schließlich sei dies auch Bestandteil des ISEK. Resch verwies unter anderem auf QR-Code-Infos an verschiedenen Stellen, wie man gut die Straße überqueren könne oder auf die Geschwindigkeitsmessung, die durchgeführt wurde und auf deren Auswertung man warte. Man sei im regen Austausch mit der Dorfentwicklung in Offenstetten.

■ Evakuierung: Magdalena Groll-Zieglmeier (Bündnis 90/Die Grünen) wollte wissen, ob es ein Fazit gebe zur Katastrophenschutzübung, die vor dem Gillamoos stattfand. Und auch, ob es für künftige Evakuierungen Maßnahmen gebe, die genau festlegten, wie Innenstadtbewohner zu ihren Häusern kämen. Unter anderem war es nicht möglich, von der B16 in Richtung Innenstadt abzufahren. Viele Stadtbewohner hatten Probleme, heimzukommen, der Unmut war groß.

Resch antwortete, die Übung sei gut verlaufen, habe aber vor allem der Zusammenarbeit von Rettungskräften und der Feuerwehr gedient. Deshalb gebe es auch keine gesonderten Infos für die Bevölkerung. Die wetterbedingte Evakuierung am Gillamoos sei gut gelaufen, aber das daraus resultierende Verkehrschaos sei ein großes „Learning“, das Verkehrskonzept müsse angepasst werden. Der Evakuierungsplan, der beziehe sich hauptsächlich auf schwerwiegende Ereignisse, die eine großräumige Sperrung nötig machten, nicht auf Wetterereignisse. Insofern seien die Behörden gefordert, hier nachzubessern.

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■ Bücherei: Dagmar Kellner wollte wissen, ob etwas geplant sei, um neue Ehrenamtliche für die Bücherei anzuwerben, weil nun einige aufgehört hätten. „Das müssen wir machen“, meinte Resch. Groll-Zieglmeier wusste, dass bereits eine Aktion in den Sozialen Medien geplant sei.

■ Wärmeplanung: Umweltreferent Richard Zieglmeier (Bündnis 90/Die Grünen) wollte darauf hinweisen, dass er am Herbstmarkt im Eingangsbereich des Herzogskasten die Wärmeplanungs-Steckbriefe der Ortsteile präsentiere. Interessierte Bürger könnten sich dort informieren. Zudem seien in der Energieagentur in Regensburg derzeit noch Termine frei, fügte er an. Wissen wollte Zieglmeier, ob es schon etwas Neues zum Thema Schrankensteuerung an den Bahnübergängen gebe. Resch sagte, sein Kenntnissstand sei, dass da vor 2027 nichts passiere.

■ Bahn: Passend zum Thema verwies Harald Hillebrand (FW) auf die derzeit unbefriedigende Situation im Bahnverkehr, vor allem für Schüler und Menschen, die zur Arbeit müssten. Was DB und Agilis hier derzeit anböten, sei eine Katastrophe, „so kann das nicht weitergehen“. Resch widersprach ihm nicht.

Die offiziellen Themen, wie etwa die erneute Beschlussfassung für den Erlass einer neuen Stellplatzsatzung waren schnell durch. Im Juni hatte man die neue Stellplatzsatzung bereits beschlossen. Der Freistaat hatte aber versäumt, die erforderlichen Grundlagen vorzeig in Kraft zu setzen. Deshalb war ein nochmaliger Beschluss der Satzung nötig. Der fiel mit einer Gegenstimme positiv aus.

Zum Schluss nahm Resch noch die Gelegenheit wahr, die Inklusive Ausstellung von OBA und VHS am 16. Oktober um 18.30 Uhr, unter dem Titel Special Sailing zu bewerben.