Knochen neben Solarpark bei Schwandorf entdeckt: Polizei nennt weitere Details

Von Philipp Breu · 30. September 2025 um 12:33

Noch immer werfen die bei Bauarbeiten nahe Fronberg (Schwandorf) gefundenen Knochen viele Fragen auf. Mittlerweile wurden die menschlichen Überreste von Archäologen und Anthropologen in Augenschein genommen. Deren Gutachten liefern nun weitere Erkenntnisse.

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Wie berichtet, waren Bauarbeiter am 11. September in einer Straßenböschung auf die Knochen gestoßen und hatten die Polizei alarmiert. Die Firma war gerade dabei, zwischen Fronberg und dem nahe gelegenen Pendlerparkplatz ein neues Starkstromkabel zu verlegen, als auf Höhe des Solarparks der Fund ans Tageslicht kam: Rippen, Gelenkköpfe, Reste eines Schädels und ein Kiefer, in dem noch Zähne steckten, wurden nach und nach ans Tageslicht befördert.

Schnell war klar: Es handelt sich um menschliche Überreste

Beamte des Kriminaldauerdienstes wurden hinzugezogen, um die weiteren Ermittlungen zu übernehmen. Denn schnell war klar, dass es sich bei den freigelegten Knochen um die sterblichen Überreste eines Menschen handeln muss. Diese wurden in die Rechtsmedizin gebracht, um unter anderem das Alter der Skelettteile und das Geschlecht der oder des Toten zu bestimmen. Auch ein DNA-Abgleich mit Vermisstenfällen sollte erfolgen.

Knapp drei Wochen später liegen neue Erkenntnisse vor. Wie Polizeisprecherin Melanie Bäumler vom Präsidium Oberpfalz informiert, haben Archäologen und Anthropologen die Knochen mittlerweile in Augenschein genommen und analysiert. Zumindest das Alter der Überreste konnte so weiter eingegrenzt werden.

Knochen sind mehrere Jahrzehnte alt

„Die Knochen sind definitiv mehrere Jahrzehnte alt“, sagt Bäumler. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Vermisstenfälle jüngeren Datums nicht mehr in Betracht kommen. Ob die Knochen von einem Mann oder einer Frau stammen, konnte bislang nicht geklärt werden. Auch, wie die Skelettteile überhaupt erst an Ort und Stelle geraten waren, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Mehrere Szenarien sind hier denkbar.

Vor knapp drei Wochen war die Polizei auf Höhe des Solarparks Fronberg im Einsatz. Auch zivile Kräfte des Kriminaldauerdienstes machten sich ein Bild vor Ort. - Foto: -Martin Kellermeier

Um weiter Licht ins Dunkel zu bringen, prüft die Staatsanwaltschaft gerade, ob eine weitere spezielle Untersuchung der Knochen vorgenommen wird. „Die ist aber sehr kostspielig“, erklärt Bäumler.

Weitere Erkenntnisse werden damit wohl noch etwas auf sich warten lassen.