Leerstände in Schwandorf: Plant die Müller-Filiale einen Umzug ins frühere H&M-Gebäude?

Das H&M-Gebäude am Marktplatz steht inzwischen monatelang leer. Doch zuletzt kursierte in Schwandorf das Gerücht, dass angeblich der Drogeriemarkt „Müller“ den Leerstand am Marktplatz füllen will. So äußert sich die Handelskette auf MZ-Anfrage.
„Ein Umzug unserer Filiale innerhalb der Schwandorfer Innenstadt ist nicht geplant“, stellt eine Unternehmenssprecherin klar. „Der Mietvertrag am aktuellen Standort läuft noch bis zum Jahr 2033 und enthält zudem eine Verlängerungsoption.“
Man habe zuletzt sogar in die Filiale investiert – so seien die Fahrstühle erneuert, die Beleuchtung und weitere Bereiche modernisiert worden. Insgesamt, so die Sprecherin, sei dafür ein „mittlerer sechsstelliger Euro-Betrag aufgewendet“ worden. „Vor diesem Hintergrund gibt es keine Pläne für einen Umzug in das leerstehende H&M-Gebäude am Marktplatz.“
H&M hat seine Schwandorfer Filiale im Februar geschlossen
Wie berichtet, hat die Filiale des schwedischen Textilhändlers zum Februar geschlossen. Für seine Entscheidung hatte H&M damals „wirtschaftliche Gründe“ angeführt. Im Herzen der Stadt, mitten am Marktplatz, klafft folglich ein großer Leerstand. Seitdem steht die Frage im Raum, wie es mit der Gewerbeimmobilie in bester Lage weitergeht.
Klar ist jedenfalls: Ein Nachmieter ist bisher - fast sieben Monate nach der Schließung – noch nicht gefunden. Kurzzeitig hatte es zwar die Hoffnung gegeben, dass sich eine Lösung abzeichnen könnte. Im Sommer 2024, nachdem die Nachricht der Schließung bekannt wurde, hatte sich bei der Stadt ein möglicher Interessent gemeldet.

Die Verwaltung hatte daraufhin einen Kontakt zum Eigentümer des Gebäudes, einer Holding, vermittelt. Doch letztlich konnte keine Einigung zwischen dem interessierten Unternehmer und dem Eigentümer erzielt werden.
Derzeit sei die Stadt Schwandorf „proaktiv in der Akquise tätig“ und nehme „gezielt Kontakt zu Expansionsabteilungen potenziell geeigneter Unternehmen auf, um mögliche Nachmieter zu gewinnen“, sagte der städtische Pressesprecher Andreas Hofmeister. Dabei stehe man in „engem Austausch mit dem Eigentümer, der auch für neue und flexible Nutzungskonzepte offen“ sei.